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Zeit für Barsche und Garnelen: Verein ,,Wasserstern“ Dudweiler berät bei allen Fragen rund ums Flossentier

Dudweiler
Zeit für Barsche und Garnelen
Verein ,,Wasserstern“ Dudweiler berät bei allen Fragen rund ums Flossentier
Stefan Bohlander
11. Januar 2017

Wer sich mit der Zucht von Zierfischen beschäftigen will, ist beim Verein ,,Wasserstern“ gut aufgehoben. Die SZ hat die Aquarianer besucht und mehr erfahren über dieses vielschichtige wie anspruchsvolle Hobby.
Fische fürs heimische Aquarium suchte die kleine Sarah mit Papa Manfred Brill aus. Foto: Thomas Seeber
Fische fürs heimische Aquarium suchte die kleine Sarah mit Papa Manfred Brill aus. Foto: Thomas Seeber

Fische fühlen sich im Wasser im Grunde ja wohl, Aquarienfreunde wohl eher weniger. Denn wegen des nasskalten Wetters zog es am Sonntagmorgen nicht sehr viele Besucher in das Vereinslokal des ,,Wasserstern“ Dudweiler, wohin dessen Mitglieder wieder zur Zierfisch- und Pflanzenbörse geladen hatten.

Ein paar Fischfreunde waren dennoch gekommen. Einige berichteten von Problemen mit Flossentieren. Vereinsmitglied Hans-Werner Harsch stand mit Rat und Tat zur Seite. In einem Fall hatte eine Frau ein Problem mit dem Wasser, in dem ihre Fische schwammen. „Es war knallrot gefärbt“, erzählte Harsch. Mit Messgeräten ging er dem Problem auf den Grund und befand, dass das Wasser einen zu starken Nitrit-Gehalt hatte, einem starken Blutgift für Fische. Da half nur noch ein Wasserwechsel.

 

Nachwuchs aus dem Mund

Anschauen und erstehen konnte man neben selbst gezüchteten Amazonas-Pflanzen und Moorkienhölzern auch die kleine Garnelenart „Red Fire“, Zwergflusskrebse, Barsche, Rote Pfeffersalmler oder Guppys. „Guppys sind sehr einfache Fische“, erklärte Schriftführer Gernot Kubig. Die Süßwasserfische seien lebendgebärend, ihren Nachwuchs lassen sie also aus dem Mund als relativ weit fortgeschrittene Jungfische. In diesem Zusammenhang sprach er auch über eines der weit verbreiteten Vereinsprobleme: Es mangelt an Nachwuchs.

 

Die derzeit rund 30 Mitglieder hätten ein relativ hohes Durchschnittsalter. Der Vorstand bemühe sich darum, jüngere Menschen zu begeistern. Sogar mit Apps könne man arbeiten, um zum Beispiel die Wasserqualität zu überprüfen. Auch könnten Kinder ihre Fische zur Börse mitnehmen. Woran es liegen könnte, dass sich die Begeisterung in Grenzen hält: Die Fischzucht ist zeitintensiver, als viele denken. Einfach Futter einzuwerfen, reiche nicht: „Allerhöchstens zweimal am Tag“, warnt er. Das Wasser könne kippen. Generell müsse man zu jedem Fisch die Umgebung auch passend gestalten.

„Kinder haben heute so viele andere Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung“, sagte der Vorsitzende Hubert Marx. Er selbst ist leidenschaftlicher Züchter und kam zu Fischen unter anderem deshalb, weil er allergisch auf Katzen reagierte. In seinem Keller pflege er 20 Aquarien, mit denen er täglich bis zu zwei Stunden Zeit verbringe. Das habe unter anderem den Vorteil, dass es nicht schlimm sei, wenn mal etwas Wasser danebengeht. „Im Wohnzimmer ist das was anderes“, sagt er und lacht. Gott sei Dank sei seine Frau bei der Fischzucht genauso leidenschaftlich wie er selbst, fügt er schmunzelnd hinzu.

Die nächste Zierfischbörse des Vereins Wasserstern Dudweiler ist am Sonntag, 12. März, 10 bis 12 Uhr. Die Börse ist wieder im Vereinslokal Bürgerhof Martin, Bahnhofstraße 51. Weitere Infos beim Vorsitzenden Hubert Marx, Telefon (0 68 97) 76 49 11, oder bei Schriftführer Gernot Kubig, Telefon (0 68 97) 76 62 54.






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