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Kleiber hat sich wieder eingenistet

Kirkel-Neuhäusel
Kleiber hat sich wieder eingenistet
red
24. Februar 2017

Eisbären-Klub zeigt sich sehr erfreut über die Nutzung der betreuten Behausungen.

Auch 2016 waren es die Blaumeisen und Kohlmeisen, die am häufigsten die Nistkästen nutzten, die der Eisbären-Klub Kirkel seit vielen Jahren im Ort und der Umgebung anbietet. In gut 55 Prozent der derzeit 123 Nisthilfen für Höhlenbrüter, die der Klub betreut, wurde im vergangenen Jahr Singvogel-Nachwuchs aufgezogen. Das ist die Bilanz der diesjährigen Reinigungsaktion.

Es war trocken und windstill, als ein Dreier-Team der Eisbären Ende Januar bei strammen Minus-Temperaturen in sieben verschiedenen Arealen – von Knochenmühle bis Unnerweg – die Vogelhäuser inspizierte, die sich meist in luftiger Höhe an Bäumen befinden. Alte Nester wurden entfernt, die Bruthöhlen zur Vernichtung von Ungeziefer ausgebrannt. Festgestellt wurde dabei, dass trotz der Kälte vereinzelt Piepmatze schon mit dem Nestbau für die Generation 2017 begonnen hatten. Die Belegung 2016 ist gegenüber 2015 um 5,4 Prozent zurückgegangen, stellte Klub-Vorsitzender Manfred Näher fest, als er bei der jüngsten Zusammenkunft des Vereins die Statistik vorstellte.

Das sei aber durchaus im Rahmen der üblichen Schwankungen über lange Sicht. In den 68 belegten Nistkästen hatten 34 Blaumeisen ihre Kinderstube eingerichtet, 26 Kohlmeisen, vier Grauschnäpper, drei Kleiber und ein Feldsperling. Daneben bauten dreimal Hornissen und einmal Wespen ihre Waben in die Kästen. Im Gegensatz zu den Jahren davor hatten es sich diesmal keine Siebenschläfer oder Haselmäuse gemütlich gemacht. Erfreut zeigte sich Manfred Näher darüber, dass der Kleiber wieder vertreten war: „Damit hatten wir eigentlich gar nicht gerechnet.“

Am besten frequentiert (82 Prozent) waren die Nisthilfen in der Umgebung der Brunnenstraße, am wenigsten Erfolg hatte man am Angelweiher mit knapp 29 Prozent Nutzung. Letzteres verwundert nicht, da am Weiherrand eine größere Rodungs- und Baumfällaktion – anscheinend ohne Rücksicht auf die dort aufgehängten Kästen – stattgefunden hatte. „Zwei Kästen sind kaputt, zwei weitere verschwunden“, kritisierte der Eisbär-Chef.






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