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"Das Wunder von Bern - ABBA - bitte mit Sahne", das Jubiläumskonzert des Männergesangvereins "Concordia 1891 Beckingen e. V."

"Das Wunder von Bern - ABBA - bitte mit Sahne", das Jubiläumskonzert des Männergesangvereins "Concordia 1891 Beckingen e. V."
Männergesangverein "Concordia 1891 Beckingen e. V."
28. Juli 2017

Am 5. Februar 1891 fanden sich zwölf Herren zusammen, um den ersten weltlichen kulturtragenden Verein der Gemeinde Beckingen zu gründen, die Concordia.

Der Männergesangverein „CONCORDIA 1891 Beckingen“ feierte also im Jahr 2016 seinen 125-jährigen Geburtstag. Leider mussten wir den geplanten Termin für das Jubiläumskonzert in 2016 absagen. Unser neuer Termin war jetzt der Samstag, 29. April 2017.

Die aufwändige Werbung in den letzten Wochen lockte ca. 400 Gäste in die Deutschherrenhalle. Die schön dekorierten Tische, Kerzenschein und die professionellen Lichteffekte der Bühne gaben dem Saal eine stimmungsvolle Atmosphäre. Zu unserer Freude war die Halle ausverkauft – es mussten sogar noch weitere Stühle gestellt werden.

Das Plakat und die Programme versprachen „Das Wunder von Bern … ABBA … bitte mit Sahne“ und gaben damit eine kurze Vorschau auf das geplante Programm.

An diesem Abend wurden keine großen Gratulationsreden geschwungen. Vielmehr startete der Männerchor nach einer kurzen Begrüßung direkt mit dem ersten Programmblock „Vielen Dank für die Blumen“, Unvergessene Melodien von Udo Jürgens, zusammengestellt und bearbeitet für Männerchor und Klavier von Sebastian Palz. Unter der Leitung von Florian Schwarz, am Klavier Sebastian Palz, präsentierte der Chor viele Ohrwürmer des Österreichischen Stars. Die Zuhörer stürmten mit uns das Kuchenbuffet „aber bitte mit Sahne“ oder genossen mit uns „Griechischen Wein“.

Dann ging es besinnlich zu bei „Diese Heuchelei halt‘ ich nicht länger aus, wir packen unsre Siebensachen und zieh‘n fort – aus diesem ehrenwerten Haus“. Und obwohl es hieß „Manchmal spielt das Leben mit Dir gern Katz und Maus“, schauen wir voller Optimismus in die Zukunft, denn „Mit 66 Jahren – da fängt das Leben an, da hat man Spaß daran“. Die Zuhörer waren begeistert von diesem Udo-Jürgens-Medley und bedankten sich mit großem Applaus.


Florian Schwarz machte seine Examen an der Bischöflichen Kirchenmusikschule in Trier, u. a. in Chorleitung. Er ist seit Februar 2014 musikalischer Leiter des Männerchors Concordia Beckingen. Sebastian Palz arrangierte alle Chorstücke des Abends. Er war von 1998 bis 2006 Dirigent der Concordia Beckingen und ist unseren Chören immer noch in Freundschaft verbunden. Er lebt und arbeitet als Lehrer und Musikererzieher in Schleswig-Holstein und kam für die letzten Proben und das Konzert extra aus Mölln zu uns.


Joachim Meyer vom Saarländischen Rundfunk führte an diesem Abend durch das Programm. Für ihn war es ein Heimspiel, denn „Die Concordia...für mich ein Stück meiner Kindheit. Mein Vater ist drin und war lange Jahre aktiver Sänger, heute Ehrenmitglied. Ich selbst durfte bei vielen Familiennachmittagen auf dem Fischerberg mit dabei sein.“

Da auf Jubiläumsreden bewusst verzichtet wurde, übernahm es Joachim, den Männergesangverein und einige Ehrengäste persönlich vorzustellen. Auf der Bühne und an den Tischen interviewte er die Schirmherrin des Abends, die Ministerin für Arbeit, Familie, Soziales, Prävention und Sport, Monika Bachmann, den Bürgermeister der Gemeinde, Herrn Erhard Seger, und Albert Bischof, den Ersten Vorsitzenden der Concordia.
Locker und unkonventionell stellte er so Ehrengäste und den Männerchor vor.

Nach dieser kurzen Auflockerung dann der Auftritt des gemischten Chors „Concordia mixed“, einem Projektchor, der sich unter der Leitung von Paul Maurer zu diesem Konzert wieder zusammengefunden hatte. „Concordia mixed“ präsentierte „ABBA - Super Hits” in einem Arrangement für gemischten Chor und Klavier von Sebastian Palz, am Klavier begleitet von Sebastian Palz. Die Sängerinnen und Sänger mit der Solistin Sibylle Maurer rissen das Publikum mit, als sie die Superhits wie Dancing Queen, Honey, honey, Mamma mia, Thank you for the music oder Waterloo interpretierten. Stürmischer Beifall war der Dank.
Paul Maurer ist seit seiner Jugend Sänger in der Concordia und darüber hinaus ausgebildeter Dirigent, der schon mehrere Chöre leitete. Zurzeit konzipiert, plant und leitet er das Projekt „Concordia mixed“.

Nach diesem Block nutzte Joachim Meyer wieder die Zeit, um weiter Prominente vorzustellen, darunter auch den Vorsitzenden des Kreischorverbands, Herrn Franz Meiers, und den Star unter unseren Solisten, Detlef Leistenschneider vom Stage-Theater Hamburg. Auch er war mehrmals extra aus Hamburg angereist, um bei unserem Konzert mitzuwirken.
Detlef Leistenschneider stammt aus dem Saarland und absolvierte seine Ausbildung zum Musicaldarsteller an der Hochschule der Künste in Berlin. Noch während des Studiums trat er in Düsseldorf und Berlin auf, bevor er dann unter anderem in Mainz, Essen und Hamburg engagiert war.


Zum ersten Mal an diesem Abend präsentierte er sich auf der Bühne mit „Detlef Leistenschneider live“ mit vier Songs, am Klavier begleitet von Franz Neidhöfer. Zu diesen Musicalhits gehörten ruhigere Stücke, z. B. von Udo Lindenberg und eine Hommage an seinen Vater. Der Fetzer aus dem „Schuh des Manitou“ „Ich trinke Ouzo, was trinkst Du so“ animierte die Zuhörer schließlich zum Mitklatschen und Mitsingen.


Es war ein Genuss, Detlef bei seiner Darbietung und seinem Gesang erleben zu dürfen.
Franz Neidhöfer ist studierter Musiker und Chorleiter und hat sich durch seine Verpflichtungen als Kammermusiker und Pianist inner- und außerhalb des Saarlandes einen Namen gemacht.

Den vierten Block des Programms gestaltete wieder unser gemischter Chor „Concordia mixed“. Er entführte das Publikum in die Welt des Hamburger Musicals „Das Wunder von Bern”, eingerichtet für Solo, gemischten Chor und Combo von Sebastian Palz, Konzeption und Leitung Paul Maurer.

„Das Wunder von Bern“ erzählt eine bewegende Familiengeschichte vor dem Hintergrund der Fußballweltmeisterschaft 1954: Der elfjährige Matthes lebt mit seiner Mutter und seinen Geschwistern in Essen. Seinen Vater, seit Jahren in Kriegsgefangenschaft, kennt er nicht. Matthes ist Fußballfan und findet in Nationalspieler Helmut Rahn eine Ersatzvaterfigur.
Doch eines Tages gerät Matthes’ Welt völlig aus den Fugen: Sein Vater Richard Lubanski kehrt überraschend aus der Kriegsgefangenschaft zurück. Wie Matthes und sein Vater zueinander finden und wie sie schließlich zur Weltmeisterschaft nach Bern fahren, das ist das „Wunder von Bern“.


„Concordia mixed“ und eine Combo aus 5 Profimusikern gestalteten den Hintergrund für die Solisten des Stückes: Detlef Leistenschneider spielte und sang die Hauptrolle als Richard Lubanski in Hamburg und bei uns in Beckingen, Alina Schiffmann sang die Rolle des Matthes und Sibylle Maurer die der Christa Lubanski. Passend zur Geschichte des „Wunders von Bern“ kamen besinnliche und traurige bis überschwängliche Songs zur Aufführung, wie z. B. „Ich will wieder heim“ als Solo von Detlef, „Hoch auf dem gelben Jakob“, „Wunder gescheh‘n“ oder „Wir beide könnten groß sein“.
Die Musik und die berührende Geschichte des „Wunders von Bern“, die Solisten Detlef Leistenschneider, Alina Schiffmann und Sibylle Maurer zusammen mit der Combo und unserem „Concordia mixed“ rissen den Saal mit. Mit stehenden Ovationen wurden Zugaben gefordert.


Sibylle Maurer studierte u. a. Gesang in Saarbrücken. Sie machte sich einen Namen als Solistin in vielen Aufführungen sowie als versierte Interpretin von Kunstliedern. Alina Schiffmann machte eine klassische Gesangsausbildung bei der Musikschule in Merzig. Gemeinsam mit ihrer Schwester Luisa gestaltete sie schon mehrere Veranstaltungen in der Gemeinde Beckingen mit.

Bei der nächsten Moderation hatte Joachim Meyer die gute Idee, eine Saalwette anzubieten: „Wenn sich spontan 4 Konzertbesucher/innen bereitfinden, in Zukunft bei der Concordia zu singen, so werde auch ich aktiver Sänger!“. Und es meldeten sich aus dem Publikum eine erfahrene Sängerin für den gemischten Chor und für den Männerchor drei neue Sänger, u. a der zukünftige Bürgermeister von Beckingen und ein bekannter Chorleiter. Die vier neuen und Joachim bekräftigten ihr Versprechen, in Zukunft bei der Concordia mitzusingen.

Nach der Saalwette und einer kurzen Moderation stand nun der letzte Block des Abends auf dem Programm, „Musicals und mehr“, wieder eingerichtet für Männerchor und Klavier von Sebastian Palz. Unser Männerchor unter der Leitung von Florian Schwarz und am Klavier begleitet von Sebastian Palz nahmen das Publikum mit auf eine Zeitreise durch die Musicalgeschichte, beginnend mit „Old man river“ von 1927. Ohrwürmer aus „My fair lady“, aus „Cats“ oder aus „Das Phantom der Oper“ animierten zum Mitsummen. Und schließlich ging‘s in die „Totale Finsternis“ aus „Tanz der Vampire“ von 1997. Auch hier war das Publikum wieder restlos begeistert.

Alle Solisten des Abends, alle Sängerinnen und Sänger und die Combo verabschiedeten sich dann in einem großen Finale von ihren Gästen. Zusammen interpretierten sie noch einmal „Wir beide könnten groß sein“ aus dem „Wunder von Bern“.

Zur Vorbereitung und an diesem Abend hatten alle perfekt zusammengearbeitet nach dem Motto „Wenn jeder tut, was er nur kann …“. Deshalb bedankten sich die Chöre am Ende der Veranstaltung mit kleinen Präsenten bei den Dirigenten, den Solisten, dem Arrangeur des Konzerts, den Technikern und den vielen anderen, die zum Gelingen des Abends beigetragen hatten. Und um mit der Stimme eines begeisterten Besuchers zu sprechen: „Die vielen Leute, die attraktive Aufmachung, die Stimmung generell, alles das ist ein dickes Kompliment wert. Chapeau!“




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