Home St. Wendel Nonnweiler

Mit 25 km/h nach Hauenstein: „Mofa Klubb“ reiste über neun Stunden in die Pfalz – Primstal ist Etappenort der Momoto-Benefiztour

Mit 25 km/h nach Hauenstein
„Mofa Klubb“ reiste über neun Stunden in die Pfalz – Primstal ist Etappenort der Momoto-Benefiztour
Philipp Semmler
21. Februar 2017

Die Mitglieder des „Mofa-Klubb“ Primstal. Foto: Faber
Die Mitglieder des „Mofa-Klubb“ Primstal. Foto: Faber

Von Primstal in die rheinland-pfälzische Schuhstadt Hauenstein fährt man mit dem Auto recht fix. Eine Stunde und 13 Minuten spukt der Routenplaner als Fahrzeit für die 108 Kilometer lange Strecke über die Autobahnen A1, A8 und die Bundesstraße 10 aus. Deutlich länger waren die Mitglieder des Mofa Klubbs Primstal bei ihrer Tour im Sommer 2016 nach Hauenstein unterwegs. „Wir haben auf dem Hinweg etwas mehr als neun Stunden und für den Rückweg fünfeinhalb Stunden benötigt“, berichtet Thomas Hoffmann, der Vizepräsident des Mofa-Klubbs lachend.

Kein Wunder, denn schließlich legten die 17 Vereinsmitglieder die Strecke auf ihren Mofas zurück – und die fahren nun einmal nicht schneller als 25 Stundenkilometer. Aber trotzdem waren mehr als neun Stunden für den Hinweg ziemlich lang. „Das lag daran, dass wir ein paar Ausfälle hatten und an den Mofas schrauben mussten“, erklärt Hoffmann. Und natürlich durften die Primstaler auch nicht über die Autobahn. Eine Route über Landstraßen nach St. Wendel, durchs Ostertal bis nach Pirmasens und dann rund 30 Kilometer weiter nach Hauenstein musste ausgetüftelt werden.

In Hauenstein besuchten die Primstaler Mofa-Fans die Hauensteiner „Zündkatzen“ – den einzigen Mädchen-Mofa-Club in Deutschland. „Die hatten ein Fest und wir wollten dort Kontakte zu ihnen und anderen Mofaclubs aus Deutschland knüpfen“, berichtet Hoffmann.

Denn sein „Mofa Klubb“ aus Primstal ist noch ein recht junger Club. Im Jahr 2014 schlossen sich der 33-jährige Hoffmann, Präsident Andreas Heck und elf weitere Primstaler zur Gründung zusammen. Die Mitglieder der ersten Stunde erkennt man heute noch an einem Aufnäher mit dem Aufdruck „Harte 13“. Diesen tragen sie auf ihrer Mofa-Kutte - ein Kleidungsstück das bei allen Aktivitäten getragen wird.

Mittlerweile gehören dem Club 30 Männer und drei Mädels im Alter zwischen 20 und 42 Jahren an. „Dass wir so viele Mitglieder bekommen hat uns selbst überrascht“, freut sich Hoffmann.

Fast wöchentlich treffen sich die Mofa-Enthusiasten nun zu gemeinsamen Ausfahrten oder um an ihren Gefährten zu schrauben. Die Mofas sind dabei stellenweise älter als ihre Fahrer.

Vize-Präsident Hoffmann nennt beispielsweise eine Zündapp Super-Combinette Baujahr 1959 sein eigen. Vereinskamerad Simon Gläser fährt ein etwa gleich altes DKW-Moped. Und solche Oldtimer sind mittlerweile richtig teuer. „500 bis 600 Euro muss man dafür hinlegen. Richtig seltene Modelle kosten auch schon mal bis 2.000 Euro.“ Das liegt auch daran, dass heute kaum noch Mofas gebaut werden. „Außer so Japan-Schrott“, sagt Hoffmann lachend. „Und natürlich Roller, aber die sind bei uns verpönt.“ Für den Primstaler Mofa Klubb stehen in diesem Jahr übrigens zwei große Events an. Am 27. Mai veranstaltet der Club sein zweites Sommerfest an der Schutzhütte des Wandervereins Krummstiefel. Dort wird eine Live-Band für Stimmung sorgen, dazu wird selbstgebrautes Bier verkauft. Der Erlös wird für einen guten Zweck gespendet. 2016 konnten 2.400 Euro an den Kinderhospizdienst Saar gespendet werden.

Im. August ist Primstal dann Etappenort der Momoto-Benefiztour von Flensburg nach München. Die Etappe durchs Saarland führt von Primstal bis nach Hauenstein – einen Weg den die Mitglieder des Mofa Klubbs gut kennen. Denn schließlich haben sie ihn ja schon selbst mit einer Spitzengeschwindigkeit von 25 Stundenkilometern zurückgelegt.

 

Zum Thema:

 

Auf einen Blick Der Mofa Klubb Primstal bei Facebook: www.facebook.com/MofaKlubbPrimstal.




Weitere Themen aus dem Ressort St. Wendel:
Verein eintragen oder verwalten
Auf diesem Profil tut sich was

Termine
TERMIN EINGEBEN