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Naturschutzbund, NABU Unteres Illtal

Naturschutzbund, NABU Unteres Illtal
Naturschutzbund, NABU Unteres Illtal
24. Juli 2017

"Hallo Aldi", beginnt Dominik Boisen seinen Facebook-Post.

"Diese Woche habt ihr Nackensteak im Angebot. 600 Gramm mariniertes Schweinenacken-Steak für 1,99 Euro". In den folgenden Zeilen schreibt er sich in Rage und macht deutlich, was er von solch einem "Angebot" hält. "Euer Verhalten ist nicht nur zum Kotzen, sondern auch verantwortungslos". Und damit trifft er offenbar einen Nerv. Sein Post wurde mehr als 30.000 Mal geliked, knapp 10.000 Nutzer teilten ihn. Inzwischen hat sich sogar Aldi zu der Kritik geäußert.
"Billig, billiger, am billigsten - das ist eure Religion"

Wie kann es sein, dass mehr als ein halbes Kilo Fleisch weniger als zwei Euro kostet? Das ist die zentrale Frage, die Boisen in seinem Post aufwirft. „Wenn man die Marinade, die Plastikverpackung, den Transport und die sonstigen Logistik- und Dienstleistungskosten aller am Produkt Beteiligten - vom Bauern, über den Schlachthof, bis hin zum Verkaufspersonal im Laden - abzieht und dann noch berücksichtigt, dass Ihr bei der ganzen Geschichte sicherlich nicht drauf legt, sondern am Ende auch noch eine Marge übrig bleibt, kann man sich in etwa ausrechnen, was bei Euch das Fleisch "wert" ist, das am Ende auf dem Teller liegt. Von preisWERT kann bei diesem Angebot sicher keine Rede sein. Das ist einfach nur billigster Dreck, für dessen Produktion alles und jeder bis zum Anschlag ausgebeutet wurde - am meisten die, die sich am wenigstenwehren können: Die Tiere", schreibt er.

Schwein und Glück. Hier liegen Welten auseinander.

Seine Kritik richtet sich dabei keineswegs nur an Aldi, sondern auch an andere Discounter mit ähnlichen Angeboten. "Es wäre für Euch ein Leichtes, Eure Marktdominanz zu nutzen, um mit gutem Beispiel voran zu gehen und die Zustände positiv zu verändern. Aber daran habt Ihr gar kein Interesse. Stattdessen treibt Ihr im stetigen Kampf um Marktanteile die Preisspirale im Wettbewerb", kritisiert Boisen

Nun lebt sie wieder auf
die Diskussion, Aldi hinter Pink auf der grünen Wiese anzusiedeln. Im BigEppel scheint es nicht machbar, das Zieglergelände scheint tabu und der Ex-Penny-Bereich ist auch nicht gut genug. Ein Teil der Politik würde Aldi auch noch die grüne Wiese am Rande der Dorfmitte hinterherwerfen.
Auf Expansionskurs

Als Aldi seine Karriere begann hatte er keine Backwaren im Programm, kein Frischobst, keine Wurst-, oder Fleischwaren, keine Tiefkühlkost. Jetzt nennen wir ihn Frequenzbringer, weil er (noch) ein paar Krümel übrig lässt. Die wird er sich auch noch holen, wenn wir ihn lassen. Der Unsinn mit Cafe to go ist erst der Anfang, Geld abheben, Textilumkleide, Frisördienste, u.u.u folgen. Aldi will sich 100% Marktanteile mit Lidl teilen. Müssen wir das unterstützen?

Lasst Aldi ziehen.
Aldi macht in Eppelborn Millionen Umsätze. Aldi will vergrößern. Warum wohl? Um diese Umsätze zu steigern. Dieser Umsatz fehlt anderen. Bäckern, Metzgern, Bekleidungsgeschäften, etc. gräbt Aldi noch mehr das Wasser ab. Die Krümel werden immer weniger. Der „Frequenzbringer“ lässt immer weniger für andre übrig. Wer kann dies wollen? Also lasst Aldi ziehen! Damit werden Umsatzmillionen für die verbleibenden und evtl. neuen Geschäfte frei (z.B. Drogeriemarkt). „Heimat shoppen“ heißt die Aktion am 8. und 9. September 2017 in Eppelborn. Also, lassen wir die Kirche im Dorf aber nicht unbedingt Aldi.

Grünland gerät unter die Räder
Das Bundesamt für Naturschutz hat die Rote Liste gefährdeter Lebensräume veröffentlicht. Für 6% der in Deutschland vorkommenden Lebensräume besteht eine angespannte Gefährdungslage, insbesondere bei diversen Grünlandtypen. Hauptgefährder sind die Landwirtschaft und die Vernichtung durch Bebauung. Selbst ehemals häufige Typen wie artenreiche Mähwiesen und Streuobstwiesen vermelden drastischen Rückgang. Wie immer, will keiner für diese Entwicklung Verantwortung zeigen.






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