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Ensemble der Theaterwerke Bietzen führt Noch ist Polen nicht verloren auf

Noch ist Polen nicht verloren
Ensemble der Theaterwerke Bietzen
6. Juni 2017

Polen im Jahr 1938: Das ganze Land ist von den Nationalsozialisten besetzt. Doch das Ensemble des Posener Stadttheaters hat genug.

Die Schauspieler und ihr Regisseur planen die Flucht – jedoch nicht, ohne den Nazis zuvor noch eins auszuwischen. Was genau die Truppe plant, können Zuschauer am Freitag und Samstag, 16. und 17. Juni, in der Krypta der Pfarrkirche St. Martin in Bietzen (Menninger Straße 71) erfahren. Dann bringt das Ensemble der Theaterwerke Bietzen die Komödie Noch ist Polen nicht verloren auf die Bühne. Die Aufführungen beginnen um 20 Uhr; Einlass (mit Sektempfang) ist eine halbe Stunde vor Beginn. Der Eintritt ist frei.

Jürgen Hofmanns Komödie Noch ist Polen nicht verloren basiert auf dem Film Sein oder Nichtsein von Ernst Lubitsch. „Das Stück bietet alles, was man sich wünschen kann: Tragik, Heldentum und ganz viel Humor“, sagt Regisseur David Schöneberger. „Ein perfektes Stück für uns!“

Nach dem Einmarsch der Wehrmacht in Polen muss das Posener Stadttheater seine Nazi-Satire vom Spielplan streichen. Statt Hitler steht Hamlet auf der Bühne. Josef Tura, Star des Theaters, freut sich auf seine Paraderolle, doch hinter der Bühne brodelt es: Aus Schauspielern, Regisseuren und Souffleusen werden Partisanen und Spione im Kampf gegen die deutschen Besatzer. Und die Kostüme und Requisiten der verbotenen Nazi-Satire spielen letztendlich doch noch eine wichtige Rolle. Bald beginnt ein Verwirrspiel um echte und falsche Bärte, Agenten und Gestapo-Chefs. Und Tura spielt die Rolle seines Lebens.

Die Hälfte der freiwilligen Zuschauerspenden und der Einnahmen aus dem Getränkeverkauf gehen an EXIT-Deutschland, eine Initiative, die ehemaligen Neo-Nazis beim Ausstieg aus der rechtsextremen Szene hilft. „Wir wollen nicht nur mit dem Stück ein Zeichen gegen Faschismus setzen“, erklärt Johannes Adams, Erster Vorsitzender der Theaterwerke Bietzen, „sondern auch jenseits der Bühne einen Beitrag leisten.“

Die Besetzung
Josef Tura: Wiebke Neu, Maria Tura: Elisa Brausch, Bronski: Adrian Froschauer, Grinberg: Raphaela Wagner, Kasparek: Martin Klein, Dobosch: Oliver Pitsch, Magdalenchen: Manon Colas, Andrzeij Stasnik: Johannes Biermann, Gruppenführer Erhard: Daniel Spanier, Schulz: Svenja Trampert, Professor Siletzky: Mathias Wittling, Marisya: Lisa Long, Beamte/SS-Offizierin: Melanie Duhr






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