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Über die Halde an den Kuchenstand

Landsweiler-Reden
Über die Halde an den Kuchenstand
David Benedyczuk
5. April 2017

Sammy Schu gewinnt zwei Läufe beim Garten-Reden-Haldenlauf.

Klein kommen die Läufer einem vor, während sie sich mit großem Einsatz auf der imposanten Bergehalde den beschwerlichen Weg hinauf bahnen. Viele der rund 500 Starter, die beim 5. Garten-Reden Haldenlauf auf dem alten Grubengelände in Landsweiler-Reden insgesamt gemeldet haben, führen einen einsamen Kampf gegen die Steigung, getrieben vom Gedanken, dass es irgendwann ja auch mal wieder runter gehen muss. „Ich bin normal nicht so der Bergläufer“, verrät Nicole Becker aus Heiligenwald: „Aber hier ist es besonders toll, weil es hinten raus ja wieder lange bergab geht“, sagt die 40-Jährige augenzwinkernd. Nach dem Berglauf über zehn hat sie eben noch den Jedermann-Lauf über 5,7 Kilometer absolviert.

Mit sechs Läufen stellten die Veranstalter von der TG Landsweiler-Reden und des SSV Heiligenwald am vergangenen Sonntag wieder ein breites Programm auf die Beine. Nach dem langen Laufvormittag wartet auf Becker nun die Belohnung: „Jetzt gibt's erst mal ein Stück Kuchen. Das ist meine zweite Spezialdisziplin – und ehrlich gesagt, bin ich da sogar noch besser als beim Laufen“, sagt sie und lacht.

Bei Sammy Schu ist die Lage eindeutiger: Sein Steckenpferd ist ganz klar das Laufen, wie der 24-Jährige erneut demonstriert. Schon nach der ersten Runde im Hauptlauf liegt der Läufer der LTF Marpingen einsam an der Spitze. Als er um 12.11 Uhr erneut im Ziel vor der alten Grubenwerkstatt eintrifft, darf er sich über die doppelte Titelverteidigung freuen. In 40:50 Minuten gewinnt Schu nach 11,4 Kilometern vor Clubkollege Michael Rothfuchs und Michael Eckhardt (Nonnweiler). Zuvor hatte Schu auch den Berglauf für sich entschieden. Dort lag er in 33:40 Minuten knapp zwei Minuten vor Christian Zimmer aus Mondorf und Julian Maurer. „Ich habe es etwas lockerer angehen lassen, hatte in der ersten Runde anfangs noch Gesellschaft. Für mich waren die Läufe eher Training für den St. Wendler Marathon Ende April“, verriet Schu nach dem zweiten Streich. In St. Wendel möchte er in erster Linie „den Lauf genießen“, wie der Maschinenbau-Ingenieur sagt. Und nicht zuletzt auch seinen Saarlandmeistertitel verteidigen.

Gleiches gilt für Heike Kohler von den Grojos Elversberg, die den Hauptlauf in 48:39 Minuten als flotteste Frau bewältigte. „Das hier ist sowieso meine Trainingsstrecke. Wenn so ein Lauf vor der Haustür stattfindet, ist das immer umso schöner. Ich freue mich über den Sieg“, sagte die 42-Jährige – und verriet ihre Ziele für den Marathon: „Erneut gewinnen und unter drei Stunden bleiben.“

Gut zwei Minuten nach Schu kam auch Walter Cloß ins Ziel. Er war zeitgleich im Jedermann-Lauf gestartet, brauchte also mehr als doppelt so lange wie der Marpinger. Allerdings ist Cloß auch über drei Mal so alt wie Schu. „Im Juli werde ich 80. Bis ich 75 war, bin ich immer noch die längere Distanz gelaufen. Ich komme aus Landsweiler, deshalb laufe ich öfter dort oben. Im Training brauchte ich 45 Minuten, jetzt waren es nur knapp 43“, freute sich Cloß. Für ihn ist es eine zusätzliche Motivation für den nächsten Haldenlauf, wo er auf jeden Fall noch mal starten möchte. Ob jung oder alt, generell kam die fünfte Auflage bei den Läufern wieder bestens an.






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