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Auf den letzten Drücker wird alles gut

Brotdorf
Auf den letzten Drücker wird alles gut
Roland Schmidt
3. Mai 2017

Nach einer dramatischen Saison kann sich Trainer Thomas Schmitt über den Klassenverbleib freuen – und über einen gelungenen Abschied. Foto: Heiko Britz
Nach einer dramatischen Saison kann sich Trainer Thomas Schmitt über den Klassenverbleib freuen – und über einen gelungenen Abschied. Foto: Heiko Britz

In der Seffersbachhalle wackelten am Samstag die Wände: Handball-Saarlandligist TuS Brotdorf hatte das Derby gegen den HC Schmelz mit 25:15 (12:8) gewonnen und den Klassenverbleib endgültig perfekt gemacht. Mehr als 250 Zuschauer erhoben sich nach dem Abpfiff von den Plätzen und feierten ihre Mannschaft mit stehenden Ovationen.

Bis zuletzt mussten die Fans mit ihrem Team zittern, bei einer Niederlage hätte der Abstieg gedroht. Nach der Schluss-Sirene sah dagegen alles gut aus: Brotdorf beendete die Saison auf Rang sieben, mit der drittbesten Tor-Bilanz im starken 14er-Feld. Einfach kurios. „Was für ein Finale. Ein perfekter Abschluss. Es ist unglaublich“, pustete Thomas Schmitt tief durch und hatte keine Zeit, das Erlebte sacken zu lassen. Um den scheidenden Trainer tanzten die Spieler im Kreis, grölten seinen Namen und genossen mit ihm den Beifall, der nach einer dramaturgisch kaum zu toppenden Saison einfach guttat. Die letzten Monate hatten Schmitt viele graue Haare gekostet. Nach dem missglückten Auftakt kam seine Mannschaft nur schwer in Fahrt, landete unerwartet in der Abstiegszone und trat dort lange Zeit auf der Stelle. Mit großem Teamgeist schafften die Wombats erst spät den Sprung aus dem Tabellenkeller. Trotz des fulminanten Endspurts mit 11:1 Punkten blieb es aber bis zuletzt spannend. Überraschender Beginn, dramatische Zuspitzung der Ereignisse, Happy End: ein Saisonverlauf wie ein Hitchcock-Krimi.

„Ein Drehbuch nach Maß. Ich bin stolz auf meine Jungs“, sagte Schmitt, der sich nach über drei Jahrzehnten als TuS-Trainer (Jugend, Aktive) keinen schöneren Abschied vorstellen konnte. Den unveränderten Kader wird künftig sein Nachfolger Markus Zeimet trainieren. Schmitt will sich eine Auszeit gönnen und weiter im Vorstand mitarbeiten. Unzählige Schulterklopfer und Lobeshymnen später hielt der Trainer dann noch einmal kurz inne: „Das war überaus emotional für mich. Ich war echt gerührt, und ich werde meine Wombats sehr vermissen.“






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