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Höchste Ehre für einen Mann mit Herz

Quierschied
Höchste Ehre für einen Mann mit Herz
Michèle Hartmann
10. März 2017

Der Quierschieder Jürgen Bender erhielt gestern das Bundesverdienstkreuz. Und zwar für sein überbordendes soziales Engagement.
Der Träger des Bundesverdienstkreuzes, Jürgen Bender, mit seinen Enkelkindern Moritz (links) und Felix. Foto: Iris Maurer
Der Träger des Bundesverdienstkreuzes, Jürgen Bender, mit seinen Enkelkindern Moritz (links) und Felix. Foto: Iris Maurer

Ein Mann mit Format. Und mit einem Herz in Größe XXL: So oder so ähnlich wird er beschrieben von Leuten, die schon das Vergnügen hatten, ihn kennen zu lernen. Weil er vor allem ob seines segensreichen Wirkens geachtet wird, Beachtliches lautlos im Hintergrund leistet und sein Ego nicht aufplustert. Die Rede ist von Jürgen Bender. Ihm wurde am gestrigen Donnerstag eine ganz besondere Ehre zuteil. Im Quierschieder Rathaus erhielt er die höchste Auszeichnung, die unser Land an seine Bürger zu vergeben hat: Das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Die Urkunde ist vom Bundespräsidenten unterzeichnet, überbracht hat sie Saar-Sozialministerin Monika Bachmann. Unter anderem ist der heute 70-Jährige Gründungsmitglied und von Beginn an 2. Vorsitzender des Vereins ,,Bürger helfen Bürgern“. In dieser Funktion, da sind sich alle einig, hat er Außerordentliches geleistet, um den 2009 von der großen Flut in der Gemeinde betroffenen Menschen zu helfen. Auf rechtlich fundierter Basis wurde, wie Rathaus-Mitarbeiter erzählen, eine beachtliche Spendensumme gerecht verteilt.

Jürgen Bender hat aber noch viel mehr gemacht. In seiner Zeit als Präsident des Landessozialgerichtes hat er zahlreiche ehrenamtliche Aufgaben übernommen. Unter anderem engagierte er sich als Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender des Vereins der ,,Ökumenischen Sozialstation im Sulzbach- und Fischbachtal“. Ehrenamtlich tätig ist der zweifache Vater und Großvater überdies für die Evangelische Kirche und deren Gremien – und das in vielfältiger Funktion. Seit 20 Jahren ist er auch Vorsitzender des Verwaltungsrats der Neuen Arbeit Saar (NAS) und im Kuratorium der Stiftung Kreuznacher Diakonie als Mitglied vertreten.

Vor allem aber ist er 2013 vom Landtag zum Landespflegebeauftragten gewählt worden und dient seither als Sprachrohr – denjenigen Menschen, die sich selbst nicht mehr helfen und wehren können. Ministerin Monika Bachmann machte bei der Aufzählung der Ehrenämter irgendwann mal einen Punkt. Weil man, wie sie meinte, nicht alles aufzählen könne, was sein Leben und das seiner Mitmenschen prägte. Enorm viel Verantwortung habe er übernommen und seine Freizeit bedingungslos für andere geopfert.

Der Geehrte selbst machte am Redepult nicht viel Aufhebens um das, was seine Person und seine Arbeit auszeichnet, erwähnte jedoch, dass er, weil die Mutter sehr früh verstarb, gemeinsam mit seiner Schwester von einer der beiden Großmütter aufgezogen worden sei. Aus dieser Zeit sei ihm folgender Spruch noch präsent: ,,Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz.“ Deshalb gehe er mit dem Wort ,,Stolz“ doch etwas vorsichtiger um. Allerdings sei er ,,e bissje stolz“ darauf, dass er als Pflegebeauftragter bis auf einen eher ,,schrägen“ Fall am Ende viele ,,befriedete“ Menschen habe erleben dürfen. Im Übrigen, erzählte er im Beisein seiner Ehefrau Gabriele, der beiden Söhne und Enkelkinder, sei er im Rahmen seiner ehrenamtlichen Tätigkeiten immer mal wieder Menschen begegnet, von denen er sich habe eine Scheibe abschneiden können: ,,Das ist die umgekehrte Salami-Taktik, denn irgendwann wird eine Wurst daraus.“

Als Gastgeber gratulierte auch Bürgermeister Lutz Maurer dem 70-jährigen Quierschieder zum Bundesverdienstkreuz mit den Worten: ,,Er hat Spuren in unserem Gemeinwesen hinterlassen. Er ist uns allen ein Vorbild.“






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