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Schwalben bekommen neues Zuhause

Bliesmengen-Bolchen
Schwalben bekommen neues Zuhause
red
10. April 2017

Der Bestand der Schwalbe geht zurück. Um die Vogelart zu halten, hat der Vogelschutzverein in Bliesmengen-Bolchen ein Schwalbenhaus gebaut.
Das neue Schwalbenhaus steht in der Grünanlage mitten in Bliesmengen-Bolchen. Foto: Alex Stephan
Das neue Schwalbenhaus steht in der Grünanlage mitten in Bliesmengen-Bolchen. Foto: Alex Stephan

Der Bestand der Mehlschwalbe, die zu den bekanntesten heimischen Vogelarten zählt, ist schon seit Jahren rückläufig. Auch auf dem Land sind immer weniger Schwalbennester unter den Dachvorsprüngen der Häuser zu sehen. Dies hat mehrere Gründe: Bei Hausrenovierungen werden die Nester oft illegal entfernt, auf den neuen Kunststoffputzen halten sie eher schlecht. Zudem werden die Sommer immer trockener, die meisten Feldwege sind asphaltiert oder geschottert, so dass die Schwalben kaum noch feuchten Lehm finden um selbst ihre Nester bauen zu können. Um die Mehlschwalben hier zu halten und ihre Vermehrung zu unterstützen, hat der Natur- und Vogelschutzverein Bliesmengen-Bolchen in den vergangenen Monaten ein Schwalbenhaus mit 36 Nisthilfen selbst konstruiert und nun in der Grünanlage in Bliesmengen-Bolchen installiert. Dabei wurde aber auch an die Fledermäuse gedacht, im Inneren des Schwalbenhauses sind drei große Fledermauskästen integriert, die man von unten anfliegen kann.

Die Suche nach einem geeigneten Standort erwies sich als schwierig, eine Mithilfe von Behörden blieb aus. Ortsvorsteher Hans Bernhard Faas machte sich schließlich bei der Gemeinde Mandelbachtal stark für den jetzigen Standort, welchem der Ortsrat dann auch einstimmig zugestimmt hatte. Die Konstruktionsplanung und Anfertigung des Schwalbenhauses wurde vollständig von Vereinsmitgliedern übernommen und ausgeführt. ,,Zum Glück verfügt unser Verein über zahlreiche Handwerker wie Schlosser, Schreiner, Dachdecker, Maler, Maurer, so dass der gesamte Bedarf an allen Qualifikationen abgedeckt werden konnte. Insgesamt fielen zirka 500 Arbeitsstunden an, eine enorme Leistung, wenn man bedenkt, dass das eigentliche Tagesgeschäft wie der Bau- und Betreuung der Nistkästen und sonstige Aktivitäten und Projekte noch nebenbei mitgelaufen sind'', so der Verein. Aufgrund der doch enormen Materialkosten von mehreren Tausend Euro erfolgte die Finanzierung über Sponsoren. Das gesamte verbaute Material wurde gespendet: Sei es der eigentliche Mast, die Unterkonstruktion, das Verzinken, der Putz, wetterfeste Holzplatten, Dacheindeckung, Fundamentbeton, Schrauben und vieles mehr. In Planung sind nun noch eine Informationstafel und eine Einweihungsfeier. Jetzt hofft der Verein, dass die Schwalben den Weg zu den Nestern finden, dafür gebe es keine Garantie. Im Rahmen dieses Projektes konnten darüber hinaus noch einige selbst gefertigte Doppelnester für Mehlschwalben an bereitwillige Hauseigentümer abgegeben werden. Aber auch für Rauchschwalben wurden mehrere Nester vermittelt, da es Rückmeldungen gegeben habe, dass die natürlichen Nester oft nicht halten und abgefallen sind.






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