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So offen ist die Faasend an der Saar

Naßweiler
So offen ist die Faasend an der Saar
Andreas Lang
6. Februar 2017

Bei Hinnehott herrscht jetzt ein schwules Prinzenpaar. Martin und Roland Hurt regieren seit einigen Wochen als Martin I. und Roland I. bei der Karnevalsgesellschaft in Naßweiler.
Einen gelungenen Auftritt lieferte das Prinzenpaar der Hinnehott, Martin I. (l.) und Roland I. beim Prinzenfrühstück ab, hier umrahmt von Hinnehott-Vorsitzender Stefanie Klein (l.) und Begleiterin Bianca Dirk. Foto: Andreas Lang
Einen gelungenen Auftritt lieferte das Prinzenpaar der Hinnehott, Martin I. (l.) und Roland I. beim Prinzenfrühstück ab, hier umrahmt von Hinnehott-Vorsitzender Stefanie Klein (l.) und Begleiterin Bianca Dirk. Foto: Andreas Lang

Alles andere als Hinnehott präsentiert sich in der laufenden Session die Karnevalsgesellschaft aus Naßweiler. Denn nahe der Staatsgrenze hat die KG Hinnehott als zweiter saarländischer Verein in der kommenden Session ein schwules Prinzenpaar auf den närrischen Thron gesetzt. Die Eheleute Martin und Roland Hurt regieren so seit einigen Wochen als Martin I. und Roland I.. Schon zu Beginn waren die beiden Regenten sich absolut sicher: „An der Saar sind wir dieses Jahr das schrillste Prinzenpaar.“ Die Vorsitzende der Naßweiler Karnevalisten, Stefanie Klein, meint: „Damit sind wir nicht hinnehott, sondern topmodern.“

Und tatsächlich gaben die beiden beim so genannten Prinzenfrühstück, bei dem der Verband Saarländischer Karnevalsvereine (VSK) sein Prinzenpaar des Jahres ermittelt, ein tolles Bild ab. Außerhalb der Wertung trat das Prinzenpaar der Karnevalsgesellschaft Hinnehott dort an. Martin I. und Roland I. sind auch außerhalb des Karnevals ein Paar. Ein Teil ihrer Reimrede: „Ganz offen ist die Faasend an der Saar, bei der Hinnehott herrscht jetzt sogar ein schwules Prinzenpaar.“ Dafür gab es in der Halle ganz viel Applaus – ebenso für die offen geäußerte Hoffnung der beiden, im kommenden Jahr offiziell am Wettbewerb teilnehmen zu dürfen.

Während Roland I. der Stillere der beiden zu sein scheint, liebt Martin I. schrille Auftritte in der Öffentlichkeit. So versuchte er bereits seine Mitstreiter im Köche-Wettstreit „Perfektes Diner“ im Vergleich der Regionen von der saarländischen Küche zu überzeugen. Beim gleichen Sender war auch die Hochzeit der Hurts samt Trauzeremonie und der späteren Feierlichkeiten zu sehen – im Format „Vier Hochzeiten und eine Traumreise“. Jetzt also die saarländische Karnevalsbühne, aber wie ist es dazu gekommen?

Ganz einfach: Die Vorsitzende und die späteren Prinzen haben sich zufällig irgendwo getroffen. Anfangs wussten sie dabei noch nicht einmal, dass sie aus der gleichen Region kommen, denn das zufällige Treffen fand in der rheinischen Metropole Köln statt. Man verstand sich, plauderte. Über Köln, die Heimat, die Fastnacht und den Traum, einmal Prinz zu sein. Der Karnevalsvereinsvorsitzenden kam dieser Traum gelegen. Für die Hinnehott gehört ein Prinzenpaar zur Session, und wenn sie jemanden damit noch einen Traum erfüllen kann – umso besser.

Anstrengende Wochen stehen den Tollitäten jetzt bevor. Kappensitzungen in Naßweiler und bei befreundeten Vereinen. Dann die Straßenfastnacht. Dabei ist das Defilé der Prinzen bei den Umzügen in der Region Pflichtaufgabe. Bis hin zum Umzug in Großrosseln am Fastnachtsdienstag. Und glaubt man der Ankündigung vom Prinzenfrühstück, ist am Aschermittwoch noch nicht alles vorbei. Allenfalls Pause bis zur nächsten Session.






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