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Zwischen Lloyd Webber und Polkas

Kerlingen
Zwischen Lloyd Webber und Polkas
Johannes A. Bodwing
12. April 2017

Die Musikfreunde Saargau führten mit ihrem Frühlingskonzert ein in die schöne Jahreszeit. Musiziert wurde im ehemaligen Gasthaus Ehl mit gut 60 Akteuren.
Fast zu klein ist die Bühne im ehemaligen Gasthaus Ehl, wenn die Musikfreunde Saargau zum Konzert laden. Foto: Johannes A. Bodwing
Fast zu klein ist die Bühne im ehemaligen Gasthaus Ehl, wenn die Musikfreunde Saargau zum Konzert laden. Foto: Johannes A. Bodwing

Einen märchenhaften Einstieg ins Frühlingskonzert der Musikfreunde Saargau gestaltete am Sonntagabend das Jugendorchester unter Dirigentin Tanja Theobald. In gemäßigtem Tempo starteten die 14 jungen Musiker, verstärkt um den Mann am Bass-Saxofon. Sie entführten rund 150 Zuhörer zum „Zauberer von Oz“, zu dem mit Violine unterlegten und ungarisch angehauchten „Kleinen Magier“ sowie „Zauberland-Impressionen“. Als Zugabe hatten sie „Hedwigs Thema“ aus der Harry-Potter-Verfilmung im Gepäck.

Für den temporeichen Auftakt im Hauptteil sorgte das große Orchester mit der Komposition „Centuria“ von James Swearingen. Dramatisch und fast nur noch im Licht kleiner Lampen an den Notenständern ging es anschließend in die Katakomben zum „Phantom der Oper“. Souverän führte Dirigent Stefan Himbert durch die anspruchsvolle Komposition von Andrew Lloyd Webber. Vom sanft schmeichelnden Fagott bis zu drängenden Posaunen und Trompeten. 16 Ehrungen nahm Markus Winter vom Bund Saarländischer Musikvereine (BSM) vor.

Darunter Gold für Angelina Nicola und Lena Becker. Sie schafften 2016 die anspruchsvolle D3-Prüfung als zwei Teilnehmerinnen von insgesamt sieben im Kreis Saarlouis. Weitere Musikfreunde zeichnete Winter für langjährige aktive Mitgliedschaft mit Ehrennadeln aus. Darunter Richard Matyssek für 50 Jahre.

Als „Die lustigen Dorfschmiede“ standen Robin Hübner und Florian Zenner jeweils mit Hammer am Amboss vor der Bühne. Von bekannten Titelmelodien aus „James Bond“ wechselte das Orchester zu bombastischen Klängen aus der Fantasy-Serie „Game of Thrones“. Im Kontrast dazu folgte der langsame Infanteriemarsch „Der alte Dessauer“ aus dem 18. Jahrhundert mit Stefan Görg als Solo-Trompeter. Tanzboden-Atmosphäre versprühte die „Katharinen-Polka“, bevor die Musikfreunde den Zauber des Disney-Zeichentrickfilms „König der Löwen“ entfalteten.

„Amboss-Polka“ und „Alexandra-Polka“ waren der abschließende Dank an das gut gestimmte und letztlich rhythmisch klatschende Publikum.






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