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Sexy Teufelchen und wankende Matrosen

Großrosseln
Sexy Teufelchen und wankende Matrosen
Stefan Bohlander
20. Februar 2017

Die Karnevalsgesellschaft Doll Doll sorgte für Stimmung in der voll besetzten Rosseltalhalle.
Die Aktivengarde von Doll Doll bei ihrem Showtanz. Foto: Becker & Bredel
Die Aktivengarde von Doll Doll bei ihrem Showtanz. Foto: Becker & Bredel

Partytime im Altersheim – mit einer ungewöhnlichen Choreografie sicherte sich das Männerballett am Samstagabend einen Platz im Herzen der Zuschauer in der voll besetzten Rosseltalhalle. Nach dem passenderweise knarzenden Geräusch einer sich öffnenden Tür riefen die als alte Herren verkleideten Tänzer: „Heute machen mir die Zähne nicht ins Glas. Awei mache mir Party!“. Sie entledigten sich ihrer grünen und weißen Bademäntel, spannten ein kleines Seil zwischen ihre Stöcke, übten sich daraufhin im Seilspringen und hoben sich gegenseitig in die Luft, wo die sich oben befindlichen Herren breitbeinig drehten.

Keine Frage: Die fast durchgängig zu vernehmenden „Doll Doll“-Rufe sprachen von der guten Laune, die die Narren aus Großrosseln bei ihrer Galakappensitzung unter dem Motto „Mit Heiterkeit durch die Faasendzeit“ erlebten. Auch zeigten sich die Karnevalisten des Vereins Doll Doll in großartiger Verkleidungslaune. Neben Klassikern wie einer kleinen Prinzessin und einem wankenden Matrosen sah man eine Gruppe von Leuten, die sich als Fliegenpilze verkleideten. Hier begegnete man einem arabischen Scheich, dort sah man einen griechischen Philosoph mit weißem Rauschebart.

Auch die Büttenreden erspielten sich lauten Beifall und einige „Uiuiuis“, wie etwa die von Julia und Sabine Müller, die sich als Engel und Teufel kabbelten. Das Engelchen erzählte davon, wie sie Zeugin einer Wiederbelebungsmaßnahme wurde, was dem Teufelchen natürlich missfiel: „So Leute mag ich ja gar nicht“. Nachdem man erfuhr, dass in der Hölle nur Heino und „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ gesendet wird, packte die sexy Teufelin die E-Gitarre aus und sang gemeinsam mit ihrer Mutter eine umgetextete Version von „Highway to hell“: „Auf dem Heimweg wird's hell“.

Wirbelnde Tänze zu Discoklängen und Marschmusik zeigten die Garden in Junioren- und Prinzen-Besetzung. Alisa Huber und Michelle Roth als Tanzmariechen fegten sich ebenfalls in die Herzen und das Damenballett hatte sich die Zahl “7“ als Thema für ihre Choreografie vorgenommen.

Bevor das Finale Grande anfing, heizte das Panikorchester die Stimmung nochmal ordentlich an. „Sie kommen zum Schluss, sind aber noch gut in Schuss“, kündigte Elferratspräsidentin Anna-Katharina Blum die neun Musiker an. Die enterten mit Waschbrett, Pauke und Saxofon und weiteren Instrumenten die Bühne und Sänger Charlie animierte die Besucher in der Rosseltalhalle, beim Lied „Hey Baby“ laut „Uh!“ und „Ah!“ zu singen.

Zum Thema:

Die Stimmungsmacher Elferratspräsidentin: Anna-Katharina Blum; Spielleitung des Abends: Carolin Löbenbrück und Britta Biewer; Prinz: Berni I. (Haser); Herold Leon I. (Blum), Kinderprinzessin: Xenia I. (Holzmer); Hofnarr: Jonna (Bayard). Tanz: Tanzmariechen Alisa Huber und Michelle Roth; Juniorengarde; Damenballett; Prinzengarde; Männerballett; Schautanz-Gruppe. In der Bütt: Mario Hümbert und Hartmut Geibel; Bernd Bohnenberger und Rainer Nisius; Steven Hahn und Michael Krewer; Julia und Sabine Müller. Show: Knalliger; Panikorchester.






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