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Rettung in allerletzter Sekunde

Saarlouis
Rettung in allerletzter Sekunde
David Benedyczuk
4. April 2017

Die Saarlouis Sunkings haben am letzten Spieltag der Saison den Klassen- verbleib geschafft. Fans und Spieler feierten am Ende frenetisch.
Adrian Kuyinu, Hari Mujkanovic und Florian Kirsch (vorne, v. l.) verabschieden sich von den Fans. Für Mujkanovic war es das letzte Spiel für die Sunkings. Foto: Rup
Adrian Kuyinu, Hari Mujkanovic und Florian Kirsch (vorne, v. l.) verabschieden sich von den Fans. Für Mujkanovic war es das letzte Spiel für die Sunkings. Foto: Rup

Am Ende ist die Erleichterung fast greifbar: 80 Sekunden vor der Schluss-Sirene erheben sich die 300 Zuschauer in der Stadtgartenhalle von den Sitzen. Mit Applaus begleiten sie am Samstag die letzten Szenen einer Achterbahnsaison der Saarlouis Sunkings. Mit dem 85:71 (40:44)-Erfolg über die SG Dürkheim-Speyer wechselten die „Sonnenkönige“ im allerletzten Moment noch auf die Sonnenseite, nachdem sie vor zwei Wochen schon so gut wie weg vom Fenster waren. Vom letzten Platz, der zum Abstieg geführt hätte, ging es dank des neunten Saisonsiegs (17 Niederlagen) sogar um drei Positionen rauf auf Rang elf – weil fünf Teams punktgleich am Tabellenende stehen und die Sunkings im Fünfervergleich die zweitbeste Bilanz aufweisen.

„Ich freue mich einfach. Die Jungs haben erneut gezeigt, dass sie mit Druck umgehen können. Einen besseren Abschluss kann man sich nicht wünschen“, sagte Sunkings-Trainer Dennis Mouget nach Zitterfinale. Die Erleichterung, dass der zweite Abstieg in Folge vermieden wurde, stand ihm ins Gesicht geschrieben. Auch Vater Hanno Mouget purzelten die Steine nur so vom Herzen. Um das zu zeigen, brauchte der Teammanager nur auf sein schweißgetränktes Shirt zu deuten.

Vor dem dramatischen Schlussakt war der Druck noch mal größer geworden. Bereits am Nachmittag hatten die bisher punktgleichen ASC Mainz und Tigers Tübingen jeweils den neunten Sieg eingefahren, womit klar war, dass Saarlouis erstmals in der Spielzeit zwei Spiele in Folge gewinnen musste, um den Abstiegsplatz zu verlassen.

Der Start gegen Speyer hätte nicht besser laufen können: Per Dreier traf Sunkings-Spielmacher Lindsey Hughey-Hall nach gut drei Minuten zum 15:0. Dann aber folgte das große Zittern. „Das Spiel war exakt wie die Saison“, urteilte der Trainer. Guter Auftakt, dann viel Leerlauf – und ein starker Endspurt. In der Endphase des dritten Viertels sorgten die Gastgeber für die Vorentscheidung. Angeführt von Center Hari Mujkanovic zogen die Sunkings mit einem 10:0-Lauf auf 64:52 davon – der Stadtgarten stand Kopf. Die Führung gaben sie nicht mehr ab, der überragende Niederländer Chaed Wellian (27 Punkte) beseitigte mit zwei seiner sieben Dreier zum 85:69 die letzten Zweifel. Die letzten Sekunden tickten unter den Ovationen der Zuschauer herunter, wenig später verteilten die Spieler Freibier und läuteten eine lange Partynacht ein.

„Ich bin sehr glücklich. Das war der größte Sieg der Saison, denn es war Haris letztes Spiel, und wir wollten für ihn alles geben“, verriet Wellian nach dem Showdown. Und tatsächlich bestätigte der Sunkings-Center: „Ich war jetzt elf Jahre hier, habe viel investiert. Ich bin erleichtert, dass wir gezeigt haben, dass wir ein Team sind. Jetzt ist die Jugend dran“, sagte Jungvater Mujkanovic, der künftig mehr Zeit für die Familie haben will.

Die Punkte für die Saarlouis Sunkings: Chaed Wellian 27, Hari Mujkanovic 16, Lindsey Hughey-Hall 15, Alan Bedirhanoglu 12, Adrian Kuyinu 9, Edgar Schwarz, Florian Kirsch je 3.






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