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Amazonas-Gewächse und Zwergflusskrebse: Verein ,,Wasserstern“ Dudweiler berät bei allen Fragen rund ums Flossentier und andere Kreaturen

Dudweiler
Amazonas-Gewächse und Zwergflusskrebse
Verein ,,Wasserstern“ Dudweiler berät bei allen Fragen rund ums Flossentier und andere Kreaturen
Stefan Bohlander
10. Januar 2017

Wer sich mit Zierfischen beschäftigen möchte, ist beim Verein ,,Wasserstern“ gut aufgehoben. Wir haben die Aquarianer besucht und mehr erfahren über dieses vielschichtige wie anspruchsvolle Hobby.

Fische fühlen sich im Wasser im Grunde ja wohl, Aquarienfreunde wohl eher weniger. Denn wegen des nasskalten und verschneiten Wetters zog es am Sonntagmorgen nicht sehr viele Besucher ins das Vereinslokal des ,,Wasserstern“ Dudweiler, wohin dessen Mitglieder wieder zur Zierfisch- und Pflanzenbörse eingeladen hatten. Die Gäste konnten sich dennoch auf die fachliche Kompetenz der Aquarianer verlassen. Hans-Werner Harsch etwa beriet Fischfreunde, die Probleme mit dem Wasser oder eben mit ihren Flossentieren haben. So sei eine Frau am Morgen extra mit dem Zug aus Saarbrücken gekommen, um sich Tipps geben zu lassen. „Das Wasser war knallrot gefärbt“, erzählte Harsch. Mit Messgeräten unter anderem für den pH- und den Leitwert ging er der Sache auf den Grund und befand, dass das Wasser einen zu starken Gehalt an Nitrit hatte, einem starken Blutgift für Fische. Da half nur noch ein Wasserwechsel.

Anschauen und erstehen konnte man neben selbst gezüchteten Amazonas-Pflanzen und Moorkienhölzern auch die kleine Garnelenart „Red Fire“, Zwergflusskrebse, Barsche, Rote Pfeffersalmler oder Guppys. „Guppys sind sehr einfache Fische“, erklärte Schriftführer Gernot Kubig. Die Süßwasserfische sei lebendgebärend, ihren Nachwuchs lassen sie also aus dem Mund als relativ weit fortgeschrittene Jungfische heraus. Das sei gerade für Kinder ein spektakulärer Anblick. In diesem Zusammenhang berichtete er auch von einem der weit verbreiteten Vereinsprobleme: Es mangelt an Nachwuchs.

Die derzeit rund 30 Mitglieder hätten ein relativ hohes Durchschnittsalter. Dabei mühe man sich durchaus darum, jüngere Menschen zu begeistern. Sogar mit Apps könne man arbeiten, um zum Beispiel die Wasserqualität zu überprüfen. Auch könnten Kinder ihre Fische gern bei einer der nächsten Börsen hierher bringen und verkaufen. Doch letztendlich sei die Fischzucht wohl auch zeitintensiver als viele denken. Es sei nicht immer nur damit getan, einfach Futter einzuwerfen: „Allerhöchstens zweimal am Tag“, warnt er. Das Wasser könne kippen. Generell müsse man zu jedem Fisch die Umgebung auch passend gestalten.

„Kinder haben heute so viele andere Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung“, erklärte auch der Vorsitzende Hubert Marx. Er selbst ist leidenschaftlicher Züchter und kam zu Fischen unter anderem deswegen, weil er allergisch auf Katzen reagierte. In seinem Keller pflege er 20 Aquarien, wo er täglich bis zu zwei Stunden Zeit verbringe. Das habe unter anderem den Vorteil, dass es nicht schlimm sei, wenn mal etwa Wasser daneben geht. „Im Wohnzimmer ist das was anderes“, sagt er und lacht. Gott sei Dank sei seine Frau bei der Fischzucht genauso leidenschaftlich wie er selbst, fügt er schmunzelnd hinzu.

Die nächste Zierfischbörse des Vereins Wasserstern Dudweiler ist am Sonntag, 12. März, 10 bis 12 Uhr. Die Börse ist wieder im Vereinslokal Bürgerhof Martin, Bahnhofstraße 51. Weitere Infos beim Vorsitzenden Hubert Marx, Telefon (0 68 97) 76 49 11, oder bei Schriftführer Gernot Kubig Telefon (0 68 97) 76 62 54.






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