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Das Feuerwehrgerätehaus wird gebaut

Wadrill
Das Feuerwehrgerätehaus wird gebaut
Erich Brücker
20. März 2017

Was lange währt, wird endlich gut. Das trifft auch auf das Feuerwehr- Gerätehaus in Wadrill zu. Am Samstag war endlich Spatenstich.
Die Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr erledigten mit Bravour den Spatenstich, schließlich wird auch für sie das neue Gerätehaus gebaut. Fotos: Erich Brücker
Die Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr erledigten mit Bravour den Spatenstich, schließlich wird auch für sie das neue Gerätehaus gebaut. Fotos: Erich Brücker

„Nach über neun Jahren der Hoffnung, des Ärgers und der Enttäuschung über die Vorgehensweise für den Bau unseres neuen Feuerwehrgerätehauses ist der Spatenstichs für uns Floriansjünger vom Löschbezirk Wadrill ein ganz besonderer Anlass, geradezu ein Meilenstein. Denn heute ist klar, anders als beim Stadionbau in Saarbrücken, unser Feuerwehrgerätehaus wird nun in der Seelbachstraße endlich gebaut“, freute sich Löschbezirksführer Markus Hassler am Samstag vor versammelter Mannschaft, den Kameraden der Altersabteilung und dem Wehr-Nachwuchs.

Sein Dank galt seinem Vorgänger und Ehrenlöschbezirksführer Raimund Hassler, zufällig sein Vater, der sich für seinen Löschbezirk über Jahre auf die Hinterbeine gestellt hatte, sich nicht entmutigen ließ und vehement für den Neubau gekämpft hatte. Er dankte aber auch Bürgermeister Jochen Kuttler für seinen Einsatz, der Geldquellen erschloss, damit überhaupt gebaut werden konnte. Der Bürgermeister führte die Riege der Stadt- und Ortsratsmitglieder, Verwaltungsmitarbeiter sowie zahlreiche interessierter Mitbürger an. Unter ihnen weilten auch der ehemalige Bürgermeister Fredi Dewald und Ehrenortsvorsteher Josef Koch, aber auch ein ganz wichtiger Geldgeber für dieses Vorhaben, nämlich Innenminister Klaus Boullion, der mit der Übergabe seines Schecks über 449 213 Euro für viel Freude bei den Floriansjüngern und dem Verwaltungschef sorgte. „Eigentlich könnte man den aufrunden auf 500 000 Euro“, sagte er und sorgte für weitere gute Stimmung. Zusätzlich hatte Boullion noch einen Scheck über 475 406 Euro dabei, den er dem Verwaltungschef für Straßensanierungsmaßnahmen innerhalb der Hochwaldstadt überreichte. „Die Gelder werden wohl gut angelegt sein“, hoffte der Minister. „Es war ein weiter Weg bis hierhin“, fasste Bürgermeister Jochen Kuttler die jahrelange Diskussion um die Finanzierung und den Standort des neuen Feuerwehrgerätehauses zusammen. „Zum einen mussten wir von der ursprünglichen Bausumme von mehr als 1,2 Millionen Euro deutlich runter, zum anderen war es uns wichtig, einen Standort zu finden, der die Zusammenarbeit von Löschbezirken auf lange Frist eher möglich macht, statt sie zu verhindern. Beides ist uns gelungen, darauf darf man heute ruhig ein wenig stolz sein“, so der Verwaltungschef, der auch der Landesregierung für ihr Engagement herzlich dankte. „Sowohl das Innenministerium als auch die Landesplanung haben uns mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Der ständige und intensive Kontakt hat sich ausgezahlt“, wandte sich der Bürgermeister an die Landespolitik in Saarbrücken, die den Wadriller Neubau hälftig mitfinanziert hat.

„Der Löschbezirk Wadrill mit seinen 43 aktiven Wehrmännern und 16 Jungen und Mädchen in der Jugendfeuerwehr wird nunmehr rechtzeitig zu seinem 90- jährigen Jubiläum ein adäquates Gerätehaus erhalten, das seinen Anforderungen und Aufgaben im Brandschutz und der technischen Hilfe gerecht wird“, sagte Stadtwehrführer Markus Linnig. Zudem wird seit Jahren in Wadrill die Ausbildung der Sprechfunker auf Kreisebene durchgeführt. Auch ist dort der Gerätewagen für Information und Kommunikation des Katastrophenschutzes stationiert. Alle diesen Anforderungen war das 60 Jahre alte Gerätehaus in der Mühlenstraße nicht mehr gewachsen. Sein Dank galt ebenfalls allen Beteiligten für ihren unermüdlichen Einsatz bei der Realisierung des Neubaus. „Es ist ein schöner Tag für unsere gut ausgerüstete Feuerwehr im Ort. Sie wird mit ihrem neuen Domizil sicherlich ordentlich umzugehen wissen“, gratulierte auch Ortsvorsteher Joachim Brücker.






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