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Spaß am Singen ist die Hauptsache

Hülzweiler
Spaß am Singen ist die Hauptsache
Carolin Merkel
15. März 2017

20 Besucher waren zur offenen Probe des Chorwerks nach Hülzweiler gekommen, darunter besonders auch junge Männer.
Ganz schön zusammenrücken hieß es am Samstag bei der offenen Chorprobe im Haus für Kultur und Sport in Hülzweiler. Foto: Carolin Merkel
Ganz schön zusammenrücken hieß es am Samstag bei der offenen Chorprobe im Haus für Kultur und Sport in Hülzweiler. Foto: Carolin Merkel

„Ich habe wirklich mit allem gerechnet, war darauf vorbereitet, dass sich die Chöre gegenseitig was vorsingen oder dass ich aufgrund des riesigen Andrangs die Tür abschließen muss“, erklärte Uli Linn, Leiter des Chores Jung&Sing im Chorwerk Hülzweiler am Samstagnachmittag bei der ersten offenen Chorprobe. Doch, zum Glück, weder das eine noch das andere traf ein, mit rund 20 Besuchern war das Ziel, neue Stimmen für die drei Chöre zu gewinnen, mehr als erfüllt. „Wir haben in allen drei Chören Kapazitäten und freuen uns über jeden, der mitmacht. Vor allem aber suchen wir junge Menschen. Denn nur, wenn wir heute die Jugend einbeziehen, stehen wir nicht irgendwann vor dem Problem der Überalterung, die viele Chöre trifft“, erklärte er. Bevor sich die potenziellen neuen Chorsänger und -sängerinnen ausprobieren durften, gab es von den drei Chören eine kleine Kostprobe. Und schon die zeigte: Hier wird außergewöhnliche Literatur auf hohem Niveau gesungen. Das konnte die meisten Gäste aber nicht abschrecken, viele, wie sich später herausstellte, sind gar nicht so unerfahren, suchen eher eine neue Herausforderung.

Doch auch die „blutigen Anfänger“ zog es ins Haus für Kultur und Sport nach Hülzweiler. „Ich habe bisher nur unter der Dusche und im Auto gesungen, denken Sie, das geht überhaupt, dass ich hier mitsinge?“, fragte Mack Tillman aus Saarwellingen Uli Linn vor dem Start in die Schnupper-Chorprobe. „Sicher, setzen Sie sich einfach dazu, nehmen Sie sich die Noten und probieren Sie es aus“, sagte er. Die Notenblätter stellten bei dem ein oder anderen dann doch eine weitere Hürde dar. Doch auch hier gab Linn Entwarnung. „Nicht jeder im Chor kann gleich gut Noten lesen. Heute ist es erst einmal entscheidend, dass Sie den Text lesen können und einfach versuchen, mitzusingen“, appellierte er an den Mut der neuen Stimmen. Tillman ließ sich das nicht zweimal sagen und stimmte lautstark in George Michaels „Freedom“ ein. „Das hat sich richtig gut angefühlt und hat auch sehr viel Spaß gemacht“, erklärt er nach der 30-minütigen Probe und verriet am Rande, dass er vor allem mit der Luft ein Problem hatte.

In der benachbarten Cafeteria kam er mit den Chormitgliedern des Chorwerks ins Gespräch. „Ich habe schon im Chor gesungen, mir gefällt hier das Cross-over der Musikrichtungen. Und mir fällt auf, dass man hier sehr herzlich aufgenommen wird. Das ist nicht überall so“, erklärte Lisa Roser aus Bous. Sie war mit Sabrina Zeltinger, die schon seit 2009 im Frauenchor Chorina singt, ins Gespräch gekommen. Und die machte gleich Werbung für die Damen, die noch Unterstützung gebrauchen können. „Ich werde auf jeden Fall darüber nachdenken“, sagte Roser.

Für Tobias Speicher aus Überherrn und Steffen Uhlig aus Hülzweiler kam dagegen nur der gemischte Chor Jung&Sing infrage. „Mir hat das viel Spaß gemacht und ich freue mich auf den zweiten Teil. Mal sehen, vielleicht bin ich weiter dabei“, sagte Speicher, während Uhlig sich noch unsicher war. „Ich weiß nicht, der Chor soll doch erfolgreich sein, ob ich das schaffe“, sagte er. Doch auch er hat es, wie die übrigen Gäste versucht und einen tollen Nachmittag mit viel Freude am Gesang erlebt.






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