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Ein Volltreffer mit Eiweiler Dialekt

Eiweiler
Ein Volltreffer mit Eiweiler Dialekt
Erich Brücker
30. März 2017

Die Theaterfreunde von den Sportfreunden Eiweiler kamen nach „Kuddelmuddel“ lange nicht aus dem Verbeugen heraus.
Mit einem ländlichen Schwank sorgten die Laiendarsteller der Sportfreunde Eiweiler für viele Lacher bei ihren Besuchern. Foto: Erich Brücker
Mit einem ländlichen Schwank sorgten die Laiendarsteller der Sportfreunde Eiweiler für viele Lacher bei ihren Besuchern. Foto: Erich Brücker

Mit dem ländlichen Schwank „Kuddelmuddel bei Bauer Puddel“, einem Dreiakter von Carsten Schreiner, haben die Theaterfreunde von den Sportfreunden Eiweiler wiederum einen Volltreffer gelandet. Den im Vorfeld versprochenen unvergesslichen und tollen Theaterabend im Dorfgemeinschaftshaus setzten die Laienspieler vollauf in die Tat um. Viel Beifall sowie zahlreiche Vorhänge waren gebührender Lohn für die schauspielerischen Leistungen der Laiendarsteller, die erstmals unter der Regie von Marianne Finkler das Theaterstück einstudiert hatten. Es war mit Lokalkolorit gewürzt und wurde in Eiweiler Dialekt gespielt.

„Theater spielen ist schöner, dennoch war es eine gute Erfahrung, mal auf der anderen Seite zu agieren“, meinte die Spielleiterin. Den Darstellern waren die Rollen auf den Leib geschrieben, und gepaart mit ihrer Gestik und Mimik sorgten sie dafür, dass es viel zu Lachen gab, nachdem sich der Vorhang zum abendfüllenden Dreiakter gehoben hatte.

Das Bauernpaar Alois und Käthe Puddel (Christoph und Petra Backes) führt einen alten Hof, der nichts mehr abwirft. Deshalb will Bürgermeister Gerhard Heiß (Mario Veit) diesen abreißen, um an seiner Stelle ein lukratives Erlebnisbad in die Landschaft bauen zu lassen. Es sei denn, so das Ultimatum, der Hof wirft künftig mindestens 20 000 Euro Gewinn ab. Das erschrockene Paar handelt unabhängig voneinander schnell. Der Alois lässt sich von seinem trinkfreudigen und ideenreichen Freund Franz Deckelloch (Wilfried Ludwig) davon überzeugen, mit einem Etablissement in der alten Scheune Geld hereinzuholen. Deshalb werfen sie sich in Frack und Zylinder, um im „Roten Häschen“ des Nachbarortes Erfahrungen zu sammeln und gleich das leichte Mädchen Monique Praliné (Tina Finkler) vom Fleck weg für die eigene „Feuchte Scheune“ zu engagieren.

Derweil wirft sich seine Frau Käthe auf Anraten ihrer Freundin Rosa (Angelika Kockler) für einen Wettbewerb der Miss Kuhstall in Schale, um auf diese Weise an ein Preisgeld zu kommen. Sie umgarnt einen vermeintlichen Model-Agenten, doch der Erfahrung sammelnde und Muttersöhnchen Klausi (Karsten Kockler) war eigentlich durchs Internet auf das Etablissement aufmerksam geworden und flieht verschreckt vor der aufgedonnerten Käthe. Die versinkt später in Sofa-Schlaf, während Zuhälter Rocco Bronco (Jochen Haupenthal) aufkreuzt, um sein Häschen Monique zurückzufordern, allerdings in der Scheune außer Gefecht gesetzt wird.

Im dritten Akt setzen sich die skurrilen Verwechslungen natürlich fort. Da trifft der Bauamtsgutachter Friedrich Recht (Raimund Backes) mit einem Bestechungsversuch auf die stets flirtbereite Monique, hält sie jedoch für die Bäuerin. Mit im Geschehen mischt auch noch Dorftratschtante Trudel Trulla (Gisela Jost), um die Verwirrungen komplett zu machen.

Leider kann der Knoten der Verwirrungen nicht gänzlich gelöst werden, denn es folgen an diesem Wochenende noch zwei Vorstellungen, und zwar am Freitag, 31. März sowie am Samstag, 1. April, jeweils um 20 Uhr. Beide sind jedoch schon ausverkauft.

 

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Weitere Mitwirkende Souffleusen: Lieselotte Ludwig und Rita Backes; Maske: Monika Ludwig und Ute Dupont; Technik und Licht: Michael Gansen; Bühnenbild: Christoph Backes, Ernst Finkler, Wilfried Ludwig, Reimund Finkler, Reinhold Lauck, Friedhelm Coen, Nico Backes, Leon Backes und Nils Jost; Moderator: Michael Backes. Theater gibt es in Eiweiler schon seit Anfang der 1980er Jahre, als Sparte der Sportfreunde Eiweiler. Bis 1995 spielte man im Saal des Gasthauses Veit, im Jahr 2006 ging es im Dorfgemeinschaftshaus weiter. Seither wurden von den etwa 20 Laiendarstellern acht Theateraufführungen angeboten.






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