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Das Publikum bog sich vor Lachen: Rauschende Nacht bei der ,,Grünen Nelke” mit Witz, Esprit und herrlichen Kostümen

Dudweiler
Das Publikum bog sich vor Lachen
Rauschende Nacht bei der ,,Grünen Nelke” mit Witz, Esprit und herrlichen Kostümen
Petra Pabst
31. Januar 2017

Ob „eingefleischte Vegetarier“ oder „Kräuter-Buddha“: Bei der ersten Prunksitzung der Dudweiler Karnevalsgesellschaft ,,Grüne Nelke“ jagte eine Lachsalve die nächste.
Die Nelkenfunken schwangen bei der Gala-Kappensitzung ordentlich das Tanzbein. Foto: Iris Maurer
Die Nelkenfunken schwangen bei der Gala-Kappensitzung ordentlich das Tanzbein. Foto: Iris Maurer

Bei der ersten Galakappensitzung 2017 der Großen Dudweiler Karnevalsgesellschaft „Grüne Nelke“ am vergangenen Samstag nahmen die Akteure auf der Bühne das Publikum im Festsaal des Bürgerhauses mit auf eine sechsstündige Zeitreise zurück in die goldenen – Entschuldigung – in die „grünen“ Zwanziger Jahre. Pünktlich um 19.11 Uhr begrüßte Stefan Porteset mit gegeltem Haar und im Smoking am Mikrophon die Gäste mit „Willkommen, Bienvenue, Welcome!“ und mit einem Potpourri von alten, bekannten Schlager-Melodien.

Sitzungspräsident Achim Schmidt moderierte durch den Abend. Zum Brüllen: der Auftritt von Karin Gier von den Wadgasser Glasspatzen. Als Ex-Bierkönigin und „Vorstandsmitglied des Alkohol-Vernichtungs-Ordens“ sagte sie dem Suff als Volksfeind den Kampf an und vernichtete den „bösen Höllensaft, der in dieser Welt nur Unglück schafft“. Glas um Glas. „Weg damit, herunter! – Prost!“, rief sie. Am Ende konnte sie kaum noch sprechen. Das Publikum bog sich vor Lachen.

Brilliant: Multitalent Jonas Degen machte sich als „Der Mann am Piano“ über die Jugendsprache und über den US-Präsidenten lustig. Klassiker wie der „Erlkönig“ waren im Jugendslang kaum wiederzuerkennen. Für Lachsalven sorgten ,,Frau Faultraub und Herr Urschwenk“ als ,,Amt für Migration – Referat Pälzer“ beim Migrationstest für die schusselige Pfälzerin. Die Prüfung mit den Pfälzer-Fragen hat sie übrigens nicht bestanden, ganz zum Vergnügen des Publikums.

„Metzger“ Arno Mager machte sich später seine Gedanken über „eingefleischte Vegetarier“ und fragte sich, ob diese auch gerne „ins Gras beißen“, ob sie altern oder welken und ob der Gott der Veganer „Kräuter-Buddha“ heißt.

Tanzgruppen und Mariechen entführten das Publikum in uralte Kinofilme, in die Hinterhöfe des alten New York oder den Berliner Friedrichsstadt-Palast der 20er Jahre. Von der „feschen Lola“ bis zum „Siegesmund“ sangen die „Nelkensingers“ alte Schlager und die „Latzegallis“ sorgten bei ihrem 25-jährigen Bühnenjubiläum mit ihren Stimmungshits dafür, dass so richtig „die Post ab“ ging. „Ich bin so glücklich, dass ich es nach so vielen Jahren endlich einmal geschafft habe, eine Sitzung der Grünen Nelke zu besuchen“, sagte Ewald Blum, der im Publikum saß. Der Träger des Till-Ordens hatte seine „Elfriede Grimmelwiedisch“ zu Hause gelassen. „In den letzten Jahren hatte ich an diesen Terminen immer eigene Auftritte. Heute endlich mal nicht.“ Folglich sang auch Blum am Ende gemeinsam mit dem Publikum: „Wer einmal bei der ,Nelke' war, kommt immer, immer wieder.“

Für die zweite und dritte Gala-Kappensitzung am 4. und 25. Februar gibt es nur noch wenige Karten.

 

Zum Thema:

 

Auf einen Blick Büttenreden: Dagmar Montada als „Meiersch Elfriede“, Karin Gier; Petra Kleinbauer und Stefan Oberhausen als „Frau Faultraub und Herr Urschwenk“, Arno Mager; Kabarett und Gesang: Stefan Porteset, Jonas Degen, Nelkensingers; Tänze: Nelkenmäuse, Federnelken, Schautanzgruppe, Nelkenfunken, Große Tanzgarde Mariechen: Luisa Jungblut, Nina Bommer, Johanna Degen; Musikalische Unterhaltung: „Die Angels“, „Die Latzegallis“, „Green Fiess“. pp






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