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Lebenshilfe dankt einem großen Förderer

Kleinblittersdorf
Lebenshilfe dankt einem großen Förderer
Heiko Lehmann
4. Februar 2017

Manfred Zimmer prägte über Jahrzehnte an der Oberen Saar die Arbeit für Menschen mit Behinderung
Manfred Zimmer mit Tochter Claudia Heinzelmann. Sie ist seine Nachfolgerin an der Spitze der Lebenshilfe Obere Saar. Foto: Heiko Lehmann
Manfred Zimmer mit Tochter Claudia Heinzelmann. Sie ist seine Nachfolgerin an der Spitze der Lebenshilfe Obere Saar. Foto: Heiko Lehmann

Im Alter von 81 Jahren wurde Manfred Zimmer am Freitag auf dem Wintringer Hof verabschiedet. In mehr als 40 Jahren im Vorstand und 20 Jahren als Vorsitzender prägte Zimmer die Lebenshilfe für behinderte Menschen an der Oberen Saar mit. Und jetzt? Zimmer grinst. „Ich haben mich im vorigen Jahr als Geschichtsstudent an der Uni eingeschrieben und bin im ersten Semester. Zudem bin ich noch in einigen bundes- und saarlandweiten Bei- und Aufsichtsräten. Und bei unserer Lebenshilfe bin ich noch dabei, wenn ich gebraucht werde.“

In den 1970er-Jahren trat Zimmer der Lebenshilfe bei. „Eine meiner Töchter ist behindert. Behinderte Menschen brauchen jemanden, der für sie spricht. Ich bin automatisch in die Rolle gerutscht und wollte mich unbedingt einem Verein anschließen.“

Bereits früh hatte der Mann aus Ehrang bei Trier prägende Erlebnisse mit behinderten Menschen. „Als ich meine Tochter von einer Weihnachtsfeier abholte, habe ich beobachtet, wie sich behinderte Menschen gegenseitig helfen und füreinander da sind. Das war toll.“

1995 kaufte die Lebenshilfe den Wintringer Hof zwischen Kleinblittersdorf und Bliesransbach und machte ihn zu einem Aushängeschild für die Gemeinde Kleinblittersdorf. Zum Erntedankfest kommen Tausende aus dem ganzen Land. „Am Anfang stand hier eine alte Scheune, mehr nicht. Wir mussten alles neu aufbauen, aber wir haben es geschafft“, sagt Zimmer über den Wandel auf dem Wintringer Hof. Auch der Umgang mit behinderten Menschen habe sich kolossal verändert. „Früher wurden behinderte Menschen noch belächelt. Heute gibt es eine große Akzeptanz, Toleranz und ein Miteinander. Aber noch sind die behinderten Menschen nicht im Herzen unserer Gesellschaft angekommen. Hoffentlich kommen wir da irgendwann hin.“

Zimmers hoch dekoriertes Engagement für andere galt auch dem Sport. Der Wahl-Quierschieder war Fußball-Schiedsrichter, Rechtswart im Saarländischen Leichtathletik-Bund sowie Spartenleiter und Trainer bei den Turnern der SpVgg Quierschied.

Die Nachfolge als Vorsitzende der Lebenshilfe Obere Saar hat Zimmers Tochter Claudia Heinzelmann übernommen. Der Vorgänger sicherte Hilfe gern zu.






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