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„Net schwätze – schaffe“: Friedrichsthaler Verein hilft, wo er kann – Gutes Netzwerk und viele Kontakte sind das A und O

„Net schwätze – schaffe“
Friedrichsthaler Verein hilft, wo er kann – Gutes Netzwerk und viele Kontakte sind das A und O
Stefan Bohlander
21. Februar 2017

Die Vorstandsmitglieder des Vereins Hand in Hand. Von links: Petra Pabst, Martin Scheuermann und Esther Steiniger. Foto: Stefan Bohlander
Die Vorstandsmitglieder des Vereins Hand in Hand. Von links: Petra Pabst, Martin Scheuermann und Esther Steiniger. Foto: Stefan Bohlander

Schwierige Zeiten verlangen nach zupackenden Händen - Und das geht am besten „Hand in Hand“. Ende Oktober 2015 fanden sich etwa 20 Bürger aus Friedrichsthal, Sulzbach und Umgebung zusammen. Seinerzeit habe man mitbekommen, wie schlimm die Situation der Flüchtlinge sei und wollte einfach nur helfen. Durch Integrationshilfe beispielsweise, durch Vermittlung und Pflege von Patenschaften oder durch Hilfe bei Behördengängen. So entstand letztendlich der Verein „Hand in Hand“.

„Alle, die heute im Vorstand sind, waren auch in der Flüchtlingshilfe in Lebach engagiert“, erzählen die Vorsitzenden Esther Steiniger und Martin Scheuermann. Doch schon schnell merkte man, dass nicht nur in der Flüchtlingshilfe helfende Hände gesucht wurden. So war auch unbürokratisches und vor allem schnelles Handeln gefragt, als im Sulzbach- und Fischbachtal im vergangenen Jahr viele Bürger Opfer des Hochwassers wurden. Da vermittelt man auf kurzem Wege Kleidung oder Möbelstücke oder hilft dabei, Kontakte zu zuständigen Stellen zu knüpfen.

Wichtig dabei ist, dass die Hilfe in der näheren Umgebung greift und dass alles über persönlichen Kontakt geht, so die Vorsitzenden. So habe man eine Familie unterstützt, deren Wohnung beim Hochwasser beschädigt wurde und umziehen musste - kurz danach brannte das neu bezogene Haus ab. „Die brauchen natürlich alles“, so die beiden Vorsitzenden.

Um möglichst rasch hilfreich einspringen zu können, sind gute Kontakte untereinander unerlässlich. Das geht im Verein meistens per WhatsApp, Facebook oder sonstigen Messenger-Diensten. Sollte man dort nicht helfen können, hört man sich im Freundes- und Bekanntenkreis um. Alle sind nämlich noch in anderen Vereinen engagiert. Esther Steiniger in der Tierhilfe Saarland zum Beispiel und Martin Scheuermann bei Nuca Animal Welfare Deutschland. Wieder andere helfen bei Ingo's kleiner Kältehilfe Obdachlosen in Saarbrücken oder sind ganz profan Mitglied in einem Karnevalsverein - und dienen so als „Multiplikator“. „Gutes Netzwerk ist das A und O“, sagen die beiden.

Auch in den Orten selbst ist man gut vernetzt, tauscht sich unter anderem mit der Caritas Gemeinwesen-Arbeit in Friedrichsthal und Sulzbach oder mit dem Kompass in Sulzbach aus. Die Bürgermeister der beiden Städte, Rolf Schultheis und Michael Adam, hätten auch jeweils beide ein offenes Ohr, wenn es drauf ankommt. Getreu dem Motto „Net schwätze - schaffe“ haben die Mitglieder auch in der Zukunft noch einiges vor. Einen Vortrag zum Thema Syrien und Flüchtlinge hat man bereits organisiert, andere Veranstaltungen wie Konzerte sollen folgen. Ein großer Traum sei es, eine Art Mini-Fußball-WM auszurichten. So könnten Kinder aus allen möglichen Nationen miteinander spielerisch in Kontakt kommen.

 

Zum Thema:

 

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