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Hoch über den Denkmälern des Saarlandes dem Himmel ganz nah: Der Verein „Gleitschirmfreunde Hochwald“ sorgt sich auch um den Erhalt der Natur

Hoch über den Denkmälern des Saarlandes dem Himmel ganz nah
Der Verein „Gleitschirmfreunde Hochwald“ sorgt sich auch um den Erhalt der Natur
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21. Februar 2017

Hoch oben wird der Motor ausgeschaltet und der Fluglehrer und seine Tandempartnerin dürfen den Ausblick in luftiger Höhe genießen. Foto: Winfried Thomé
Hoch oben wird der Motor ausgeschaltet und der Fluglehrer und seine Tandempartnerin dürfen den Ausblick in luftiger Höhe genießen. Foto: Winfried Thomé

Der Traum vom Fliegen: Seit ewigen Zeiten treibt er die Menschen an. Sich hinaufzuheben und frei zu schweben über seinem Lebensraum. Alles einmal aus der Perspektive der Vögel zu bestaunen. Wie berauschend muss das sein! Und wie berauschend erst für den Saarländer, sein Land aus dieser Sicht zu betrachten. Direkt über den Halden von Ensdorf zu kreisen, die Industriedenkmäler in Reden zu überfliegen oder Runden über den Losheimer Stausee zu drehen. „Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.“ Nicht ohne Grund lautet so das Motto des Vorsitzenden der Gleitschirmfreunde Hochwald. Winfried Noll atmet durch, wenn er sich mit seinem Gleitschirm in die Lüfte hebt. Und dann sieht er klarer.

 

Viel unterwegs und in Feierlaune

Wenn sich die Gleitschirmfreunde von ihren Starthügeln bei Ensdorf in die Winde werfen und in Höhen zwischen 0 und 120 Metern über der Halde Ensdorf schweben, müssen sie leider auch oft erkennen, dass es viele ihrer Zeitgenossen mit dem Naturschutz nicht ganz so eng nehmen. „Jede Menge Unrat lassen viele der Haldenbesucher zurück“, so Noll. „Unrat, den wir von oben natürlich gut ausmachen können.“

 

Der Verein, der sich 1992 gründete und seit 2004 den Startplatz auf dem Hochplateau der Ensdorfer Bergehalde nach vielen Verhandlungen und mit großem Aufwand herrichtete, wollte das so nicht stehen lassen. Die „Haldenflieger“ sahen nur eine Möglichkeit. Selbst die Initiative ergreifen. Seitdem führen 15-20 der Fliegerkollegen drei- bis viermal jährlich eine Müllentsorgungskampagne durch. Ehrenamtlich. Das brachte ihnen beim Neujahrsempfang am 6. Januar dieses Jahres eine verdiente Auszeichnung durch den Bürgermeister Hartwin Faust ein.

Darum geht es den Mitgliedern aber nicht. Es „ihr“ Gelände, das sie sauber wissen möchten. Die Gleitschirmfreunde sind darüber hinaus auch keine Kinder von Traurigkeit. Im Gegenteil. Es wird in Sachen Gleitschirmfliegen viel gereist und noch mehr gefeiert. Ob beim Stubai-Cup in Tirol oder einfach bei der Weihnachtsfeier oder dem Sommerfest zuhause im Saarland, es geht lustig und heiter zu, wie es sich gehört im saarländischen Vereinsleben.

 

Was sind bitte sehr „Moschis“?

Seit 2015 haben sich die Gleitschirmfreunde auch mit motorisierten Schirmen beschäftigt. Damit geht es nun weiter und höher hinaus. Winfried Nolls Begeisterung ist spürbar:

 

„Das eigentlich unbeschreibliche am Moschi-Fliegen ist hier die Kombination aus Flugtechnik und beinahe grenzenloser Unabhängigkeit von Windrichtung und Wolkenuntergrenze. Die Steigerung der Euphorie und des Genussfaktors hat man hierbei mit dem Gashebel in der Hand und ist nicht nur auf Thermiksäulen oder Hangaufwinden abhängig. Hoch oben wird der Motor ausgeschaltet, lautlos und mit einem Gefühl der Schwerelosigkeit gleitet man zum Landeplatz.“ Mehr muss man dazu wohl nicht sagen. Doch. Wer nämlich jetzt Lust bekommen hat, einmal in die Luft über dem Saarland zu gehen, der kann das mit den Gleitschirmfreunden im Tandem tun. Informationen hierzu gibt es unter www.tandemfliegen.de.

 

Zum Thema:

 

Auf einen Blick Die Gleitschirmfreunde sind im Internet unter www.gleitschirminfo.de zu finden. Auf der Seite gibt es neben Informationen auch Videos zu den Flügen über dem Saarland. Winfried Noll (Vorsitzender) Tel. (0 68 81) 8 80 84 28 R. Luxemburger (2. Vors.) Tel. (0 68 31) 95 88 77




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