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Der Wille war entscheidend

Eppelborn
Der Wille war entscheidend
Lucas Jost
29. März 2017

Die Handballfreunde Illtal besiegen die Sportfreunde Budenheim zuhause mit 36:30.
Illtals Trainer Steffen Ecker (MItte) konnte am Sonntag mit seinen Jungs sehr zufrieden sein. Foto: Horst Klos
Illtals Trainer Steffen Ecker (MItte) konnte am Sonntag mit seinen Jungs sehr zufrieden sein. Foto: Horst Klos

Mit einer „unglaublichen Energieleistung“, wie Zebra-Coach Steffen Ecker es nannte, besiegten die Handballfreunde Illtal die Sportfreunde Budenheim am Sonntagabend mit 36:30 (16:12). 400 Zuschauer in der Eppelborner Hellberghalle sahen ein Spitzenspiel zwischen dem Dritten und dem Vierten der Oberliga, das dem Titel gerecht wurde.

Schon vor Spielbeginn mussten die Gastgeber den ersten Dämpfer verkraften: Abwehrspieler Philipp Michel würde verletzungsbedingt gar nicht zum Einsatz kommen. Seinen Part im Abwehrzentrum übernahm Moritz Dörr. Der erledigte seine Aufgabe mehr als zufriedenstellend gegen einen Gegner, der nach fünf Minuten schon mit 4:1 in Führung lag.

Dominant in dieser Phase: die Rückraumspieler. Doch während die SF für ihre Torerfolge immer längere, kraftraubende Angriffe spielen mussten, hebelte oft schon die erste Kreuzung der Zebras den Mittelblock der Gäste aus. Die nötige Unterstützung lieferte Robin Näckel im Tor, der einige tolle Paraden zeigte, im Gegensatz zu seinem Gegenüber im Tor der Gäste. Die Folge: über 6:7 (11. Minute) glichen die Zebras zum 8:8 (15.) aus und distanzierten die Rheinhessen mit einer starken Leistung mit 12:8 (20.) „Wir haben den Ausfall von Philipp gut aufgefangen. Wir haben das durch die Gemeinschaft, das Kollektiv gelöst“, beschreibt Moritz Dörr, der mit seiner Mannschaft zur Pause mit 16:12 führte.

„Die Situationen, wo sie oft den Ball verlieren“, führt Moritz Dörr weiter aus, seien vorentscheidend gewesen. Denn seit es problemlos möglich ist, im Handball den eigenen Torhüter durch einen siebten Feldspieler zu ersetzen, greifen immer mehr Trainer auf diese Variante zurück. Budenheim versuchte sich an dieser Variante, musste aber den Preis dafür zu häufig zahlen. Ganze vier Mal konnte Illtal den Ball ins offene Tor werfen, sogar beide Torhüter durften sich in die Torschützenliste eintragen. Illtal dominierte das Spiel und setzte sich über 20:13 (35.) auf 26:17 (44.) ab. „Unser Wille war entscheidend“, beschreibt Dörr. Das beste Beispiel? Beim 31:24 (52.) hatte Illtal den Sieg schon fast sicher in der Tasche. Illtal spielte in Unterzahl, und Steffen Ecker ersetzte Alexander Dörr im Tor durch einen Feldspieler. Die Zebras vertändelten im Angriff den Ball, Budenheim nutzte die Chance und warf einen langen Ball auf das unbewachte Illtaler Tor. Doch Marvin Mebus setzte zum Sprint über das gesamte Spielfeld an, um den Ball in letzter Sekunde mit einem Hechtsprung noch abzuwehren. Damit verdiente er sich nicht nur den Jubel der 400 Zuschauer, sondern machte auch jedem der Anwesenden klar, dass für Budenheim nichts zu holen war. Den Vorsprung spielte Illtal zum 36:30 souverän nach Hause. „Ein Sieg, den man in der Höhe nicht erwarten durfte“, meinte auch der HFI-Mannschaftsverantwortliche Volker John.

Tore für die HF Illtal: Marcel Becker(7/3), Christoph Holz (6), Niklas Kiefer (6), Max Mees (5), Pascal Meisberger (3), Sebastian Hoffmann (2), Sven Malte Hoffmann (2), Marvin Mebus (2), Alexander Dörr (1), Moritz Dörr (1), Robin Näckel (1).






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