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Lebach reduziert die Zahl der Löschbezirke

Lebach
Lebach reduziert die Zahl der Löschbezirke
Monika Kühn
2. März 2017

In den Lebacher Löschbezirken stehen Umstrukturierungen an. Derzeit ist ein neuer Bedarfsplan für die Wehr in der Mache.
Das Archivbild zeigt die Feuerwehr Lebach im Einsatz gegen Hochwasser im Februar 2016. Foto: ruppenthal.
Das Archivbild zeigt die Feuerwehr Lebach im Einsatz gegen Hochwasser im Februar 2016. Foto: ruppenthal.

Zurzeit wird für Lebach ein Feuerwehrbedarfsplan erstellt. Ein Gutachter wird der Verwaltung entsprechende Vorschläge unterbreiten, wo aufgerüstet, was erneuert oder umgebaut werden muss. Es wird sicherlich danach viel Diskussionsstoff geben, ist sich der Wehrführer der Stadt Lebach, Hans Kartes, sicher. Egal, was der Bedarfsplan empfiehlt, es wird Geld kosten. Seitens des Landes werde es eine Mustersatzung geben, an die sich die einzelnen Kommunen halten. Darin werden zum Beispiel alle Ortschaften eingestuft. Anhand der Stufe werde dann die Personalstärke der Feuerwehr berechnet und die Fahrzeugausstattung ausgearbeitet.

Der Faktor Zeit spielt dabei eine große Rolle. Nach der Alarmierung muss nach acht Minuten die Feuerwehr vor Ort sein. Fünf Minuten später, also nach 13 Minuten, eine weitere Staffel. Kartes erklärt, dass vier Minuten gerechnet werden bis die Feuerwehrmänner am Gerätehaus sind, umgezogen und startklar sind. Weitere vier Minuten werden für die Fahrt zum Brand- oder Unfallort gerechnet. Das sei mit den jetzigen elf Löschbezirken zu bewerkstelligen. Ab März werden es nur noch zehn sein. Eidenborn und Falscheid schließen sich zusammen und nennen sich dann Lebach West mit Standort Falscheid.

Die Doppelalarmierung habe gute Gründe. Im ersten Fahrzeug sind meist nur sechs Mann. Das zweite Löschfahrzeug muss Gruppenbesatzung haben, also neun Mann. Damit ist auch sicher gestellt, dass sechs Atemschutzgeräteträger dabei sind. Diese Doppelalarmierung gilt ab Brandstufe 3, wie zum Beispiel Wohnhausbrand. Sonderalarm wird ausgelöst bei Einsätzen in der Landeswohnsiedlung, im Krankenhaus oder im Seniorenheim. Der Alarm läuft immer bei der Rettungsleitstelle auf dem Winterberg auf. Der Computer alarmiert die entsprechenden Löschbezirke.

Die Feuerwehr der Stadt besitzt zwei Hilfssätze, wie Scherenspreizer. Ein Hilfssatz befindet sich in Lebach, der zweite in Thalexweiler. Bei entsprechenden Einsätzen werden immer beide geordert, damit stets ein zweiter Satz bereitsteht, falls was kaputtgeht. Die Drehleiter steht in Lebach. Seit einem Jahr, wie Kartes weiter berichtet, werden mit der Lebacher Drehleiter die Orte Bubach, Calmesweiler, Macherbach und Eppelborn abgedeckt. „Das klappt prima.“

Zum Fuhrpark der Feuerwehr gehört auch ein Sonderfahrzeug Logistik, das für das gesamte Stadtgebiet genutzt wird.

In den nächsten Jahren stehen Neuanschaffungen von Fahrzeugen für Steinbach, Niedersaubach, Dörsdorf und Falscheid/Eidenborn an. Die Fahrzeuge sind älter als 30 Jahre. Jedes Auto kostet gut 200 000 Euro. Auch stehen Renovierungsarbeiten in nächster Zukunft in einzelnen Gerätehäusern an. Das wären: Umkleidekabinen für Frauen und Mädchen, Abzugsanlagen für die Garagen, in denen gleichzeitig auch die Spinde untergebracht sind. Viel Zeit und Geld muss auch in den laufenden Unterhalt gesteckt werden. Nicht nur die Feuerwehrautos unterliegen einer ständigen Überwachung, jede Jacke, jedes Seil, jeder Gurt – alles muss in regelmäßigen Abständen überprüft und dokumentiert werden.






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