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Ein Sieg – nichts für schwache Nerven

Brotdorf
Ein Sieg – nichts für schwache Nerven
Roland Schmidt
12. April 2017

Der Handball-Saarlandligist TuS Brotdorf hat sich mit dem 28:26-Erfolg zuhause gegen den SV Zweibrücken II wichtige Punkte im Kampf um den Klassenverbleib gesichert. Aber nach Ostern geht das große Zittern weiter.
Brotdorfs Christian Schneider beißt mit dem Ball in der Hand die Zähne zusammen und zieht ab, Zweibrückens Sebastian Mathieu (Zweiter von rechts) hält sich zurück. Schneider erzielte beim 28:26-Sieg vor etwa 150 Zuschauern in der Seffersbachhalle einen Treffer. Foto: Heiko Britz
Brotdorfs Christian Schneider beißt mit dem Ball in der Hand die Zähne zusammen und zieht ab, Zweibrückens Sebastian Mathieu (Zweiter von rechts) hält sich zurück. Schneider erzielte beim 28:26-Sieg vor etwa 150 Zuschauern in der Seffersbachhalle einen Treffer. Foto: Heiko Britz

„Das war heute nichts für schwache Nerven, ein echter Arbeitssieg“, sagte Thomas Schmitt in der Seffersbachhalle – und stöhnte. Er schnaubte nach dem Abpfiff erst mal tief durch. Der Trainer des Handball-Saarlandligisten TuS Brotdorf freute sich über den 28:26 (12:13)-Heimsieg am vergangenen Sonntag gegen den Tabellenachten SV Zweibrücken II. Und über zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Dass es kein Zuckerschlecken werden würde, hatte Schmitt kommen sehen. Trotzdem wirkte er ziemlich geschafft. „Nachdem die Konkurrenten im Kampf um den Klassenverbleib ihre Spiele am Vortag gewonnen hatten, war der Druck sehr groß“, erklärte der TuS-Trainer nach dem launenhaften Auftritt des Tabellenzwölften aus Brotdorf. Dabei starteten die Gastgeber vor etwa 150 Zuschauern nicht schlecht. Sie führten nach einem Tor von Elias Ebert mit 4:1 (9. Minute). Nach einer Viertelstunde stand es aber 9:10. Zwei verworfene Strafwürfe sowie zu viele leichte Fehler im Spielaufbau rächten sich. Die Fans waren geschockt. Kollektive Erleichterung gab es übrigens vor dem Anpfiff. Weltmeister Christian Schwarzer, der gelegentlich bei den Gästen mitspielt, tauchte im Spielberichtsbogen nicht auf.

Aber auch ohne Tore des Weltmeisters lag Zweibrückens Reserve zur Pause mit 13:12 in Führung. „Wir haben uns schwer getan. Dabei standen beim SV nur sechs Feldspieler im Aufgebot. Vielleicht haben wir den Gegner unterschätzt“, suchte TuS-Rückraumspieler Lucian Scheid nach Erklärungen. Nach dem Seitenwechsel wurde Brotdorf aber stärker – und glich zum 15:15 aus (36.).

Dank Brotdorfs Linkshänder Nikolas Jung, der nun Tore aus allen möglichen Positionen machte, drehten die Gastgeber das Ergebnis. Über 20:16, 22:20 sowie 25:20 in der 52. Minute zogen sie auf 27:22 (55.) davon. Nach Jungs sechstem Treffer war die Partie gelaufen. Dem SV Zweibrücken II gelang am Ende nur noch eine Ergebniskorrektur.

Die Freude über die Punkte war beim TuS Brotdorf groß. Aber die Rettung im Abstiegskampf war es noch nicht. Stand jetzt werden drei der 14 Mannschaften in der Saarlandliga in die Verbandsliga absteigen. Das abgeschlagene Schlusslicht HSG Ottweiler-Steinbach (8 Punkte) steht als Absteiger fest. Der Tabellenvorletzte TuS Elm-Sprengen (17 Punkte) könnte mit dem Tabellenelften HSG Dudweiler-Fischbach, der mit 21 Punkten auf dem ersten sicheren Platz steht, noch gleichziehen. Der TuS Brotdorf hat 19 Punkte auf dem Konto, aber noch ein Spiel mehr zu absolvieren.

Das Restprogramm – nach Ostern geht es weiter – ist für keine Mannschaft leicht: Dudweiler-Fischbach genießt gegen den feststehenden Meister TV Niederwürzbach Heimrecht und spielt dann beim Tabellensechsten TV Merchweiler. Elm-Sprengen tritt beim Tabellenzehnten HG Saarlouis II an und hat den siebten SGH St. Ingbert zu Gast. Auf Brotdorf wartet das Lokal-Duell beim Tabellenzweiten HC Dillingen-Diefflen, die Partie in St. Ingbert und das Heim-Derby gegen den Fünften HC Schmelz.

Die Tore für den TuS Brotdorf erzielten: Timm Reinert (9/6), Nikolas Jung (6), Lucian Scheid (5/1), Matthias Böhm (3), Ralf Kreibig (2), Marvin Hoff (1), Elias Ebert (1), Christian Schneider (1).






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