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Collegium Vocale Blieskastel 2017 in London bei Festival „Euroklassik“

Collegium Vocale gastiert in diesem Jahr unter anderem noch in London
Collegium Vocale Blieskastel
19. April 2017

Das Collegium Vocale Blieskastel hat in diesem Jahr noch so einiges vor. Neben einer Konzertreise, die das Ensemble nach England führt, gastiert es im Rahmen des Festivals „Euroklassik“ und der Musikfestspiele Saar.
Das Collegium Vocale in der Blieskasteler Schloßkirche, Foto: Peter Mürz
Das Collegium Vocale in der Blieskasteler Schloßkirche, Foto: Peter Mürz

Das Musikfestival „Euroklassik“ startet mit einem Konzert des Collegium Vocale Blieskastel und Mitgliedern der Deutschen Radio Philharmonie in der Schlosskirche Blieskastel. Die mittlerweile im 28. Jahr veranstaltete deutsch-französische Konzertreihe steht 2017 unter der künstlerischen Überschrift „Reformen, Zeiten und Epochen.“ Hier wird von Dekanatskantor Christian von Blohn geleitete Chor unter anderem die Bachkantaten "Ein feste Burg ist unser Gott" und "Wachet auf, ruft uns die Stimme" zu Gehör bringen. Im Rahmen der „Musikfestspiele Saar“ wird dann im November dieses Jahres „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms in St. Ingbert/St. Josef aufgeführt.

Nachdem der Chor im Herbst einen Evensong im Kloster am Rande der Stadt in Saarbrücken gestaltet, werden die über 50 Sängerinnen und Sänger im Oktober nach England zu einer Konzertreise aufbrechen. Ziel der Reise ist die Hauptstadt London mit Auftritten u. a. in den Kathedralen von Westminster und Winchester.

Teilnehmen will der Chor auch an dem 10. Landeschorwettbewerb des Landesmusikrates Saar. Neben einem Konzert in der Marienkirche Kaiserslautern steht im Dezember zum Abschluss des Chorjahres noch zweimal das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach mit den Kantaten 1 bis 3 auf dem Programm, einmal in St. Josef St. Ingbert, dann als traditionelles Weihnachtskonzert des Chores am Tag vor Heilabend in der Blieskasteler Schlosskirche.

Damit kehrt das Collegium Vocale Blieskastel zu seinen Anfängen zurück, war doch Bachs „Weihnachtsoratorium“ 1990 mit großem Erfolg das erste Programm, mit dem der neu gegründete Chor an die Öffentlichkeit trat. Seitdem widmen sich die circa 60 Sängerinnen und Sänger der Pflege hochwertiger geistlicher Musik, wobei a-cappella-Kompositionen und Literatur für Chor und Orgel aus den unterschiedlichsten Stilepochen ein wichtiges Arbeitsfeld sind, darunter bedeutende Werke wie die vierzigstimmige Motette „Spem in alium“ von Thomas Tallis oder das „Große Abend- und Morgenlob“ von Sergej Rachminow, darüber hinaus Uraufführungen von Werken wie „Klagender Seraph“ (zum zehnten Jahrestag der Anschläge auf das World-Trade-Center in New York) und „AgnusDei – à la memoire“ (2014 im Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges).

Unter den Stücken mit Orgelbegleitung waren Louis Vierne: Messe solennelle, Charlies-Marie Widor: Messe à deuxchoœurs et deuxorgues, AntonínDvořák: Messe D-Dur oder ZoltánKodály: Laudes Organi. Ebenso gehören große oratorische Werke zum Repertoire des Chores (Claudio Monteverdi: Marienvesper, Johann Sebastian Bach: Johannespassion, Matthäuspassion, Magnificat, Hohe Messe h-Moll, Weihnachtsoratorium und weitere Kantaten, Georg Friedrich Händel: Messias, Joseph Haydn: Schöpfung, Caecilienmesse, Missa in angustiis, Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem, c-Moll-Messe, Ludwig van Beethoven: Christus am Ölberge,Missa C-Dur, Franz Schubert: Messe Es-Dur, Felix Mendelssohn: Paulus, Lobgesang, Johannes Brahms: Ein deutsches Requiem, Gioachino Rossini: Petite Messe Solennelle, Anton Bruckner: Messe e-Moll, Messe f-Moll, TeDeum,Giuseppe Verdi: Requiem, Gabriel Fauré: Requiem, Camille Saint-Saëns: Oratorio de Noël, Francis Poulenc: Gloria, Maurice Duruflé: Requiem, Leonard Bernstein: Chichester Psalms, Carl Orff: Carmina Burana, John Rutter: Gloria, Requiem, Karl Jenkins: The Armed Man, Roland Kunz: Der Seele Ruh u. a.).

Der Chor erhielt zahlreiche Einladungen zu Musikfestivals wie den „Musikfestspielen Saar“, dem „Kultursommer Rheinland-Pfalz“, den „Preetzer Klosterkonzerten“, der Association des Amis des Concerts de Cathédrale de Lausanne, der C.M.B.A. di Roma, dem Festival „Euroklassik“ und weiteren, dazu kommen Reisen ins In- und Ausland mit Auftritten im Speyerer Dom, in der Augustinerkirche Mainz, der St. Hedwigs-Kathedrale Berlin, St. Jakobi und St. Marien Lübeck, im Ratzeburger Dom, in der Ludwigskirche und der Stiftskirche Saarbrücken, im Münster Überlingen, in der Kathedrale von Verdun, Abbatiale Saint Narbor de Saint-Avold,Abbaye des Prémontrés de Pont à Mousson, in den Kathedralen Notre-Dame und Saint Sulpice Paris, der Kathedrale von Lausanne, in S. BartolemeoBrugherio, S. Giovanni Lucca oder S. Maria in Provenzano. Auch im Staatstheater Saarbrücken war das Ensemble zu Gast.

Im Jubiläumsjahr 2015 gestaltete der Chor mehrere interessante Projekte, unter anderem ein Konzert mit Motetten des polnischen Komponisten Henryk Górecki, einen gemeinsamen Auftritt mit den berühmten „King's Singers“ und natürlich die Aufführung aller sechs Kantaten von Bachs „Weihnachtsoratorium“.

Auch für das kommende Jahr 2018 hat das Ensemble bereits Einladungen. Neben der Aufführung der Matthäus-Passion sind das Abschlusskonzert der Blieskasteler Schlossbergkonzerte sowie ein Konzert in Luxembourg schon fest eingeplant.

Weitere Informationen zum Chor unter www.collegium-vocale-blieskastel.de






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