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Voller Einsatz auf der Bühne

St Ingbert
Voller Einsatz auf der Bühne
Cornelia Jung
23. Februar 2017

Die Große Kappensitzung der Rohrbacher KG „dann wolle ma emol“ verlangte von den Akteuren in der Stadthalle vollen Einsatz auf der „Baustelle“.
Die „Sandmännchen“ ließen sich in der St. Ingberter Stadthalle bei ihren Tänzen von Fernsehserien inspirieren. Foto: Cornelia Jung
Die „Sandmännchen“ ließen sich in der St. Ingberter Stadthalle bei ihren Tänzen von Fernsehserien inspirieren. Foto: Cornelia Jung

Am Samstag fand die Große Kappensitzung der KG „dann wolle ma emol“ statt. Getreu dem Motto „Baustelle“ war die Stadthallenbühne geschmückt mit Verkehrsschildern, Absperrungen, Bauarbeiterfiguren und allem, was dazu gehört. Ein bisschen muss sich der hinter Pylonen positionierte Musikverein Steinbach wie die Band auf der Titanic vorgekommen sein, die gegen den Untergang anspielt. Doch die erstmals von den Rohrbachern verpflichteten Musiker waren kein Provisorium.

Die Tuschs saßen und die Musik passte, so dass man meinte, sie käme vom Band. Das fand auch Moderator Pascal Klein, der die Kapelle direkt fürs nächste Jahr verpflichtete. Klein kam nicht nur im rosa Kostüm als Bauarbeiter, sondern war auch Krisenmanager. Denn Co-Moderatorin Lisa Düppre war zwei Tage zuvor krankheitsbedingt ausgefallen. Und auch er war nicht ganz fit, so dass die Moderation auf der Kippe stand. Aufgeben kam für ihn nicht in Frage. Der Programmablauf wurde im Vorfeld mit Lisa durchgesprochen und es gab sogar eine spontane Live-Schalte zu ihr ins Krankenhaus. Nach dieser rührenden Geste ging die Party bei der KG richtig ab. Die jüngsten Tänzerinnen wirbelten als Drachen über die Bühne, während die Jugendgarde diese als Bauarbeiter rockten. Beim Hausbau verloren sie die Lust und gingen auf Dschungelurlaub, wo sie von den Ureinwohnern festgesetzt werden dann dort beim Häuslebau helfen mussten. Das Sessionsthema kannte bei der Ausführung eben keine Grenzen. Bei der Choreografie ging es dem Verein um das „gemeinsame Schaffen“, wie dessen Vorsitzender Carsten Meiser sagte. Als Paradebeispiel dafür kann der Vereinstanz „Bauarbeiter“ gelten, wo alle Altersgruppen auf der Bühne standen. Dabei gebe es einen „richtigen Ruck“ im Verein, das Gemeinschaftsgefühl werde gestärkt. Und es machte obendrein noch Spaß, wie man sah. Den weitesten Anreiseweg hatte die „Kamelle Kapelle“ aus Bitburg auf sich genommen. Sie heizten die Stimmung mit Schlagern und kölschen Liedern noch mehr an, während das Publikum dankbar für die Darbietung als Background-Chor fungierte. Einen Tag später war der Eindruck der Band im Internet nachzulesen: „Jeder einzelne Kilometer hat sich gelohnt! Danke an euch, es war großartig!“ Aber auch nach ihrem Auftritt ging es hoch her. Mandy Siegrist zog in der Bütt über das „Irrenhaus“ Familie her, die sich hernach keuleschwingend bei ihr über das Plaudern aus dem Nähkästchen beschwerte. Und das, obwohl sie die Rede auswendig hielt. Dann die Überraschung. Was im Programm als Musik angekündigt war, entpuppte sich als Tanzpaar aus erstem und zweitem Vorsitzenden der KG. Ein Spaß, von dem auch im Verein nur wenige wussten. Die Schautänze waren ein Feuerwerk aus Ideen und Farben. Die „heißen, knackigen“ Grazien zelebrierten „Die 90-er“, beim „halbnackigen“ Männerballett trafen tätowierte Kerle auf glitzernde „Party-Girls“, die Juniorengarde besuchte die „Clownsschule“ und bei den Sandmännchen schaute man in die Röhre, von der Schwarz-Weiß- bis in die Farbfernsehzeit. „Es war Hammer, es hat geknallt, gerappelt und es hat Bums gemacht“, fasste Pascal Klein den Abend zusammen. Doch auch ihm bescheinigten die Gäste, einen Klasse-Job gemacht zu haben.

Zum Thema:

Auf der Bühne standen: Schnuller-, Jugend- und Juniorengarde, Tanzmariechen Frieda und Emma Wendel/Lena Siegrist, Junge Wilde Grazien, Tanzpaar Carsten Meiser/Felix Jungfleisch, Männerballett „Männer gegen Frauen“, Mandy sowie Jasmin und Volker Siegrist in der Bütt, Sandmännchen der KG „dann wolle ma emol“, Christoph Lesch als Fidelius vom KV „Die Kesselflicker“ Altenkessel, Rico Babilon vom Fastnachtsclub Felsenland Dahn, Ehrengarde der DNZ, Kamelle Kapelle aus Bitburg, Musikverein Steinbach.






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