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Erfolgreiche Saison 2016/17 beim Tischtennisclub Gersweiler

Eine magische Saison
Tischtennisclub Gersweiler
12. April 2017

Der Rückblick gestaltet sich etwas ungläubig. Vor der abgelaufenen Spielzeit 2016/17 hätte beim Tischtennisclub Gersweiler wohl niemand damit gerechnet, dass sie so erfolgreich werden würde. Zu unsicher waren die Voraussetzungen, zu gering das Selbstvertrauen. Doch am Ende stehen zwei Vizemeistertitel, eine Meisterschaft – und ein nicht für möglich gehaltener Aufstieg. Doch der Reihe nach:
Der TTC blickt auf eine turbulente Saison zurück.
Der TTC blickt auf eine turbulente Saison zurück.

In der Spielersitzung vor der Saison blickt man in wenig euphorische Gesichter. Nachdem die erste Mannschaft in der Bezirksliga Südwest in allerletzter Sekunde dem Abstieg entkommen war, sind Kampfansagen Mangelware. Und auch bei der Reserve, der zwei Ligen tiefer die sportliche Bedeutungslosigkeit droht, herrscht alles andere als Einigkeit. Hier der Wunsch nach dem Aufstieg mit allen Mitteln, dort der Ruf nach Nachhaltigkeit, Geduld und mehr Spielzeit für den Nachwuchs.

Entsprechend holprig läuft auch die Vorrunde: wenige Spiele in Bestbesetzung, verschenkte Punkte, leichter Frust. Und ob das nicht schlimm genug wäre, unterläuft dem Mannschaftsführer auch noch ein folgenschwerer Fauxpas. Der lockere Sieg gegen das Tabellenschlusslicht Kleinblittersdorf II wird nach einem Aufstellungsfehler in ein 0:9 umgewandelt. Platz sieben – und noch mehr Frust. Doch dass der Sport als unberechenbares Mysterium viele seiner Klischees erfüllt, zeigt sich zwei Monate später. Erst gewinnt das Team unerwartet gegen Aufstiegs-Mitfavorit Friedrichweiler, dann meldet Kleinblittersdorf seine Mannschaft ab – und löscht damit alle Punkte seiner Spiele. Weil Friedrichweiler gleichzeitig in Lauterbach patzt, steht Gersweiler plötzlich auf Rang zwei – einem Aufstiegsplatz.

Von dort grüßt parallel auch das erste Team, das zwar nicht ausschließlich Glanzleistungen auf die Tische zaubert, aber durch Kampf und Nervenstärke die nötigen Punkte holt. Der wichtigste Faktor ist Spitzenspieler Oliver Bastian, der neben seinem großen Anteil am Klassenerhalt in der Vorsaison auch diesmal die ganze Truppe auf die nächste Leistungsebene hebt. Da Tabellenführer Dudweiler jedoch zu stark besetzt und uneinholbar ist, bleibt der Aufstieg kein Thema. Und ein weiterer Nackenschlag bringt auch die besorgten Mienen wieder zum Vorschein.

Philipp Kiefaber verletzt sich und fällt fast die gesamte Rückrunde aus. Die Mannschaften beraten sich – und legen den Fokus auf den Aufstieg der Reserve. Kiefaber wird hauptsächlich durch den Nachwuchs ersetzt, damit das zweite Team in Bestbesetzung antreten kann. Es gelingt. Einen Spieltag vor Schluss steht Gersweiler II gemeinsam mit Geislautern II als Aufsteiger in die Kreisliga Südsaar fest. Doch auch die erste Mannschaft lässt nicht nach, kassiert nur eine einzige Niederlage gegen Dudweiler und wird mit zehn Punkten Vorsprung souverän Vizemeister.

Den einzigen Meistertitel der Saison holen parallel die Senioren in der Kreisliga Südsaar, die jedoch nach dem Verzicht in der Vorsaison nicht regulär aufsteigen dürfen. Einzig die Jugendmannschaft sorgt mit einer Runde zum Vergessen für einen Wermutstropfen. Doch mit neuer Zusammensetzung und frischer Spielstärke verspricht auch dies mehr Erfolg für die kommende Spielzeit.

Die Unberechenbarkeit des Sports und diese magische Saison werden wohl dafür sorgen, dass die Gesichter in der nächsten Sitzung weitaus entspannter aussehen.






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