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Webenheimer Bauernfest vor dem Aus?

Webenheimer Bauernfest vor dem Aus?
18. Juli 2017

'Lieblos, ohne Flair, überteuert', so das Fazit vieler Gäste des Webenheimer Bauernfestes 2017.

Das Konzept, ein großes weißes Zelt ohne Dekoration und Bierzeltgarnituren ohne Tischschmuck und Tischdecken hinzustellen, gewöhnliches Karlsberg-Bier in 0,4l Gläsern zu horrenden Preisen (3,90 Euro) auszuschenken, dazu noch warmgehaltene, eingekochte Speisen zu unverschämten Preisen aufzutischen, ist wahrlich nicht gelungen,
Dazu nehme man noch mindestens 3 Partybands, die jede Woche irgendwo anders in Deutschland immer dieselben Partyhits im Stakkatorhythmus raushauen, und fertig ist die Katastrophe,

Dasselbe Zelt, dieselben horrenden Preise für schlechtes Bier und Essen und dieselben Bands findet man auf jedem nachgemachten Oktoberfest in unserer Region. Das hat mit einem Bauernfest gar nichts, aber wirklich gar nichts, gemein (mit einem Oktoberfest auch nicht, aber das ist ein anderes Thema).

Etliche ältere Besucher, die sich noch an frühere Bauernfeste erinnern, waren maßlos enttäuscht und haben das Bierzelt ohne etwas zu verzehren enttäuscht wieder verlassen.
'Früher hat man hier noch seine Freunde und Nachbarn zum Trinken und Erzählen getroffen, heute kommt niemand mehr hierher", so ein Landwirt aus Böckweiler. Die Preise seien einfach zu hoch, die Qualität des Essens zu schlecht, und 'Hauptsach satt' könne man bei den kleinen Portionen auch nicht mehr sagen. 'Ist es zuviel verlangt, frisch gebratene Hähnchen oder Haxen vom Grill anzubieten?', so ein Gast aus Rubenheim. 'Diese warmgehaltenen, taubengroßen Hähnchen mit einer Kinderportion Fritten sind doch keine 9,90 Euro wert!' entrüstete sich sein Tischnachbar.

Zudem spiele auch zu wenig Blasmusik, um etwas Stimmung zu verbreiten, Partybands passten hier einfach nicht hin. Sogar der Fassanstich ohne musikalische Untermalung erinnerte mehr an eine Beerdigung als an ein ausgelassenes Fest.

Wenn sich an dem Konzept des Bauernfests im nächsten Jahr nichts ändert, wird dieses Fest den Weg vieler, gleichgearteter, profitorientierter, liebloser Feste gehen, nämlich den Weg ins Verschwinden. Was bleibt sind schöne Erinnerungen an früher.




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