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Moskitos gelingt ein Befreiungsschlag

Marpingen
Moskitos gelingt ein Befreiungsschlag
Frank Faber
15. März 2017

So langsam stimmt es im Spiel der Oberliga-Hand- ballerinnen der HSG Mar- pingen-Alsweiler: Aus den letzten drei Spielen holte das Team fünf Punkte. Das 23:16 gegen Moselweiß war überzeugend.
Lisa Meier hat knallhart abgezogen. Mit einem Distanzwurf sorgte die HSG-Spielerin für das 21:16. Damit war die Entscheidung zugunsten der Moskitos gefallen. Foto: Klos
Lisa Meier hat knallhart abgezogen. Mit einem Distanzwurf sorgte die HSG-Spielerin für das 21:16. Damit war die Entscheidung zugunsten der Moskitos gefallen. Foto: Klos

Handball-Oberligist HSG Marpingen-Alsweiler hat im Abstiegskampf einen eminent wichtigen 23:16 (15:8)-Heimerfolg über den Tabellen-Vorletzten TV Moselweiß eingefahren. „Wir haben den Abstand in der Tabelle auf sechs Punkte gegenüber Moselweiß ausgebaut und sind im direkten Vergleich jetzt besser. Das war unsere Zielsetzung“, fasst Moskitos-Trainer Jürgen Hartz nach der Partie zusammen.

Sein Team hat nun in den letzten drei Begegnungen fünf Punkte eingesammelt und belegt mit 16:22 Zählern den zehnten Tabellenrang. „In Sicherheit sind wir noch lange nicht“, mahnte er gleich. Nach einer unkonzentrierten Startphase lieferten die Moskitos aber Argumente, die Hartz optimistisch in den Endspurt des Existenzkampfes in der Oberliga blicken lassen. „Von der 15. bis zur 42. Minute haben wir eine Topleistung gebracht“, stellte der Übungsleiter heraus. Anfänglich waren es allerdings nur die Paraden von Schlussfrau Christine Herrmann und die Tore von Spielführerin Nadine Klein, die die Partie offen hielten.

Vor dem Spiel hatte Hartz eine Leistungssteigerung von Klein eingefordert und sie damit wohl zur bislang besten Saisonleistung angestachelt. Nach dem 7:7-Ausgleichstreffer (19. Minuten) legten die Moskitos ihre Unsicherheit im Angriff ab, spielten im Abwehrverband aggressiv und kochten die Gästespielerinnen richtig ab. Bis zum Pausenpfiff wurden die Torchancen genutzt, und die Moskitos gingen mit einer komfortablen 15:8-Führung in die Kabine.

Mit Beginn der zweiten Hälfte setzte sich der ordentliche Lauf weitere zwölf Minuten fort. Nach dem zwischenzeitlichen 20:11 (42. Minute) standen die Moskitos dann aber urplötzlich völlig neben sich. Ungenauigkeiten und Fehlpässe häuften sich, und im Angriffsspiel lief nichts mehr zusammen. Nervensache? „Es ist mir unerklärlich, warum wir so viele Bälle verloren haben“, rätselte Hartz über die Ursache des Leistungsknicks.

Zwölf Minuten blieben seine Mädels ohne Tor-Erfolg, und Moselweiß kam bis auf 16:20 (54.) heran. Hartz sah sich nun gefordert. An der Seitenlinie kniete er vor Spielmacherin Steffi Schreier und wies sie gebetsmühlenartig an, „mit Druck in die Lücken der Abwehr reinzustoßen“. Doch zunächst benötigten die Moskitos etwas Glück, weil die Gäste nacheinander zwei freie Tempogegenstöße versemmelten. Als dann der Distanzwurf von Lisa Meier zum 21:16 im Moselweißer Tor einschlug (58.), war die Entscheidung gefallen. Anna Bermann und Schreier sicherten den Moskitos mit ihren Treffern zum 23:16-Endstand noch die bessere Torquote im direkten Vergleich (Hinspiel 18:23). „Wir dürfen jetzt nicht locker lassen, am nächsten Spieltag müssen wir nachlegen“, blickte Hartz voraus. Am kommenden Samstag, 18 Uhr, treten die Moskitos beim Siebten TSG Friesenheim an, der mit 18 Punkten ebenfalls noch nicht alle Abstiegssorgen los ist.

Die Tore für die HSG Marpingen-Alsweiler: Nadine Klein 7, Christine Lezaud, Anna Bermann je 3, Lara Hanslik 3/1, Steffi Schreier, Lisa Meier je 2, Nathalie Buschmann, Hannah Gasper, Denise Jung je 1.






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