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Helfen im Kampf gegen den Krebs

Homburg
Helfen im Kampf gegen den Krebs
Ulrike Stumm
14. März 2017

Der Verein Miteinander gegen Krebs organisiert nicht nur alljährlich einen Spendenlauf, sondern bietet auch einen Infoabend. Der nächste ist am Donnerstag zum Thema Brustkrebs. Dabei sprechen Experten und beantworten Fragen.
Große Resonanz fand im Forum die Auftaktveranstaltung der Reihe „Fragen an die Experten“ des Vereins Miteinander gegen Krebs im vergangenen Jahr, nun folgt am Donnerstag ein weiterer Infoabend. Im Herbst wird es dann den mittlerweile dritten Spendenlauf gegen Krebs geben. Dabei gibt es Strecken für sehr ambitionierte Läuferinnen und Läufer, aber auch Laufmöglichkeiten für Jedermann. Fotos: W. Kriesche/Marius Becker/dpa
Große Resonanz fand im Forum die Auftaktveranstaltung der Reihe „Fragen an die Experten“ des Vereins Miteinander gegen Krebs im vergangenen Jahr, nun folgt am Donnerstag ein weiterer Infoabend. Im Herbst wird es dann den mittlerweile dritten Spendenlauf gegen Krebs geben. Dabei gibt es Strecken für sehr ambitionierte Läuferinnen und Läufer, aber auch Laufmöglichkeiten für Jedermann. Fotos: W. Kriesche/Marius Becker/dpa

Hilfe im Kampf gegen Krebs kann viele Gesichter haben. Sie reicht von Information über Geldspenden bis zur Unterstützung bei vermeintlich kleinen Dingen hinter denen Schicksale stehen. Das wissen die acht Frauen, die den Verein Miteinander gegen Krebs gegründet haben – zwei Jahre ist das jetzt her.

Drei von ihnen, die Vorsitzende Maria Cacacciola-Ketter, ihre Stellvertreterin Astrid Tschiersch-Pfreundschuh und Carina Krämer, sind jetzt in die Homburger Redaktion gekommen, um davon zu berichten, was sie vorhaben. Ein Blick zurück gehört natürlich auch dazu, dabei zeigt sich: In ihrer kurzen Vereinsgeschichte haben sie schon viel auf die Beine gestellt. Ein Herzstück ist der große Spendenlauf „Cross against cancer“, den es in diesem Herbst nun zum dritten Mal geben wird. Der Erlös ging beide Male an die saarländische Krebsgesellschaft.

Schon zur ersten Auflage kamen über 1000 Läufer, 1400 waren es im vergangenen Jahr. Am Konzept wollen sie nichts ändern. „Nur noch Feinschliff“ stehe an. Termin ist Sonntag, 17. September. Der Lauf beginnt und endet im Waldstadion und bietet Strecken über fünf, zehn und 17 Kilometer sowohl für versierte Läufer als auch Möglichkeiten für Menschen, die erst langsam (wieder) zum Laufen finden, ausdrücklich auch für Patienten und Angehörige, die etwa Spendenrunden im Stadion absolvieren können. Wer mit Nordic-Walking-Stöcken unterwegs sein möchte, kann über die Fünf-Kilometer-Distanz starten. Wer möchte, kann sich mit professioneller Anleitung fit machen, um fünf Kilometer mitzulaufen.

Das Sprinttempo liegt den Organisatorinnen, das Durchhalten auch. Sie sind selbst alle sehr ambitionierte Hobbyläuferinnen, lernten sich letztlich über den Ausdauersport kennen. Ebenso hartnäckig sind sie, wenn es darum geht, aus Vereinszielen auf dem Papier Taten werden zu lassen. Neben dem Lauf sind das zum Beispiel fundierte Informationen. Eine erste Veranstaltung gab es bereits im vergangenen Jahr, die zweite folgt nun am Donnerstag, 16. März, 19 Uhr, im Homburger Forum (siehe Infobox). Diesmal gehe es um das Thema Brustkrebs, die Vorträge der drei Experten, alle vom Universitätsklinikum in Homburg, deckten die Therapieformen ab, von der Operation über die verschiedenen Chemotherapien bis zur Bestrahlung. Als Plattform für Betroffene, Angehörige und Interessierte sehen sie das Angebot. Was ihnen dabei wichtig ist: Sie haben die Referenten gebeten, alles in einer für Laien verständlichen Sprache darzustellen und vor allem am Ende für persönliche Fragen zur Verfügung zu stehen.

Das sei bei der ersten Auflage der Veranstaltung sehr gut angenommen worden, berichtet Maria Cacacciola-Ketter. Um die 70 bis 80 Menschen kamen im vergangenen Jahr zum Infoabend. Der kleine Sitzungssaal im Rathaus war voll, „wir mussten sogar noch Stühle holen“. Die Zuhörer hätten zudem sehr rege teilgenommen. Da habe man gemerkt : „Es besteht Bedarf.“ Größer soll dieser Abend nicht werden, denn: „so kommen die persönlichen Fragen nicht zu kurz“, unterstreicht Carina Krämer. Denn genau das könne im alltäglichen Klinik- und Arztalltag passieren: Das Zeitraster sei hier vorgegeben, der Arzt nehme sich zwar Zeit, doch irgendwann sei eben der nächste dran.

Und: „Die Fragen kommen oft erst während der Therapie, wenn man Zeit hat, ein paar Nächte zu schlafen oder zwischen den Chemos“, erklärt Maria Cacacciola-Ketter. Eine weitere Besonderheit des Abends: Experten zu allen drei Therapieformen sind gemeinsam vor Ort. Man könne, erklärt Astrid Tschiersch-Pfreundschuh, so auch das Zusammenspiel zwischen den Abteilungen sehen, zudem könnten sie sich in ihren Antworten gegenseitig ergänzen.

Stoff für diese Reihe gibt es genug: So soll eine Krebsform nach der anderen in den Fokus gerückt werden. Zudem können sie sich Themen vorstellen wie „Ernährung und Krebs“, „Sport und Krebs“ sowie „Diagnostik“, plus das Feld der Prävention, „ein wichtiger Aspekt unserer Arbeit“.

35 Mitglieder hat der Verein mittlerweile und zu den großen Eckpunkten, dem Infoabend im Frühjahr, dem Lauf im Herbst, kommt mittlerweile weiteres, das eher nicht für eine große Gruppe, sondern in Einzelfällen greift. Beispiele: So habe man eine Spende erhalten, die gebunden war an eine Einzelaktion, als Sachzuwendung für das ambulante onkologische Zentrum. Dort habe man eine große Gefriertruhe zur Verfügung gestellt. Hintergrund: Mit speziellen Kühlhauben könne der gefürchtete Haarverlust bei der Behandlung von Brustkrebs reduziert werden. Es bestehe die Chance, einen Großteil der eigenen Haare zu behalten. Für drei Frauen, die sich das nicht leisten können, wurden solche Hauben zur Verfügung gestellt, da man dies normalerweise selbst finanzieren müsse. Auch so etwas sei wichtig. „Keine eigenen Haare zu haben, sieht jeder“, sei ein Stigma.

Mit einer anderen Spende des BPW-Homburg für eine Einzelhilfe, wird eine Familie unterstützt, in der die Mutter zweier kleiner Kinder an Krebs gestorben ist – ermöglicht werde einmal pro Woche eine Kinderbetreuung.

Nähere Infos zum Verein, die Inforeihe, den Spendenlauf, die Möglichkeiten, sich dazu anzumelden, findet man online.

www.miteinander

-gegen-krebs.de

 

Zum Thema:

 

Beim zweiten Abend in der Inforeihe „Fragen an die Experten“ geht es um das Thema Brustkrebs. Termin ist am Donnerstag, 16. März, um 19 Uhr im kleinen Sitzungssaal des Rathauses, Am Forum, in Homburg. Sprechen werden Professor Ingolf Juhasz-Böss, Oberärztin Dr. Nicole Kranzhöfer und Professor Marcus Niewald, alle vom Universitätsklinikum in Homburg. Der Eintritt ist frei.






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