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Behindert oder nicht: Mitmachen kann jeder: Sechs Deutsche Meisterschaftstitel hat Tischtennisspieler Franz John mittlerweile nach Riegelsberg geholt

Riegelsberg
Behindert oder nicht: Mitmachen kann jeder
Sechs Deutsche Meisterschaftstitel hat Tischtennisspieler Franz John mittlerweile nach Riegelsberg geholt
Walter Faas
24. November 2016

Die Behindertensportgemeinschaft Riegelsbeg bietet Hallensport auf hohem Niveau. Auch Hobbyspieler kommen zum Zug. Als „Aushängeschild“ gilt Franz John. Er hat seine sechste Deutsche Meisterschaft gewonnen.
Franz John Foto: Jenal
Franz John Foto: Jenal

„Natürlich gewinne ich gern, aber das ist nicht das Wichtigste“. Franz John, Riegelsberger Jahrgang 1939, einst Oberstudienrat im Berufsschulzentrum Saarbrücken, spielt seit 60 Jahren Tischtennis. Ein gefürchteter Gegner ist er, trotz körperlicher Einschränkungen. Denn als Sechsjähriger erlitt John einen Unfall, die Folge: Eine beidseitig steife Hüfte, ein verkürztes Bein, die Bewegungsfähigkeit bleibt lebenslang eingeschränkt.

An seiner Begeisterung für den Tischtennissport ändert das nichts. John gründet zunächst in Uchtelfangen einen Tischtennisverein, spielt später aktiv in Kutzhof, aktuell in Holz-Wahlschied, und wird Mitglied in der Behindertensportgemeinschaft (BSG) Riegelsberg. Dort feiert John große Erfolge, wird beispielsweise sechs Mal Deutscher Meister in seiner Schadensgruppe, zuletzt vor wenigen Wochen bei den bundesweiten Meisterschaften in Schutterwald.

„Er ist und bleibt das Aushängeschild unseres Vereines“, sagt Helmut Dreßler, heutiger Vorsitzender der BSG. Johns Stärken liegen im Spiel am Tisch und seiner guten taktischen Grundauffassung des schnellen Rückschlagspieles. Mit anderen Worten: Er erkennt schnell die Schwächen des Gegners, kann das Spiel „lesen“, hat auch das erforderliche „Händchen“.

John, der auch im Nichtbehinderten-Tischtennis auf beachtliche Erfolge blicken kann (mehrfache Siege bei Saarlandmeisterschaften der Senioren und Ligasiege belegen dies) und der in Riegelsberg auch erfolgreich Ligaschach spielt, mag garnicht groß über seine sportlichen Erfolge reden. Schon eher über die positiven Effekte speziell des Tischtennissportes für Menschen mit Einschränkungen. John: „Es gibt keinen besseren Gesundheitssport. Tischtennis schult Reflexe, Auffassungsgabe, Konzentration, den Gleichgewichtssinn, die Bewegungsfähigkeit. Es ist gut für die Kameradschaft und man kann es ganzjährig ohne große Verletzungsgefahr in der Halle spielen. Ich biete an, alle Interessierten in den Tischtennissport einzuführen. Es ist nie zu spät, um damit anzufangen“, sagt John. Er verfügt über eine Trainerlizenz, den Schiedsrichterschein und die Übungsleiter-Ausbildung für den Behindertensport. Gespielt wird immer dienstags von 19 bis 20.30 Uhr in der Riegelsberghalle; John: „Mitmachen kann jedermann, ob behindert oder nicht.“

Die BSG Riegelsberg bietet neben Tischtennis weitere Sportarten an, unter anderem Fußballtennis, Kegeln, Schwimmen und Gymnastik. Auskunft erteilt der Vorsitzende Helmut Dreßler unter Telefon (0 68 06) 4 48 49.

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Auf einen Blick Neben Franz John waren vor wenigen Wochen folgende Spieler der BSG Riegelsberg bei den Deutschen Meisterschaften der Behinderten im Tischtennissport in Schutterwald erfolgreich: Thomas Schimek und Erik Laubach gewannen in ihren Schadensklassen ebenfalls die Goldmedaille und damit den Titel des Deutschen Meisters. Dies gelang auch dem Doppel Thomas Schimek und dem Köllerbacher Bernhard Detzler. Detzler errang darüber hinaus die Silbermedaille im Einzel. Stefan Schömer durfte sich über einen dritten Platz und damit die Bronzemedaille freuen. Ebenfalls Bronze ging an das Riegelsberger Doppel Erik Laubach und Stefan Schömer. et






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