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„Wunderbar. Einfach wunderbar.“

St Ingbert
„Wunderbar. Einfach wunderbar.“
Lucas Jost
11. April 2017

Der TV Niederwürzbach hat es in der Handball-Saarlandliga geschafft. Durch den 27:25-Sieg bei der SGH St. Ingbert feiert die Mannschaft von Trainer Christian Schöller schon zwei Spieltage vor dem Saisonende den dritten Titel in Folge.
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Nicht schön, nicht überzeugend – aber ausreichend. So ist die Leistung des TV Niederwürzbach im Derby am vergangenen Samstagabend bei der SGH St. Ingbert am besten zu beschreiben. Beim Lokalrivalen mühte sich der TVN in der Ingobertushalle zu einem 27:25-Sieg und gewann damit in der Handball-Saarlandliga seinen zweiten Titel in Folge. Die Verbandsliga-Meisterschaft 2015 eingerechnet, war es sogar der dritte Erfolg in Serie.

Dabei konnte sich der TVN vor rund 400 Zuschauern zu Anfang vor allem auf seine Abwehr verlassen. Und das musste er auch: Denn „der Angriff war katastrophal“, wie Maximilian Bölke zugab. Der Rückraumspieler musste neben dem Part auf der halblinken Position auch im Mittelblock der Defensive arbeiten, denn TVN-Abwehrchef Marcus Eschenbaum fehlte krank. Aber St. Ingbert tat sich schwer mit der gut eingestellten Verteidigung, vor allem Rückraumschütze Michael Bauer fand nicht zu seiner gewohnten Stärke. Er konnte in Halbzeit eins nur zwei seiner acht Würfe verwandeln. Niederwürzbach setzte sich so über 3:1 und 6:5 ab, ehe St. Ingberts Ralf Wilhelm in der 22. Minute per Siebenmeter den 8:8-Ausgleich erzielte.

Doch die Gäste gingen zwei Minuten vor der Pause mit 11:8 in Führung. Als der extra eingewechselte Björn Feit noch einen Strafwurf von Wilhelm entschärfte und Julian Ternette auf 12:8 erhöhte, schien das Spiel schon zu kippen. Doch den 9:12-Halbzeitrückstand verwandelte St. Ingbert durch Tore von Bauer, Philip Forster und Domenic Theobald in vier Minuten in eine 13:12-Führung.

Johannes Leffer brachte Niederwürzbach im Anschluss alleine auf die Siegerstraße zurück. Vier seiner sieben Tore warf er zwischen der 36. und der 40. Minute. Niederwürzbach setzte sich auf 18:14 ab. Die SGH-Torhüter bekamen in dieser Phase keine Hand an den Ball. Und als Thorsten Bas bei seinem Tor zum 23:17 elf Minuten vor dem Ende in Richtung der mitgereisten Fans jubelte, war der Titel zum Greifen nah. Zehn Minuten später hatte es der TVN geschafft. „Wunderbar. Einfach wunderbar. Im Derby gegen St. Ingbert ist das noch besser“, freute sich Maxi Bölke. Und Trainer Christian Schöller musste den Titel „zuerst einmal sacken lassen“. „Vielleicht war es heute der Wille“, meinte er und fügte an: „Danke an die Mannschaft, sie hat über die gesamte Saison gut gespielt.“

Als Meister hat sich der TVN die Teilnahme an der Relegation zur Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar gesichert. Im Gegensatz zum Jahr zuvor wird der Verein auch daran teilnehmen. „Die Chancen stehen dort 50:50“, schätzt Arno Gebhardt, der zweite Vorsitzender des TVN. Im Falle eines Aufstiegs gab aber Linkshänder und Co-Kapitän Johannes Leffer seinen Rücktritt bekannt. Der Aufwand wäre dem 33-Jährigen zu groß. Die Suche nach Ersatz sei schwierig. „Der Spielermarkt ist ziemlich leer. Mehrere Gespräche laufen, jetzt können wir diese ein wenig konkreter führen“, sagt Gebhardt. Namen wollte er aber keine nennen.

Der Aufsteiger wird in einer einfachen Runde im Modus „Jeder gegen jeden“ ermittelt. Mitspielen dürfen die Meister der Landesverbände Rheinhessen, Saar, Rheinland und Pfalz. Am 6. und 7. Mai sowie den beiden darauffolgenden Wochenenden finden die Relegationsspiele statt. Fest steht aktuell nur die Teilnahme des TV Offenbach aus der Pfalz und des TV Niederwürzbach. Die SG Gösenroth-Laufersweiler hat im Rheinland beste Chancen, steht aber noch nicht endgültig als Meister fest. Rheinhessens Titelträger SF Budenheim II ist nicht zum Aufstieg berechtigt. Erster Nachrücker wäre der TV Bodenheim.

 

Tore für die SGH: Michael Bauer 6, Dawid Biskup 5, Philip Forster 4, Ralf Wilhelm 4/2, Domenic Theobald 3, Darius Kopp 2, Philipp Sauder 1. Tore für den TVN: Johannes Leffer 7, Maxi Bölke 6/1, Julian Ternette 5, David Leffer 4, Thorsten Bas 3, Fabian Germann 1, Yannick Pressmann 1. www.sis-handball.de






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