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mg-std-benin1mg-std-benininfotext1Saarländer unterstützen verschiedene Hilfsprojekte in Benin

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Von SZ-Mitarbeiter Stephan Drehmann
18. März 2008

Losheim. 14 Frauen und Männer sitzen um den großen runden Tisch im kleinen Konferenzraum des Gasthauses Zur Scheune in Losheim. Die Stimmung ist familiär. Die Menschen sind zusammengekommen, um den Menschen in einem der ärmsten Länder der Welt zu helfen
In Gohomey wurde ein Aids-Waisenhaus eingeweiht. Foto: SZ
In Gohomey wurde ein Aids-Waisenhaus eingeweiht. Foto: SZ
Losheim. 14 Frauen und Männer sitzen um den großen runden Tisch im kleinen Konferenzraum des Gasthauses Zur Scheune in Losheim. Die Stimmung ist familiär. Die Menschen sind zusammengekommen, um den Menschen in einem der ärmsten Länder der Welt zu helfen.

Eigentlich hatte Gert-Jürgen Berning nur ein Treffen des Arbeitskreises "Losheimer helfen in Afrika" abhalten wollen, doch an diesem Abend haben sich auch Mitglieder der Initiative Entwicklungsförderung Benin (EFB) eingefunden, darunter Vereinspräsident Karl-Magnus Kreuter. Und das mit gutem Grund. Die erst kürzlich aus Benin zurückgekehrten Delegierten des EFB haben angekündigt, von ihrer Reise zu berichten, und das will sich niemand entgehen lassen.

Locker und ungezwungen erzählen die sieben Frauen und Männer von ihren Erlebnissen.

Reise und Vorbereitungen sowie die Gastgeschenke finanzierten die Vereinsmitglieder aus eigener Tasche. Es ist wichtiges Prinzip des EFB, dass alle anfallenden Kosten und Verwaltungsmaßnahmen ehrenamtlich bewältigt werden. So kommen die Spendengelder ohne Verluste bei den Projekten in Benin an.

Der Verein engagiert sich vor allem in der Flächengemeinde Copargo im Norden des Landes. Dort werden die unterschiedlichsten Hilfsprojekte gefördert. Neben der Partnerschaft der Gesamtschule Losheim mit der einzigen weiterführenden Schule in der 50 000-Einwohner-Gemeinde investiert der Verein in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Losheim unter anderem in zwei Kindergärten, ein Hospital und ein Handwerkerzentrum. Die Eindrücke der deutschen Besucher sind sehr positiv. "Man hat das Gefühl, dass das Geld wirklich etwas bewirkt," schwärmt Vereinsmitglied Wolfgang Hermann. Diese guten Nachrichten hören die Anwesenden gern. Einige von ihnen waren selbst schon vor Ort und wissen die Fortschritte zu schätzen.

Ein weiteres Projekt, dessen sich der EFB angenommen hat, ist die Einrichtung eines Multifunktionshauses in Gohomey, wo seit 1995 ein Zentrum für Aidshilfe besteht. In Anwesenheit der deutschen Gäste eröffnete Benins Familienministerin Dansou den Neubau des dortigen Waisenhauses, in dem Kinder von Aids-Opfern betreut werden. Die Einweihung wird von den Delegierten als sehr emotionale Feier beschrieben.

Im Anschluss an die Reiseberichte gehen die Mitglieder des Vereins zur Tagesordnung über. Obwohl das Engagement in Gohomey einen vorläufigen Abschluss gefunden hat, gibt es viel zu tun. Copargo soll mit seinen unterschiedlichen Einzelprojekten zu einer Modellgemeinde werden. "Die Arbeit geht eigentlich jetzt erst los!", behauptet Heidrun Möller, Landtagsabgeordnete und engagiertes Vereinsmitglied. Neue Ideen werden aufgeworfen und diskutiert. Zum Beispiel, der Bau von Solar-Herden. Dadurch soll die Vegetation entlastet werden, die wegen des hohen Bedarfs an Feuerholz immer mehr versteppt. Intensiv beschäftigen sich die Mitglieder mit der Frage, wie man kostengünstig einen Wasserfilter installieren könnte, um sauberes Trinkwasser zu gewinnen. Jeder ist mit Herz und Seele dabei, keine Spur von Gleichgültigkeit. Das gemeinsame Engagement hat die Gruppe zusammengeschweißt.

< Wird fortgesetzt.

Hintergrund

Benin ist eine afrikanische Republik am Golf von Guinea und grenzt im Osten an Nigeria, im Norden an Niger und Burkina Faso und im Westen an Togo. Die Hauptstadt ist Porto Novo, der Sitz der Regierung befindet sich in Cotonou. Das Land hat zirka 7,5 Millionen Einwohner. Die Grundlage der Wirtschaft ist die Landwirtschaft. Benin gehört zu den ärmsten Ländern der Erde mit einer hohen Analphabetenrate und Mangel an medizinischer Versorgung. Neben der Amtssprache Französisch existieren über 60 lokale Dialekte. std





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