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Spielvereinigung Lockweiler-Krettnich: Jubiläum in Lockweiler soll auch Leukämiepatient helfen

Jubiläum in Lockweiler soll auch Leukämiepatient helfen
SV Lockweiler-Krettnich
19. Juni 2017

90 Jahre Fußballgeschichte werden von Freitag, 7. Juli, bis Sonntag, 9. Juli, in Lockweiler gefeiert. Neben Spiel, Spaß und Fußball steht auch ein sehr ernstes Thema im Mittelpunkt: Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke.
90 Jahre Fußballgeschichte werden von Freitag, 7. Juli, bis Sonntag, 9. Juli, in Lockweiler gefeiert.
90 Jahre Fußballgeschichte werden von Freitag, 7. Juli, bis Sonntag, 9. Juli, in Lockweiler gefeiert.

Zusammen mit der Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands erster Stammzellspenderdatei, hofft man auf Seiten des Vorstands möglichst viele potentielle Spender im Alter von 18 bis 40 Jahren für diese gute Sache gewinnen zu können.
Seitdem im Jahr 1927 auf Initiative der katholischen Kirche die "Deutsche Jugendkraft (DJK)" gegründet wurde, gibt es im Waderner Ortsteil Lockweiler einen geordneten Fußballbetrieb.1933 wurde schließlich die Spielvereinigung Lockweiler-Krettnich gebildet.

Für das 90-jährige Bestehen will man am Samstag die Freunde aus der Region – Familien, Hobby- und Theken-Mannschaften – zu allerlei Wettbewerben auf den Sportplatz in der Mittelbach einladen: Elfmeterschießen, Dosenwerfen, Fußballbowling und Sackhüpfen. Der Sonntag steht dann ganz im Zeichen des Fußballs: Nach einer Matinee mit Ehrungen langjähriger Mitglieder und einem deftigen Mittagessen werden die Spiele des VfL Primstal gegen FC Noswendel-Wadern und des SV Lockweiler-Krettnich gegen den SG Neunkirchen-Selbach mit Spannung erwartet.

Samstags und sonntags besteht auch die Gelegenheit Gutes zu tun: Jedes Jahr erkranken allein in Deutschland etwa 11 000 Menschen an Leukämie - viele hiervon Kinder und Jugendliche. Wenn Chemotherapie und Bestrahlung nicht helfen, ist eine Stammzelltransplantation die letzte Chance, was jedoch nur funktioniert, wenn sich genügend gesunde Spender als mögliche Lebensretter zur Verfügung stellen. In Spenderdateien, wie beispielsweise der weltweit vernetzten Stefan-Morsch-Stiftung aus dem rheinland-pfälzischen Birkenfeld, sind derzeit mehr als 29 Millionen Menschen registriert. Dennoch ist es heute nach wie vor ein glücklicher Zufall, einen passenden Spender zu finden. Michael Berlt, Vorsitzender des Fördervereins des SV Lockweiler-Krettnich, will dem Glück durch einen Aufruf zur Typisierung auf die Sprünge helfen: „Mit jedem neu gewonnenen Spender erhöht sich die Chance, dass einem an Leukämie erkrankten Menschen geholfen werden kann.“

Am Info-Stand der Stiftung werden in einem Gesundheitsfragebogen die wichtigsten Ausschlusskriterien abgefragt – etwa schwere Vorerkrankungen, starkes Übergewicht und die Zahl der Schwangerschaften. Ist der Fragebogen vollständig ausgefüllt und unterschrieben, wird eine Speichelprobe entnommen. Diese Probe wird im Labor der Stefan-Morsch-Stiftung analysiert und die für eine Transplantation wichtigen Gewebemerkmale (HLA-Werte) in der Spenderdatei der Stiftung gespeichert. Das bedeutet: HLA-Werte, Alter und Geschlecht sowie weitere transplantationsrelevante Werte werden anonym hinterlegt. Gemeinsam mit der Spendernummer werden diese an das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) übermittelt, um für weltweite Suchanfragen von Patienten zur Verfügung zu stehen.

Michael Berlt erklärt: „Wir als Verein sind geübte Teamarbeiter. Vielleicht können wir auch helfen, dass an Leukämie erkrankte Menschen eine Chance auf Heilung bekommen.“

Sollten Sie noch Fragen haben – die Stefan-Morsch-Stiftung ist unter der gebührenfreien Hotline 08 00 - 766 77 24 oder über info@stefan-morsch-stiftung.de erreichbar. Auf der Homepage www.stefan-morsch-stiftung.de oder via Facebook kann man sich ebenfalls informieren.

Wie funktioniert eine Stammzellspende?
Um die Stammzellen beim Spender zu entnehmen, gibt es heute zwei Varianten: Bei der klassischen Methode der Knochenmark-Entnahme entnehmen Mediziner die Stammzellen aus dem Beckenknochen des Spenders. Dieser Eingriff dauert zirka eine Stunde. Die zweite Methode ist die Entnahme peripherer Blutstammzellen aus dem Blut – ähnlich wie bei einer Plasmaspende oder Dialyse. Dazu wird dem Spender vorher ein körpereigener Botenstoff verabreicht, der die Stammzellen aus dem Knochenmark in das Blut übergehen lässt. Dieser Botenstoff löst beim Spender im Vorfeld oft grippeähnliche Symptome – wie Kopf- und Gliederschmerzen aus. Diese verschwinden aber mit der Entnahme der Stammzellen.

Die Stefan-Morsch-Stiftung mit Sitz in Birkenfeld ist die älteste Stammzellspenderdatei Deutschlands. Unter dem Leitmotiv “Hoffen – Helfen – Heilen“ bietet die gemeinnützige Stiftung seit 1986 Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke. Hauptziel der Stiftung ist, Menschen zu werben, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. So werden täglich Stammzell- oder Knochenmarkspender aus der stiftungseigenen Spenderdatei von mehr als 450 000 potentiellen Lebensrettern weltweit vermittelt. Die Stiftung ist Mitglied der Stiftung Knochenmark- und Stammzellspende Deutschland (SKD).






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