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Ping Pong kennt nicht Alt und Jung: An der grünen Platte kämpfen „Oldtimer“ und „Youngster“ der Tischtennisfreunde Saarhölzbach gemeinsam um Punkt, Satz und Sieg

Ping Pong kennt nicht Alt und Jung
An der grünen Platte kämpfen „Oldtimer“ und „Youngster“ der Tischtennisfreunde Saarhölzbach gemeinsam um Punkt, Satz und Sieg
Erich Brücker
21. Februar 2017

Hoffnung auf den Fortbestand der Tischtennisfreunde haben die Jungen und Mädchen, die den Sport derzeit mit ihren Betreuern Dietmar Sieren (li) und Christoph Hammes erlernen. Fotos: Erich Brücker
Hoffnung auf den Fortbestand der Tischtennisfreunde haben die Jungen und Mädchen, die den Sport derzeit mit ihren Betreuern Dietmar Sieren (li) und Christoph Hammes erlernen. Fotos: Erich Brücker

Schon seit 50 Jahren wird im Mettlacher Gemeindebezirk Saarhölzbach Tischtennis gespielt. Zunächst von 1967 fünf Jahre lang als Sparte des Turnvereins. Nach diesen Anfangserfahrungen beschloss eine Gruppe interessierter Tischtennisspieler 1972, einen eigenständigen Verein zu gründen, die Tischtennisfreunde Saarhölzbach.

Zum ersten Vorsitzenden wählten die Jungs Siegbert Müller. „Die Liebe zum kleinen weißen Zelluloidball, zum Teamgeist und der Kameradschaft, aber auch zur Geselligkeit haben unseren Verein 45 Jahre alt werden lassen“, betont der Gründungsvorsitzende. Das Goldene Vereinsjubiläum in fünf Jahren sollte schon noch gefeiert werden, so seine Ansicht, zumal der 87 Mitglieder zählende Verein innerhalb des Dorfgeschehens mit seinen außersportlichen Aktivitäten eine feste Größe im Veranstaltungskalender des Heimatortes ist.

Auch wenn es derzeit mit nur 15 aktiven Spielern, die allerdings in der Seniorenmannschaft Ü 40 spielen, übrigens die einzige Mannschaft der Tischtennisfreunde. Dazu haben sie ein Alter von 40 bis nahezu 80 Jahren. Einige der Gründer sind heute noch aktive Spieler. „Einerseits ist das gut, denn Tischtennis kann von Kindsbeinen bis ins hohe Alter gespielt werden, sowohl allein im Einzel als auch innerhalb einer Mannschaft mit großem kämpferischem Einsatz, aber auch nur als Hobbyakteur zur Erhaltung der eigenen körperlichen Fitness“, hält Müller große Stücke von seinem Hobby.

 

Seniorenmannschaft hält das Zepter hoch

Der 75-Jährige ist auch noch aktiv. Kein Wunder also, der Verein kämpft um sein Überleben. Es fehlt auch an aktiven Herrenspielern. Einheimische Spieler aus dem 1700-Seelen-Ort gibt es schon noch, die aber in den Nachbarvereinen an den Tischtennisplatten ihre Meisterschaftsspiele bestreiten.

 

 

„Diese Spieler müssten wir wieder für unseren Verein gewinnen“, betont Müller. Daran arbeite man intensiv. Mut macht aber auch, die nächsten Jahre zu überstehen, dass immerhin zehn bis zwölf junge Mädchen und Jungen den Tischtennissport erlernen und regelmäßig ihre wöchentlichen Trainingsabende in der Saartalhalle besuchen. „In der nächsten Saison sollen sie in den Meisterschaftsspielen ihr Können mit dem kleinen Zelluloidball an den Tischtennisplatten zeigen“, sagt Betreuer Christoph Hammes, der zusammen mit Kassierer Dietmar Sieren für den jüngsten Nachwuchs zuständig ist. Stichwort Saartalhalle. Dort trägt der Verein seine Meisterschaftsspiele aus, hat dort aber auch einen tollen Clubraum. Alle vier Wände zieren Meisterschaftsbilder, Urkunden und Pokale, dokumentieren eindrucksvoll die erfolgreichen Zeiten der Tischtennisfreunde. Diese Glanzzeiten des Vereins waren die Siebziger bis Neunziger Jahre. Etwa zehn Mannschaften aller Altersklassen, ob Jungen, Mädchen oder Männer und Frauen haben den Sport betrieben. Leider Vergangenheit.

 

Glanzzeit waren die Siebziger bis Neunziger

Mit zwei aktiven Mannschaften und einer Schülermannschaft wurde damals die erste Saison bestritten. Und das mit viel Erfolg, gleich zwei Aufstiege konnten gefeiert werden. Während die erste Mannschaft mit der Vizemeisterschaft in der Kreisliga A den Aufstieg in die Bezirksliga West schaffte, erreichte die zweite Mannschaft den Aufstieg in die B-Klasse.

 

Die Schülerelf mit Wolfgang Scholer, Stefan Scholer, Andreas Schramm, Armin Oswald und Josef Thieser toppte diese Erfolge. Sie wurde ungeschlagen Meister in der Gruppe Merzig, dazu Saarlandmeister, Kreispokal- und Saarlandpokalsieger. Die große Zahl aller Meisterschaften und Titel auf Gemeinde-, Kreis- und Landesebene aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen.

Siegbert Müller, der Gründungsvorsitzende schlug neben seiner Spielerkarriere auch eine Funktionärskarriere im Saarländischen Tischtennisbund (STTB) ein.

Auf dem Verbandstag des STTB 1990 wurde er zum Landesseniorenwart und Klassenleiter der Saarlandliga gewählt und übte das Amt ohne Unterbrechung bis 2012 aus. Neben Auszeichnungen des Tischtennisverbandes wurde Müller 2006 mit der Sportplakette des Saarlandes von der damaligen Innen-und Sportministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ausgezeichnet. Außerdem erhielt er 2012 den von Eberhard Schöler gestifteten Senioren Ehrenpokal für hervorragende Verdienste um den Deutschen Seniorensport. Zudem wird er auf Vorschlag des Präsidiums zum Ehrenmitglied im STTB ernannt.

 

Zum Thema:

 

Auf einen Blick Die Vorsitzenden der TTF Saarhölzbach seit Vereinsgründung: 1972 - 1980 Siegbert Müller; 1980 – 1982 Manfred Steinbach; 1982 – 1987 Norbert Scholer; 1987 – 1989 Helmut Ollinger; 1989 – 1993 Siegbert Müller; 1993 – 1999 Kurt Kiefer; 1999 – 2010 Manfred Steinbach; 2010 – 2014 Mathias Simmer; ab 2014 Heinz Döhn. Aktueller Vereinsvorstand: 1. Vorsitzender: Heinz Döhn; 2. Vorsitzender: Norbert Kiefer; Schriftführer/Pressewart: Andrea Steinbach; Kassierer: Dietmar Sieren; Gerätewart: Gisela Kiefer; Beisitzer: Manfred Steinbach Michael Brill und Marga Klein.




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