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Urlaubsfahrt des Pensionärvereins 1895 Elversberg

Urlaubsfahrt des Pensionärvereins 1895 Elversberg
Pensionärverein 1895 Elversberg
25. Juli 2017

Pensionärverein 1895 Elversberg auf Urlaubsfahrt nach Kärnten zum Millstätter See.

Am 04.07.2017 war es wieder soweit. Mit großer Vorfreude starteten 39 wohlgelaunte Reiselustige im Bus der Firma Touristik-Becker, diesmal chauffiert von Werner Schnur, zu der jährlichen Urlaubsfahrt, nach Seeboden zum Millstätter See in Kärnten. Die erste Pause wurde zum traditionellen Frühstück mit kostenlosem Lyoner und Weck genutzt. Dann ging es über Karlsruhe, Ulm, München, Salzburg bis zur Mittagspause auf der Raststätte Vaterstetten West in Weißenfeld. Danach weiter über die A 10 am Dachsteingebirge und Schladminger Tauern vorbei, durch den Tauern- und Katschbergtunnel Richtung Spittal bis Seeboden am Millstätter See, wo wir gegen 18,00 Uhr an unserem 4 Sterne-Hotel Moserhof eintrafen.

Hier erwartete uns nach dem Bezug der Zimmer wie an jedem Tag ein 3-Gänge Menü und Vorspeisen-Büfett. Mit einem kleinen Spaziergang oder einem Plausch auf der Terrasse endete ein langer Tag. Am nächsten Morgen galt unser erster Besuch dem Bonsaimuseum in Seeboden. Mit über 12.000 qm sind die nach japanischem Vorbild gestalteten Landschaftsgärten die größten in Europa. In der ausgewählten Bonsai-Präsentation sind viele dieser „lebenden“ Ausstellungsstücke über 100 Jahr alt. Der Bonsai-Experte erklärte anschaulich Bedeutung, Züchtung und Pflege dieser außergewöhnlichen Pflanzen.

Anschließend war für uns ein Schiff für eine Fahrt über den Millstätter See gechartert worden. Er liegt in 588 m Seehöhe, ist 11,5 Kilometer lang und bis zu 1,8 Kilometer breit und nach dem Wörthersee Kärntens zweitgrößter, mit 141 m tiefster und mit 1204,5 Millionen Kubikmetern wasserreichster See. Am Donnerstag erwartete uns um 9.00 Uhr Reiseleiter Heintz zur Abfahrt zur Nockalm- Panoramastraße. Zunächst aber besuchten wir am Ossiacher See den Stift Ossiach. Ursprünglich wurde die Stiftskirche um das Jahr 1000 als romanische Pfeilerbasilika erbaut. 1028 erstmals urkundlich erwähnt, gilt sie als die älteste benediktinische Klosterkirche in Kärnten. Die Nockalmstraße ist eine mautpflichtige Passstraße. Auf einer Länge von 35 Kilometern schlängelt sie sich über 52 Kehren zwischen Innerkrems und Reichenau bei maximal 12 % Steigung durch die Mittelgebirgslandschaft.

Unterbrochen wurde die Fahrt am Windebensee mit der Möglichkeit, den Naturlehrweg mit Schautafeln über Tiere und Pflanzen zu durchwandern. Die Mittagspause verbrachten wir auf der Grundalm „Silva Magica“, bevor es über den höchsten Punkt, die Eisentalhöhe (2042 m), ins Liesertal nach Gmünd ging. Am „Alten Schloss“ vorbei durch die Stadtmauern führte der Weg in die Innenstadt. Hier konnte jeder nach eigenem Gutdünken entweder in einem Kaffee oder Restaurant verweilen, das Porsche-Museum oder das „Neue Schloss (Lodron) besichtigen, bevor die Heimfahrt anstand. Der nächste Tag sah eine Fahrt zum Wörthersee und eine Stadtführung in Klagenfurt, der Hauptstadt Kärntens vor. Mit unserer Stadtführerin, die uns anschaulich informierte, erwanderten wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Innenstadt, wie das Stadttheater, das Landesmuseum, den Dom (1581) sowie den Lindwurmbrunnen mit Herkules-Denkmal am Neuen Platz.

Den Abschluss bildete das Landhaus, wo der Wappensaal zu besichtigen war und auch ein Mittagsmahl eingenommen werden konnte. Auf der Rückfahrt konnte der Luftkurort Velden mit seinem Schloss wegen Regen leider nur durchfahren werden. Der Samstag führte uns nach St. Veit an der Glan, wo die Stadtführerin sich bei unserer Besichtigung mit ihren Ausführungen hauptsächlich auf den schönen Hauptplatz mit seinem Markttreiben beschränkte. Auf dem etwa 200 auf 30 m großen Platz befinden sich eine Pestsäule (1715/16) und zwei Brunnen (Vogelweide-Brunnen und Schüsselbrunnen). Das spätgotische Rathaus mit Arkadenhof ist ein dreigeschossiger, sechsachsiger, im Kern gotischer Bau mit Kielbogenportal und aufwändig gestalteter Barockfassade. Weiterhin sehenswert war die Kath. Stadtpfarrkirche (seit 1131) und sein Hochaltar mit Opfergangs-Portalen. Schließlich besichtigten wir noch den Dom von Gurk. Hier konnte Werner ganz spontan einen ihm bekannten Bediensteten zur Führung gewinnen.

Bei dem Gebäude handelt es sich um eine zwischen 1140 und 1200 im hochromanischen Stil erbaute Pfeilerbasilika, die aufgrund der geringen baulichen Veränderungen zu den bedeutenden romanischen Bauwerken in Europa gehört. Baulich an den Dom anschließend befindet sich das Stift Gurk, das bis 1792 das Domkapitel und danach mit Unterbrechungen verschiedene Orden beherbergte.


Am nächsten Tag stand uns eine längere Dreiländerfahrt Österreich, Slowenien-Italien bevor. Über Villach ging es wenige Kilometer südlich der Grenze zum Bleder See (Veldeser See) in Slowenien. Der auf einer Höhe von etwa 500 m.ü.M. gelegene Ort Bled selbst ist ein Luftkurort. Sehenswert die Burg mit Kapelle der Heiligen Alboin und Ingenuin und über die Grenzen hinweg bekannt ist die Marienkirche mit der berühmten Wunschglocke auf einer kleinen Insel des Bleder Sees. Touristen können mit einem traditionellen offenen Holzboot, der Pletna, zur Insel übersetzen. Etwa 2 Stunden verblieben für ausgiebige Aktivitäten, z.B. mit der Bimmelbahn den See umrunden oder ein Aufstieg zur Burg oder der Stadtkirche.

Noch an Titos damaliger Residenz vorbei führte unser Weg nach Planica mit seiner alten Skiflugschanze und der neuen Anlage. Über Kranjska Gora und einem Schlenker über Italien kehrten wir wieder nach Seeboden zurück. So ging eine schöne Woche mit vielen nachhaltigen Eindrücken und einem Hotel, das kaum Wünsche offen ließ, zu Ende. Am Dienstag mussten dann leider wieder die Koffer verstaut werden. Um 9.00 Uhr erfolgte die Rückfahrt über die von der Herfahrt bekannte Route (mit Mittagspause im Bauernmarkt Dasing), sodass wir gegen 20.00 Uhr den Bauhof der Firma Becker erreichten.


Ich darf wohl im Namen aller Mitreisender unserem Reiseleiter Walter Schommer für seine wiederum vorzügliche Planung und dem Busfahrer Werner für die sichere Beförderung danken. Auf Wiedersehen im nächsten Jahr.
Reiner Herrlinger






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