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Wiederverwenden, was andere wegtun

Roschberg
Wiederverwenden, was andere wegtun
Frank Faber
24. März 2017

Ein kreativer Workshop des Obst- und Gartenbau- vereins zeigte Kindern, wie sie mit Recycling- produkten etwas Neues herstellen können.
Stolz präsentieren die Kinder die kreativen Ergebniss ihres spannenden Recycling-Workshops. FOTO: Frank Faber
Stolz präsentieren die Kinder die kreativen Ergebniss ihres spannenden Recycling-Workshops. FOTO: Frank Faber

Kreativ mit dem arbeiten, was andere als Müll entsorgen würden, wird als Upcycling bezeichnet. Egal ob Mode, Kunst oder Spielzeug – irgendwas lässt sich aus dem machen, was sonst in der Mülltonne und im gelben Sack landet. Der Obst- und Gartenbauverein (OGV) Roschberg hat sich an der saarlandweiten Umweltaktion picobello beteiligt und bei einer anschließenden Haussammlung im Dorf weitere Verpackungsabfälle zusammengetragen. „Die Rohstoffe sind Dinge, die wir umgestalten können“, sagt OGV-Mitglied Yvonne Wunn.

Um die Nachhaltigkeit der vorausgegangenen Umweltaktion zu steigern, haben die Gartenbauer erstmals einen Recycling-Workshop für Kinder in Kelterhaus gestartet. „Die Idee ist, den Kindern zu zeigen, dass man mit Müll noch etwas machen kann und das ist sehr wichtig“, meint Yvonne Wunn. Denn dabei werde die Umwelt geschont, die Kreativität gefördert und das Ökologiebewusstsein gestärkt. Vier Kinder haben beim Workshop im Kelterhaus mitgemacht. Der achtjährige Fiete hat eine 30 Zentimeter lange Schlange aus Kronkorken gebastelt und legt sich sein elastisches Schmuckstück wie eine Stola um den Hals. Eine Marionette aus Blechdosen hat Max (8) zusammengesetzt. „Das ist ein Roboter“, beschreibt er das Motiv.

Mit ein paar geübten Handgriffen zeigt Yvonne Wunn den Nachwuchsbastlern wie aus einer Tetrapack-Getränketüte ein so genanntes Punk-Portemonnaie mit Schraubverschluss entsteht. „Die Stoffreste, die wir verarbeiten, haben uns die Strickfrauen zur Verfügung gestellt“, sagt sie. Die vierjährige Jule schmückt ihr Haupt mit einem gefertigten Krönchen aus Pappe . „Das ist ein Roboterpferd“, ruft Keyla (5) und präsentiert das mit Staniolpapier verkleidete vierbeinige Motiv.

Irre gut ist auch das Nashorn. Das Gesicht ist ein Fruchtzwergbecher, der Rumpf eine Toilettenpapierrolle, und die Beine stammen von einem Eierkarton. Ohne ein Action-Spielzeug geht es für Fiete und Max nicht. Aus einer Dose und einem Luftballon ist eine Schießbüchse geworden und die beiden Jungs ballern sich gleich die Ping-Pong-Bälle um die Ohren. „Das macht jede Menge Spaß“, freut sich Fiete. Yvonne Wunn kündigt an, den Workshop im kommenden Jahr zu wiederholen. „Weitere Aktivitäten wollen wir künftig mit den Kindern unternehmen“, so das Vorhaben der Roschberger Gartenbauer. Geplant ist eine Kräuterwanderung.

 

Zum Thema:

 

Was Upcycling bedeutet Beim Upcycling (englisch „hoch“ und „Wiederverwertung“) werden Abfallprodukte oder (scheinbar) nutzlose Stoffe in neuwertige Produkte umgewandelt. Im Gegensatz zum Downcycling kommt es bei dieser Form des Recyclings zu einer stofflichen Aufwertung. Die Wiederverwertung von bereits vorhandenem Material reduziert die Neuproduktion von Rohmaterialien.






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