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„Ohne Begeisterung geht es nicht“: Ex-Bürgermeister Hans-Heinrich Rödle und sein Ottweiler Museumsverein feiern 20-jähriges Bestehen eines Erfolgsprojektes

„Ohne Begeisterung geht es nicht“
Ex-Bürgermeister Hans-Heinrich Rödle und sein Ottweiler Museumsverein feiern 20-jähriges Bestehen eines Erfolgsprojektes
Anika Meyer
21. Februar 2017

Stadtgeschichte zum Anfassen: Museumsleiter Dieter Bettinger (links) und Hans-Heinrich Rödle mit einem ganz frühen „Ottweilerer“. Foto: Anika Meyer
Stadtgeschichte zum Anfassen: Museumsleiter Dieter Bettinger (links) und Hans-Heinrich Rödle mit einem ganz frühen „Ottweilerer“. Foto: Anika Meyer

Menschen mit brennendem Interesse für frühere Zeiten gab es in Ottweiler schon immer, doch um dieses auch in fruchtbare Bahnen zu lenken und eine Plattform für an der lokalen Historie interessierte Bürger zu schaffen, bedurfte es schon eines Anstoßes. Glück für die Ottweiler Stadtgeschichte, dass mit Hans-Heinrich Rödle 1990 ein Mann Bürgermeister wurde, der die Entwicklung von Kultur und Tourismus zu einem seiner Hauptziele seiner Amtszeit machte. „Es gab in unserer Stadt damals keinen Ort für ein Gedenken an ihre Vergangenheit“, erinnert sich Rödle, für den es keine Frage war, dass es einen solchen geben sollte.

Nachdem er (auch als Präsident des Saarländischen Museumsverbandes) das Schulmuseum in Ottweiler zusammen mit einem Kollegen in trockene Tücher gebracht hatte, rief Rödle zur Gründungsversammlung für den Verein Stadtgeschichtliches Museum auf – und erreichte sogleich 50 Menschen. Zwei Jahre später, 1997, eröffnete das Museum.

 

Stadtmuseum bietet Geschichte zum Anfassen

Heute steht der Vereinsgründer und -vorsitzende zusammen mit Museumsleiter Dieter Bettinger in top renovierten Räumen mit umfangreicher Dauerausstellung, Sonder- und Wechselausstellungen. Nicht nur 20 Jahre liegen zwischen den Anfängen des Vereins und heute, sondern auch viel ehrenamtlich verrichtete, museale und handwerkliche Arbeit sowie ein ständiges Bemühen um Spenden für das ehrgeizige Museumsprojekt.

 

Große Begeisterung für Geschichte und Landeskunde sei es, die den sehr aktiven Vereinsvorstand antreibe, da sind sich Rödle und Bettinger einig. „Ohne das geht es auch nicht, wenn man so etwas stemmen will“, sagen beide unisono. Die Begeisterung der beiden jedenfalls spürt jeder Besucher beim gemeinsamen Rundgang mit ihnen, bei dem es nicht nur jede Menge Infos gibt, sondern auch allerlei kuriose und lustige Geschichten. Los geht es bei den Kelten und Römern. „Sie lebten direkt vor unserer Haustür“, so Rödle. Es folgen die Epochen des mittelalterlichen Klosters Neumünster, der Grafen, der nassauischen Fürsten und der Entstehung des einstigen Landkreises Ottweiler. In einem Extra-Raum werden Handwerk und Gewerbe des 19. Jahrhunderts beleuchtet. Beeindruckende Ausstellungsobjekte wie Original-Fliesen aus dem Kloster oder Urkunden zur Verleihung der Stadt- und Marktrechte aus dem 16. Jahrhundert lassen die Geschichte vor dem Auge des Besuchers lebendig werden.

 

Feier und Ausstellung krönen das Jubiläumsjahr

Im Jubiläumsjahr will der Verein eine Feier (Genaueres ist derzeit in Planung) sowie unter anderem eine Ausstellung zum Thema „500 Jahre Reformation“ organisieren. Außerdem soll ein Transparent vom Museum zur Straßenseite gegenüber gezogen und – auf der Ebene der Selbstorganisation – die Zukunftsstrategie des Vereins beraten werden.

 

 

Zum Thema:

 

Auf einen Blick Öffnungszeiten Stadtmuseum Ottweiler: jeden ersten Sonntag im Monat, zwischen 14 und 17 Uhr sowie nach Vereinbarung. Kontakt: Tel. (0 68 24) 74 73 (mittwochs, von 9 bis 12 Uhr) ; Mail: info@stadtmuseum-ottweiler.de Im Internet: www.stadtmuseum-ottweiler.de




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