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Närrische Strahlkraft über den Ort hinaus

Göttelborn
Närrische Strahlkraft über den Ort hinaus
Stefan Bohlander
7. Februar 2017

Prächtig gelaunt zeigten sich am vergangenen Samstagabend sowohl die Besucher als auch die Akteure in der Mehrzweckhalle.
Diese Gardetänzerinnen wussten zu gefallen. Foto: Iris Maurer
Diese Gardetänzerinnen wussten zu gefallen. Foto: Iris Maurer

Stimmung toll, Hütte voll: Salopp formuliert lässt sich so die erste Kostümsitzung des Karnevalsvereins Von der Höh in Göttelborn zusammenfassen. Prächtig gelaunt zeigten sich am vergangenen Samstagabend sowohl die Besucher als auch die Akteure vor, hinter und auf der Bühne. Dass die Göttelborner Fastnacht auch Strahlkraft über die Ortsgrenzen hinaus hat, zeigte sich daran, dass der neue Sitzungspräsident Ralf Kipper befreundete Karnevalisten unter anderem aus Quierschied, Fischbach-Camphausen, Merchweiler, Holz, Heusweiler und sogar aus Nonnweiler begrüßen durfte.

In der Bütt sorgten beispielsweise Mona und Andreas Ehrlich als „Tratschweiber“ Erna und Agatha für humorige Pointen. Seit sie im Lotto gewonnen habe, würde sie einen auf feine Dame machen, warf Andreas Ehrlich ein. Sie solle sich zudem nichts auf ihren Titel als Schönheitskönigin einbilden, den hätte sie vermutlich eh in einem Kaff gewonnen. „Warst Du in Quierschied oder Fischbach?“, fragte er sarkastisch. Es folgte ein gut gelaunt gespielter Sketch um Schminktipps, bei dem eine Feile für eine Maniküre und Maggi als Deodorant zum Einsatz kamen. Ein wenig Haarspray sprühte sich Andreas Ehrlich auch in den Schritt: „Das bringt mehr Volumen und sorgt für besseren Halt“.

Ordentlich den Saal zum Kochen brachten die Heuler von den Wambe aus Quierschied. Die Gesangstruppe um deren Vorsitzenden Hans-Peter Schumacher legte schon gut mit „Rucki Zucki“ los. Es folgten ein taktgerechtes Hüpfen zu „Humba Täterä“ und ein Fastnachts-Medley aus unter anderem „Viva Colonia“ und „Anita“. Zu Helene Fischers „Ich will immer wieder . . . dieses Fieber spür'n“ schoben sich die dezent in schwarz gekleideten Herren in den Hintergrund, um den Frauen in den glitzernden Shirts die Sangesstimme zu überlassen. „Schönheit geht nach hinten“, erklärte Schumacher. Seine Tochter Janica frotzelte frohgemut: „Oder auch gleich ganz von der Bühne“.

Zünftige Tanzeinlagen zeigte unter anderem die Prinzengarde. In ihren blau-weißen Outfits starteten sie ihre Vorführung in der Mitte der Mehrzweckhalle, um dann zum Gewinner des Eurovision Song Contests von 2012, „Euphoria“, die Bühne zu betreten. Dort tanzten sie auf und ab, drehten sich im Kreis, stellten sich in Sternformation auf und streckten ihre Beine in die Luft. Als Zugabe warfen sie dann alles in die Waagschale und animierten wie die isländischen Fußballer während der letztjährigen Europameisterschaft die Besucher mit lauten „Hu!“-Rufen zum Mitklatschen. „Als ich noch Prinz war, war ich stolz, dass solch eine Garde für mich getanzt hat“, zeigte Ralf Kipper seine Begeisterung.

Zum Thema:

(bo) In der Bütt: Hannah Bauer und Lena Doll; Robin Schmelzer; Mona und Andreas Ehrlich; Tim Jung und Gabriel Schuh; Janine Lostetter und Sarah Wagner. Tanz: Minigarde; Juniorengarde; Prinzengarde; KVG Ballett; Männerballett; Tanzmariechen: Lina Fries. Show und Gesang: Die Konsorten; Die Heuler; Sunnies. Kostüme: Birgit Seis, Mona Ehrlich und Maria Kipper. Termine: 2. Kostümsitzung: Samstag, 11. Februar, 20.11 Uhr; Närrisches Frühstück: Donnerstag, 23. Februar, 10.11 Uhr; Großer Umzug: Sonntag, 26. Februar, 14.30 Uhr.






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