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Bunte Kunstpalette: Der Verein Kultur am Tor lässt keine Kunstform draußen vor der Tür

Bunte Kunstpalette
Der Verein Kultur am Tor lässt keine Kunstform draußen vor der Tür
Erich Brücker
21. Februar 2017

Wenn Rena Bergling aus dem Mittelater erzählt, hat er stets aufmerksame Zuhörer.
Wenn Rena Bergling aus dem Mittelater erzählt, hat er stets aufmerksame Zuhörer.

Ein noch junger und kleiner Verein mit rund 20 Mitgliedern aus dem Ort und der Hochwaldregion ist „Kultur am Tor“ im Hochwaldort Nunkirchen, aber äußerst rege und erfolgreich. Es ist ein kulturtreibender Verein, wie es der Name vermuten lässt. Vorsitzender René Bergling, vor über 50 Jahren in Hessen geboren und vor 23 Jahren in den Hochwaldort Nunkirchen gezogen, steht der SaarZeitung Rede und Antwort über den Verein, den er mit weiteren Kulturfreunden aus der Taufe gehoben hat.

 

 

Der Name lag auf der Hand

„Eine Handvoll Leute hatte 2004 die Idee, in Nunkirchen Kleinkunstveranstaltungen anzubieten und eine Bühne für Musiker, Kabarettisten, Maler und Schriftsteller aus der unmittelbaren und auch der weiteren Region zu schaffen“, blickt der Vereinschef auf die Anfänge zurück. Die Namensfindung war für die Vereinsmitglieder kein Problem. „Einerseits trägt Nunkirchen den Beinamen ‚Das Tor zum Hochwald‘. Denn wer von Süden her nach Nunkirchen einfährt, oder wer vom ‚Bammersch‘ herunter von Westen über Norden bis nach Osten blickt, dem erschließt sich unmittelbar die fantastische Aussicht über den Ort hinweg auf die Höhenzüge an der nördlichen Landesgrenze mit ihren weiteren Ortschaften im Grünen Landkreis“, klärt Bergling auf. Andererseits war das ehemalige Wahrzeichen des Ortes ein steinerner Torbogen, welcher die Pfarrkirche Herz-Jesu und das Pfarrhaus über die Straße hinweg miteinander verband. „Das waren zwei gute Gründe für den neuen, kulturtreibenden Verein, sich auch namentlich mit dem ‚Tor‘ zu identifizieren und dies mit dem Logo zu dokumentieren“, ergänzte der Kulturfreund. Im Laufe der Zeit schlossen sich dem Verein „Kultur am Tor“ weitere Mitglieder an. Sie geben die Hoffnung nicht auf, doch eines Tages durch ihre ehrenamtliche Vereinsarbeit Geld für die Neuerrichtung des Torbogens auf der hohen Kante zu haben. Mit vereinten Kräften und voller Ideen sei man an die Arbeit gegangen, habe geplant und organisiert, um Projekte in Kunst und Kultur für den Ort anzubieten. Im Jahre 2005 begann ‚Kultur am Tor‘ mit seiner ersten, erfolgreichen Veranstaltungssaison.

 

Es folgte eine bunte Vielfalt an Kleinkunst, wie Lesungen heimischer Schriftsteller, Vernissagen, Liedermacher-, Gitarren- und Kirchenkonzerte, Kabarettabende, Schlossbesichtigung, Märchenlesungen für Kinder, Literarische Abende am Kaminfeuer mit musikalischer Begleitung, Kurzgeschichten und Balladen. „Die Eintrittspreise sind für Jedermann und Frau erschwinglich.

„Bei wechselnden Veranstaltungsorten in Münchweiler und Nunkirchen, werden unsere Abende regelmäßig gut besucht, und das quer durch alle Altersstufen“, ziehen Bergling und seine Mitstreiter ein zufriedenstellendes Resümee über die bislang zwölf Jahre dauernde Vereinstätigkeit. Die Natur und die Geschichte der Heimat sind für die Vereinsmitglieder ebenfalls von Interesse. Im September 2010 wurde der 27 Kilometer lange Sagen-Rundwanderweg, der Hannejuschtweg durch und rund um Nunkirchen eröffnet. Sein Namensgeber ist kein Geringerer als der wilde Jäger Hannejuscht, der vor einigen hundert Jahren mit zwei Hunden durch die Nunkircher Wälder gestrichen sein soll.

 

Unterwegs mit dem Jäger Hannejuscht

Mit jahreszeitlichen Führungen und jeder Menge Gedichten, Geschichten und Sagen begleitet der Vorsitzende seitdem die Wanderer und Geschichtsinteressierten auf dem Hannejuscht-Wanderweg, und das in einem historischen Gewand des spätmittelalterlichen Schreibers und Erzählers Renatus vom Hügel.

 

Eine weitere erfolgreiche Errungenschaft des Vereins ist die Bücherei Eselsohr. Diese wurde im November 2008 im Sitzungszimmer des Saalbaus/Pfarrheims eröffnet.

Das Ausleihen der Bücher ist kostenfrei. Zum Repertoire der Bücherei gehören Romane, Krimis, Thriller und historische Romane. Nach Möglichkeit hält das Bücherei-Team stets die aktuellen Bestseller bereit. „Die Bücherei finanziert sich ausschließlich aus Spenden und Einnahmen aus einem Frühlingsfest und anderen Aktivitäten unserer motivierten Eselsohren“, betont der Vorsitzende.




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