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Mit Volldampf auf dem Narrenschiff

Landsweiler-Reden
Mit Volldampf auf dem Narrenschiff
Stefan Bolander
22. Februar 2017

„Leinen los“ für die närrische Besatzung an Bord der KKV Landsweiler-Reden. Mit ihrem bunten Programm sorgte sie für eine Woge der Begeisterung.
Die wirbeldne Jugendgarde der KKV Landsweiler-Reden zeigte vor der maritimen Kulisse der Klinkenthalhalle ihr tänzerisches Können. Foto: Stefan Bohlander
Die wirbeldne Jugendgarde der KKV Landsweiler-Reden zeigte vor der maritimen Kulisse der Klinkenthalhalle ihr tänzerisches Können. Foto: Stefan Bohlander

Das Narrenschiff ist voll auf Kurs: Unter dem Motto „Leinen los“ hatte der KKV Landsweiler-Reden am Samstagabend zur Kappensitzung in die altehrwürdige Klinkenthalhalle eingeladen. Im ausverkauften Haus schauten rund 250 Besucher unter anderem dem Wirbelsturm zu, der sich offiziell Jugendgarde nennt. In ihren blau-weißen Vereinsfarben gekleidet fegten sie über die Bühne, hoben sich gegenseitig, drehten Pirouetten. Da tobte der Saal.

In der Bütt nahm unter anderem Jürgen Rother das närrische Heft in die humoristische Hand. Das Elferratsmitglied erzählte davon, wie er einst mit Bürgermeister Markus Fuchs zusammensaß und dieser ihn fragte, was er denn gerne mal sein wolle. „Ein Staubsauger“, antwortete Rother, „da hat man schließlich jeden Tag zwei Frauen an den Ohren und kriegt regelmäßig den Beutel leergemacht.“

Pastorin Wiltrud Bauer und ihr Sohn Tilman hatten sich vorgenommen, die Geschehnisse der vergangenen Wochen Revue passieren zu lassen. So stichelten sie in Richtung Vereinsheim, das schon seit zwei Jahren renoviert wird. Außerdem klärten sie darüber auf, dass Katholiken, die demonstrieren gehen, nicht automatisch zu Protestanten werden und dass Menschen aus Lüneburg, die aus der Kirche austreten, keine „Lüneburger Heiden“ seien.

Eindrucksvoll war die Darbietung der Ketscher Hewwelguggler. Das fast 30-köpfige Ensemble aus Ketsch bei Hockenheim zog das Publikum mit seiner Guggemusik voll in seinen Bann. Unter anderem mit einem „Kinderlied-Potpourri“, wie es der zweite Vorstand Gerhard Altpeter ausdrückte, und dem Kurfürstenlied ließen die Musiker, die auch passend zur fünften Jahreszeit geschminkt waren, die Stimmung hochkochen. „Während der Faschingszeit absolvieren wir 16 Auftritte“, sagte Altpeter. Für weitere musikalische Stimmung sorgte unter anderem das Ensemble „Widda Do“. Die Sängerinnen und Sänger intonierten voller Herzblut ein Udo-Jürgens-Medley, unter anderem mit „Aber bitte mit Sahne“ und „Siebzehn Jahr, Blondes Haar“. Passend zum Motto waren die Frauen im rot gefärbten Matrosenanzug unterwegs.

Auch die Großzahl der Gäste erschien in innovativer Verkleidung. So konnte man Männer im Bärenfell sichten, hier einen Chinesen, dort einen Polizisten, eine Frau kam als Teufelchen und in Einklang mit dem Thema des Abends bahnten sich Smutjes und Piraten den Weg durch die wogende Menge. Sehr schön gestaltet präsentierte sich das Bühnenbild: Eine Rehling, verschiedene Leuchttürme, aufgemalte Möwen, aufgehängte Schatztruhen an der Decke und ein blauer Vorhang verfestigten den Eindruck, dass man sich mit den Narren auf freier Fahrt über das Meer befand.

Zum Thema:

Die närrische Besatzung Vor vollem Saal präsentierte der KKV Landsweiler-Reden bei seiner Kappensitzung in der Klinkenthalhalle in der Bütt: Jolanda und Herr Hühnerfeld; Wiltrud und Tilman Bauer; Jürgen Rother; Holger Maroldt und Alexander Horst; Thomas Woll. Für den Tanz waren mehrere Garden zuständig: Minigarde; Jugendgarde; Mariechen Mariella Bäcker; Männerballett; Stelze und die Aktivengarde. Musik und Show gab es mit Ketscher Hewwelguggler; Widda Do; Heike, Jutta und Silvia als „Die Bauarbeiter“.






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