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Kappeskepp machen sogar die Ehe zum Knast

Sitterswald
Kappeskepp machen sogar die Ehe zum Knast
Heiko Lehmann
6. Februar 2017

Sitterswalds Fastnachter verwandeln Mehrzweckhalle in ein närrisches Gefängnis. Hunderte haben ihren Spaß daran.
Florian Hitzelberger und Sophia Nickles spielten bei der Sitzung ein Ehepaar, das sich ein Wortgefecht nach dem anderen lieferte. Foto: Heiko Lehmann
Florian Hitzelberger und Sophia Nickles spielten bei der Sitzung ein Ehepaar, das sich ein Wortgefecht nach dem anderen lieferte. Foto: Heiko Lehmann

Die Erfolgsgeschichte der Karnevalsgesellschaft „Die Kappeskepp“ Sitterswald geht weiter. Am Freitag und Samstag waren beide Kappensitzungen in der Mehrzweckhalle ausverkauft. Je etwa 400 Narren verwandelten die Halle in ein Tollhaus. Bei den Kappeskepp gibt es keinen Elferrat und keine festgezurrten Fastnachtsregeln, aber in jedem Jahr ein neues Motto. Diesmal: „Das ist aber bitter, wir feiern Faasend hinner Gittern!“ Die toll geschmückte Halle glich einem großen Gefängnis. Das Publikum spielte mit. Viele kamen als Sträflinge oder Panzerknacker verkleidet. Das Prinzenpaar saß auf der Bühne natürlich in einem kleinen Gefängnis. Trotz der wie immer ausgefallenen und etwas anderen Kappensitzung fehlten die klassischen Elemente keineswegs. Minigarde, Nachwuchsgarde, Juniorengarde und Prinzengarde lieferten einwandfrei Märsche und spektakuläre Showtänze ab. Genau wie das Funkenduo Jessica Wolff und Elena Thiel sowie die Funkenmariechen Giulia und Chantal Wolf. Auch die lustigen Teile der Kappensitzung sind bei den Sitterswaldern mitunter anders. Es gab war klassische Büttenreden, wie zum Beispiel von Steffen Welsch von den „Nix wie druff“ aus Blieskastel oder von Caroline Walter und Lisa Thörner von den Auersmacher Kowe. Die Höhepunkte der Komik blieben aber den Gastgebern vorbehalten. 2006 trat eine Gruppe der Kappeskepp zum ersten Mal bei der eigenen Kinderkappensitzung auf und spielte einen Sketch, der mit großem Erfolg beim Publikum ankam. Mittlerweile hat die Sketchgruppe Star-Status bei den Kappeskepp. Je neun Auftritte hatte die lustige Gruppe in unterschiedlichen Formationen am Freitag und am Samstag – alle zum Thema Gefängnis. Sophia Nickles und Florian Hitzelberger spielten ein Ehepaar im eigenen Familiengefängnis. „Ich hab' immer noch eine Figur wie ein griechischer Gott“, sagte Florian und erhielt von Sophia prompt die Antwort: „Du weißt schon, dass Buddha kein griechischer Gott war.“ Die Narren im Saal spendeten Szenenapplaus. Fast fünf Stunden dauerte die von Jessica Hohlreiter, Sophia Nickles und Sandra Bömer moderierte Sitzung. Zum krönenden Abschluss standen Tänze auf dem Programm. Spätestens beim Tex-Mix-Ensemble, das mit spektakulären Hebefiguren zu fetziger Musik tanzte, brachen in der Halle alle Dämme, und die Narren tanzten auf ihren Plätzen mit.

Etwa 70 Mitglieder der Kappeskepp sorgten an beiden Tagen dafür, dass diese Sitzungen so schnell keiner vergisst.

Zum Thema:

Die Akteure (leh) Minigarde, Nachwuchsgarde, Juniorengarde, Prinzengarde, das Funkenduo Jessica Wolff und Elena Thiel, die Funkenmariechen Giulia Wolff und Chantal Wolff, Männerballett, Golden Girls, Tex-Mix, die Kellergeister (Bübingen), Steffen Welsch (Blieskastel), Caroline Walter und Lisa Thörner (Auersmacher). Und hier die Sketch-Gruppe der Kappeskepp: Katja Lonsdorfer, Sophia Nickles, Frederic Hitzelberger, Rudi Bömer, Angelika Faber, Florian Hitzelberger, Thorsten Frey, Milena Wilbert, Christine Wilbert, Erwin Wilbert und Anna-Carina Jung.






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