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Der TV Quierschied behält die Nerven

Quierschied
Der TV Quierschied behält die Nerven
Patric Cordier
29. März 2017

Im letzten Saisonspiel der Volleyball-Oberliga hieß es: Wer verliert, der steigt ab. Die junge Quierschieder Mannschaft konnte das Alles-oder-Nichts-Spiel gegen den SC Mutterstadt mit 3:1 gewinnen und den Klassenverbleib feiern.
Party mit Bier und Pizza: Die Damen des TV feierten den Verbleib in der Oberliga – und der ganze Verein feierte mit. Denn die Quierschieder blicken mit ihren Volleyball-Mannschaften auf eine erfolgreiche Saison zurück.
Party mit Bier und Pizza: Die Damen des TV feierten den Verbleib in der Oberliga – und der ganze Verein feierte mit. Denn die Quierschieder blicken mit ihren Volleyball-Mannschaften auf eine erfolgreiche Saison zurück.

Der TV Quierschied bleibt in der Volleyball-Oberliga Rheinland Pfalz/Saarland. Im entscheidenden Spiel gegen den SC Mutterstadt hieß es: Wer verliert, steigt ab. Den Quierschiederinnen gelang am letzten Spieltag in einer Nervenschlacht ein 3:1-Heimsieg. Die Nerven waren in dieser Saison ein Problem.

„Wir haben eine sehr junge Mannschaft. Die meisten spielen zum ersten Mal überregional“, erklärt Tina Mohr, die beim TBS Saarbrücken Drittliga-Luft geschnuppert hat. Sie fehlte dem TV Quierschied im entscheidenden Spiel am Samstag in der Taubenfeldhalle wegen einer Sprunggelenk-Verletzung. „Die Spielerinnen werden schnell nervös, wenn es nicht so läuft“, sagt Mohr. Und es lief nicht. Doch ihre Mannschaft zeigte diesmal Nervenstärke – und feierte den Klassenverbleib, während der SC Mutterstadt absteigt.

Beide Mannschaften kämpften mit ihrem Nervenkostüm. Die ersten zehn Punkte resultierten jeweils aus Fehlern der Gegnerinnen. Die Gäste fingen sich etwas schneller, holten den ersten Satz mit 25:20. Vor mehr als 150 Zuschauern kam der TV Quierschied im zweiten Durchgang besser ins Spiel. Nach einer Aufschlagserie von Paulina Krämer führte er schnell mit 7:0, gab den Vorsprung aber vor allem durch schwache Annahmen ebenso rasch wieder her. Dass ein technischer Fehler der Gäste zum 25:22-Satzgewinn für die Gastgeberinnen sorgte, war bezeichnend.

Auch im dritten Satz wechselten sich tolle, lange Ballwechsel mit haarsträubenden Fehlern auf beiden Seiten ab. Wieder wurde es eng, wieder hatte der TV Quierschied die besseren Nerven. Anka Becker schlug den Mutterstädter Doppelblock an – das 25:22. „Die Spielerinnen haben das toll gemacht, ich bin sehr stolz auf sie“, sagte Quierschieds Interimstrainerin Doris Wandel.

Die ehemalige Zweitliga-Spielerin ist sportliche Leiterin beim TV. Sie übernahm die junge Mannschaft, als diese mit dem erfahrenen Trainer Bernd Zewe nicht zurechtkam. „Wir haben in den entscheidenden Momenten den Ball zu den Spielerinnen gebracht, die auch die Punkte gemacht haben“, erklärte Wandel das Erfolgsrezept.

Nach fast zwei Stunden Spielzeit brachte Zuspielerin Natascha Drexler den Ball zu Krämer. „Ich wollte den Ball eigentlich die Linie entlang spielen“, schilderte die erst 15 Jahre alte Schülerin des Sulzbacher Theodor-Heuss-Gymnasiums den Matchball: „Als er in den Block ging, habe ich nur gebetet: Fall auf den Boden.“ Den Block „anpissen“, heißt das in der Volleyballer-Sprache. Und dieses „Anpissen“ führte zum umjubelten Klassenverbleib und einer wilden Feier mit dem ganzen Verein.

„Unsere zweite Frauen-Mannschaft ist Meister der Kreisliga. Die Herren I und II sowie die Damen III sind jeweils Vize-Meister ihrer Klassen“, freute sich TV-Abteilungsleiter Jörg Stoos: „Mit diesem Klassenverbleib war es eine herausragend erfolgreiche Saison für unseren Verein.“ Und diesem wird Wandel als sportliche Leiterin erhalten werden. Wer Trainer der Damen wird, ist noch offen.

Auch in der Mannschaft wird es Veränderungen geben. Marie Menke wird nach abgeschlossenem Studium in ihre Heimat Kiel zurückkehren, Anka Becker geht für ein Jahr in die USA. „Aber wir werden eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen“, sagt Stoos. Und er ergänzt: „Ich denke, wir stehen noch am Anfang der Entwicklung.“






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