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Kampfsportler aus Leidenschaft: Bernd Busch vom Karate Dojo Steinbach ist mit 58 Jahren immer noch topfit und als Kämpfer aktiv – Jung und Alt trainieren gemeinsam

Kampfsportler aus Leidenschaft
Bernd Busch vom Karate Dojo Steinbach ist mit 58 Jahren immer noch topfit und als Kämpfer aktiv – Jung und Alt trainieren gemeinsam
Carolin Merkel
21. Februar 2017

Beim Karateclub Dojo aus Steinbach trainieren alle Leistungsgruppen gemeinsam. Die jüngsten Kampfsportler, gerade mal sieben Jahre alt, können dabei von den „Großen“ noch viel lernen. Foto: Carolin Merkel
Beim Karateclub Dojo aus Steinbach trainieren alle Leistungsgruppen gemeinsam. Die jüngsten Kampfsportler, gerade mal sieben Jahre alt, können dabei von den „Großen“ noch viel lernen. Foto: Carolin Merkel

Das Karate Dojo Steinbach wurde 1983 gegründet, seit 1996 ist Bernd Busch Vorsitzender des Vereins, der aktuell 86 Mitglieder hat.

An Bernd Busch kommt beim Karate Dojo in Steinbach keiner vorbei. Der 58-Jährige ist zugleich ältester aktiver Sportler im Verein und nimmt auch noch an Wettkämpfen teil. Zudem ist er Vorsitzender und Trainer, die Mehrzweckhalle in Steinbach ist sozusagen sein zweites Zuhause. Ein Leben ohne Karate, das kann er sich, wie er betont, nicht vorstellen. „Karate tut mir einfach gut. Beim Training verschwinden Stress und Ärger, man ist voll konzentriert. Und nach dem Training kommt man viel entspannter aus der Halle raus“, sagt Busch.

 

Disziplin spielt beim Karate eine große Rolle

Aber auch körperlich, erzählt er, hilft Karate, fit und mobil zu bleiben. „Ich kann hier mit allen noch mithalten“, erklärt er. Dass dabei Disziplin eine große Rolle spielt, zeigt der Besuch beim Training am Freitagabend. Die jüngsten Sportler beim Karate Dojo in Steinbach, gerade mal sieben Jahre alt, trainieren zusammen mit den „Großen“ – eine Philosophie, die, das betont Busch ausdrücklich, seit vielen Jahren in Steinbach prima aufgeht. „Es ist schon eine harte Schule, durch die alle müssen. Grundlagentraining, bei dem Bewegungsmuster in vielfacher Wiederholung eingeprägt werden, ist nicht für jeden etwas“, weiß der erfahrene Kampfsportler aus Erfahrung. So manches neue Mitglied bleibt da auch schon mal auf der Strecke. „Karate hat etwas mit Ernsthaftigkeit zu tun. Natürlich lachen wir auch mal im Training, aber ein gewisser Anspruch ist immer da. Und natürlich fordere ich von jedem, dass er das Bestmögliche aus sich rausholt“, stellt Busch klar.

 

Währenddessen geht Christian Kessler, der an diesem Abend das Training übernommen hat, durch die Reihen und korrigiert mit geübtem Auge Haltungsfehler. „Viele Kinder haben heute Konzentrations- aber ebenso oft auch Koordinationsprobleme. Hier kann Karate sehr gut helfen und das Bewusstsein schärfen“, erklärt Busch. Die größte Motivation, weiß Busch, der den Schwerpunkt in seinem Verein ganz klar im Breitensport sieht, sind für den Nachwuchs die Gürtel-Prüfungen. „Da beraten wir uns vorher im Trainerteam und nur der, der die Prüfung auch schaffen kann, wird zugelassen“, sagt er.

Ins Wettkampfgeschehen greifen die Steinbacher Karate-Kämpfer auf regionaler Ebene ein und nehmen auch an den Landesmeisterschaften teil. Neben dem Training bietet der Verein eine Vielfalt an weiteren Veranstaltungen. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich dabei vor allem die Jugendfreizeiten. Geld für die Jugendkasse kommt aus den geleisteten Diensten unter anderem beim Dorffest. Die Mitglieder helfen zudem bei Veranstaltungen anderer Vereine mit.

 

Verein bietet Kurs zur Selbstverteidigung an

„Neue Ideen gibt es viele“, sagt Busch. Gerade ist er auf der Suche nach einem Nachfolge-Event für den Kata-Marathon, der in der Vergangenheit gleich mehrfach den Weltrekord nach Steinbach geholt hat. Eine Kata ist eine Übungsform, die aus stilisierten Kämpfen besteht, die im Karate meist gegen imaginäre Gegner geführt werden. Bei besagtem Kata-Marathon geht es darum, in 24 Stunden eine möglichst hohe Zahl an Katas auszuführen.

 

Aktuell bietet der Verein einen Selbstverteidigungskurs an. „Dabei geht es darum, die Teilnehmer stark zu machen, ihnen das Handwerkszeug zu vermitteln. Sie sollen einfach wissen: Ich könnte, wenn ich wollte. So dient Karate nicht zuletzt auch dazu, Aggressionen abzubauen“, erklärt Bernd Busch.




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