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Neues Projekt des Kammerchores Canta Nova Saar mit Daniel Roth

Canta Nova Saar meets Daniel Roth
Canta Nova Saar
31. Januar 2017

Ein spannendes Kapitel der französischen, genauer gesagt der deutsch-französischen Musikgeschichte - darum geht es in dem neuen Projekt des Kammerchores CANTA NOVA SAAR!

Mitte des 19. Jahrhunderts schuf der geniale französische Orgelbauer Aristide Cavaillé-Coll sein Meisterwerk - die große Orgel in St. Sulpice/Paris.mit rund 100 Registern sein „opus magnum“.

Dass er den Auftrag dazu bekam, verdankte er im Wesentlichen dem heute vergessenen deutschen Kirchenmusiker Georg ("Georges") Schmitt aus Trier, der nach seiner Entlassung aus dem Amt des Trierer Domorganisten in Paris bei Berlioz und Rossini studiert hatte. 

Schmitt wurde nun aber mitnichten Organist in St. Sulpice, man zog ihm den "moderneren" Lefebure-Wély vor. Dessen Nachfolger wurden unter anderem Widor und Dupré, heute wirkt der aus Mulhouse im Elsaß stammende Daniel Roth an der mit 100 Registern größten Cavaillé-Coll-Orgel.

Auf seine Initiative hin wurden Bernhard Schmidt und Canta Nova Saar eingeladen, ein Hochamt und ein Konzert in St. Sulpice gestalten – eine große Ehre für die saarländischen Musikerinnen und Musiker, die damit eine Konzertreihe glanzvoll beschließen, die im Saarland beginnt und über Lothringen nach Paris führt.

Roth, der als einer der führenden französischen Orgelvirtuosen unserer Zeit gilt, ist seit 1985 Titularorganist in St. Sulpice und gilt durch seine Konzerte, wie auch durch seine Lehrtätigkeit, weltweit als anerkannter Spezialist und Bewahrer der französischen Orgeltradition. Wie sein großes Vorbild Albert Schweitzerist er jedoch ebenso in der Musik Johann Sebastian Bachs zuhause, die einen festen Bestandteil seines Repertoires bildet. Seine Kompositionen für Orgel, Chor oder kammermusikalische Besetzungen runden sein künstlerisches Schaffen ab.

Canta Nova Saar wird einige seiner Chorwerke zur Aufführung bringen, ebenso auch Werke von Schmitt, Widor und Dupré, an der Orgel begleitet wird der Chor dabei von Maître Daniel Roth persönlich.

Die Musik der komponierenden Orgelvirtuosen von St. Sulpice verbindet viele unterschiedliche Einflüsse: Neben der Tradition des gregorianischen Chorals und der barocken Polyphonie finden sich naturgemäß auch Einflüsse der französischen Romantik und der Moderne, was sich ja auch in dem sinfonischen Klangideal der Orgeln Cavaillé-Colls widerspiegelt.

Monumentale Klangfülle, aber auch eine schier unerschöpfliche Palette orchestraler Klangfarben, die an die Streicher und Blasinstrumente des Sinfonieorchesters erinnern. Es ist eine Musik, die für die großen Kirchenräume und ihre Akustik komponiert ist, die von mystischer Versenkung bis hin zur großen, erhabenen Geste die ganze Bandbreite der Empfindungen religiöser Musik zelebriert.






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