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Inklusion in beide Richtungen: Die Reha-Sportarten bei der BSG Wadern haben es in sich – Beim Sitzball geht es rasanter zu als man glauben mag

Inklusion in beide Richtungen
Die Reha-Sportarten bei der BSG Wadern haben es in sich – Beim Sitzball geht es rasanter zu als man glauben mag
dst
21. Februar 2017

Aus dem Sitzen heraus muss der Ball über die gespannte Schnur am Gegner vorbei gespielt werden. Foto: Hartmann Jenal
Aus dem Sitzen heraus muss der Ball über die gespannte Schnur am Gegner vorbei gespielt werden. Foto: Hartmann Jenal

Nach den Feierlichkeiten im letzten Jahr zum 40. Jubiläum des BSG Wadern Reha- und Sportverein ist für die 65 Mitglieder der Alltag wieder eingekehrt. Keine Zeit, sich auf den Lorbeeren auszuruhen, denn es gilt, die vielen Angebote aufrecht zu erhalten, die nächsten Veranstaltungen zu planen und nicht zuletzt sich der großen Verantwortung zu stellen, die der für Reha-Sport zertifizierte Verein auf sich genommen hat.

„Wir werden weiterhin versuchen, alle Sportarten und Reha-Maßnahmen im Angebot zu haben, die uns zuletzt auszeichneten“, verspricht der Vorsitzende Alfons Scheiber. „Auch wenn das in manchen Bereichen nicht ganz so einfach ist.“

 

Fußballtennis, Bosseln und Kegeln fielen aus dem Programm

 

Scheiber spricht hier vor allem die Sportabteilung der Sitzballer an, wo das Team der BSG zwar über die Grenzen des Saarlandes hinaus bekannt ist, wo aber auch nur wenige andere Mannschaften aktiv für Spielvergleiche in Betracht kommen.

„Der Sitzballsport ist doch relativ unbekannt“, so Scheiber, der selbst viele Jahre lang aktiv spielte und „den einen oder anderen Pokal abgeräumt hat“, wie er sagt.

Ein bisschen die Werbetrommel rühren für „seinen Sport“ möchte Scheiber schon, denn zurzeit ist Sitzball die einzige Mannschaftssportart, die der BSG Wadern noch anbietet. Und die möchte er auch weiterhin halten, nachdem Fußballtennis, Bosseln und Kegeln mangels Teilnehmern aus dem Programm gefallen sind.

„Sitzball ist sowohl für Behinderte als auch für Nichtbehinderte eine rasante und anspruchsvolle Mannschaftssportart, die jede Menge Spaß im Team bringt und die körperliche Rehabilitation, aber auch die Koordination nachträglich fördert“, beschreibt Scheiber. „Schade, dass es Sitzballvereine nur noch in Pirmasens, Emmelshausen und Hermeskeil gibt. Das ist nicht gerade um die Ecke.“

Neben den sonstigen Reha-Maßnahmen wie Gymnastik, Wassergymnastik und Schwimmen, die allesamt gut besucht sind, ist Sitzball eine gute Alternative und Möglichkeit, sich auch mal im Wettkampf zu messen.

Alfons Scheiber sieht trotzdem positiv in die Zukunft. „Der Verein und die Mitglieder sind weiterhin voller Tatendrang“, betont er. „Während früher die Mitglieder mit körperlichen Beeinträchtigungen noch in der Mehrzahl waren, hat sich das mittlerweile geändert. Auch nichtbehinderte Menschen haben erkannt, wie wichtig die Gesundheitsvorsorge ist und wie gut ihnen unsere Angebote tun.“

 

Weiter voller Tatendrang

 

Die Inklusion, so könnte man sagen, geht fortan nicht nur mehr in eine Richtung. Dass dem so ist, dafür hat sich die BSG Wadern über viele Jahre hin stark gemacht. Und sie wird es auch weiterhin tun.

 

Zum Thema:

 

Auf einen Blick Wenn Sie mal bei einem Sitzballspiel zuschauen möchten, kommen Sie doch einfach zu den Trainingszeiten vorbei. Die Sitzballer treffen sich jeden Montag von 19 – 20.30 Uhr in der Herbert-Klein-Halle in Wadern. Mitmachen ausdrücklich erlaubt! Weitere Informationen zum Verein erhalten Sie bei Alfons Scheiber (Vorsitzender) Tel. (06871) 71 18 Mail: snoflascheiber@web.de




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