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Das Saarland gibt's auch als Kartenspiel

DILLINGEN
Das Saarland gibt's auch als Kartenspiel
Jana Rupp
11. April 2017

Eine Schülerfirma startet richtig durch: Syndikaart produziert ein Saar-Spiel namens „Vorwitzkaart“. 440 sind schon verkauft, weitere vorbestellt.
Die Schülerfirma Syndikaart vom Albert-Schweitzer-Gymnasium Dillingen präsentiert ihr Produkt „Vorwitzkaart“. FOTO: JANA RUPP
Die Schülerfirma Syndikaart vom Albert-Schweitzer-Gymnasium Dillingen präsentiert ihr Produkt „Vorwitzkaart“. FOTO: JANA RUPP

Spielerisch das Saarland erkunden: Seit dem Kartenspiel „Vorwitzkaart“ ist das kein Problem mehr. In dem Spiel sind Informationen über das Saarland in Rubriken wie Sehenswürdigkeiten, Feste und Sprüche bis hin zu bekannten Städten und saarländischen Rezepten abgebildet. Diese werden durch Fotos, Beschreibungen und QR-Codes – womit sich Nutzer mit einem Klick die Infos auf das Smartphone laden können – erklärt, so dass beim Spieler am Ende keine Fragen mehr über das Saarland offen bleiben sollen.

„Man lernt das Saarland einfach besser kennen“, sagt Lara Bauer, neben Mirjam Haas Vorsitzende von Syndikaart. Aus einem typischen Skatspiel mit 32 Karten hat die Schülerfirma Syndikaart des Albert-Schweitzer-Gymnasiums in Dillingen eine kompakte, informative und vor allem spielbare Art von Reiseführer fürs Saarland entwickelt.

Die 13 Schüler haben während eines Wirtschaft-Seminarfaches die Firma gegründet und das Produkt entworfen. Die Idee dazu kam einem der Schüler im Urlaub, als er sich mit ehemaligen Saarländern über die Heimat unterhalten hatte, und diese die neuesten Entwicklungen im Saarland gar nicht mehr kannten. „Das Saarpolygon gibt's zum Beispiel erst seit 2016. Klar, dass davon noch nicht jeder weiß.“ Interessierte bekommen durch das Spielen also die Chance, die Infos nachzulesen.

Nach sechs Monaten Ideenfindung, Entwicklung, Design und Produktion haben die Elftklässler es geschafft, das erste fertige Produkt in den Händen zu halten. Neben dem Kartenspiel haben sie auch Werbemittel wie Flyer, Visitenkarten, Roll-Ups und einheitliche Kleidung für das Team entworfen und produzieren lassen.

Bislang haben sie innerhalb von zweieinhalb Wochen schon 440 Kartenspiele verkauft. Viele weitere sind vorbestellt und schon in der Mache. Erwerben kann man es zum Preis von 5,95 Euro auf der Internetseite der Firma und an verschiedenen Stellen in Saarlouis, wie im Hotel La Maison und auch bald bei Pieper. Pro verkauftem Kartenspiel spenden die Schüler einen Euro an die „Initiative zur Unterstützung krebskranker Kinder im Saarland“. Zusätzlich helfen sie körperlich und geistig behinderten Menschen, indem sie ihre Karten und Werbemittel in einer Behindertenwerkstatt in Luxemburg anfertigen lassen und den Mitarbeitern beim Verpacken des Spiels zur Hand gehen.

Die Schüler haben mit dem Produkt bereits den dritten Platz bei der Schülerfirmenmesse FIRMes in Neunkirchen erreicht und dort allein 211 Spiele verkauft. Weiter treten sie am Mittwoch, 3. Mai, beim Junior Landeswettbewerb in Saarbrücken an. Für die Erfolge der Firma muss das Team allerdings hart arbeiten. Neben den wöchentlichen Treffen arbeiten die Schüler auch nach der Schule noch zu Hause weiter an ihrem Projekt.

www.syndikaart.wixisite.com/

syndikaart.

 

Zum Thema:

 

Vom Seminarfach zur eigenen Firma Das sind die Mitglieder der Schülerfirma Syndikaart: Michael Bach (Technik); Lara Bauer (Vorsitzende); Mirjam Haas (Vorsitzende); Laura La Placa (Verwaltung); Sophia Lauenroth (Verwaltungsleitung); Sevkab Nas (Technik); Michael Prediger (Finanzleitung); Justin Schorn (Finanzen); Leonard Schuldgen (Verwaltung); Henrik Wahl (Technikleitung); Jana Weller (Marketing); Nicolas Wendler (Marketingleitung); Melanie Wollscheidt (Marketing).






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