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Eindrucksvolles Jubiläumskonzert „140 Jahre Chor der Schlosskirche“

Eindrucksvolles Jubiläumskonzert „140 Jahre Chor der Schlosskirche“
Chor der Schlosskirche Blieskastel
28. November 2019

Eine Minute der absoluten Stille, bei der man die berühmte Nadel hätte fallen hören, nachdem das letzte „Requiem“ aus dem letzten Satz „In Paradisum“ in kaum noch hörbarem Pianissimo von Chor und Solistin verklungen war, spiegelte die fühlbare und teilweise auch sichtbare Ergriffenheit der Besucher am Ende des Konzertes wider.
Der Chor der Schlosskirche Blieskastel
Der Chor der Schlosskirche Blieskastel

Ein beeindruckendes Konzert im Jubiläumsjahr „140 Jahre Chor der Schlosskirche Blieskastel“. Chorleiter Sebastian Brand hatte wohl mit dem gesamten Konzertprogramm, bei dem Werke des französischen Komponisten Gabriel Fauré, besonders aber dessen „Requiem“ (Opus 18) im Mittelpunkt standen, die Herzen der fast 400 Konzertbesucher erreicht. Dieses Programm instrumental und gesanglich umzusetzen, verlangte von Chor und den Solisten höchste stimmliche Beweglichkeit. Dies bewies der Chor in hervorragender Weise und konnte dabei auch die Ausgeglichenheit in den einzelnen Stimmen bestens unter Beweis stellen. Waren es beim „Introitus“ und „Agnus Dei“ die Tenöre, die Bässe im „Libera me“, so überzeugten die Altistinnen und Sopranistinnen beim „Offertorium“ und „Sanctus“ und der gesamte Chor bei der Interpretation des fordernden „Dies illa, dies irae“ –„Tag des Zornes“. Glanzpunkte auf die chorische Leistung setzten die Solisten des Tages: Anne Kathrin Fetik, die in warmen Farben „Pie Jesu“ und das eingangs erwähnte „In Paradisum“ ergreifend interpretierte. Konstantin Ingenpaß glänzte mit seinem profunden Bariton in seinen Solo-Passagen, wie z. B. im „Libera me“.


Eine ganz besondere Leistung ist dem Organisten Dr. Matthias Leiner zu attestieren, der das gesamte Konzertprogramm einschließlich des Requiems an der Orgel mitgestaltete. Zunächst war von ihm zum Einzug der Sängerinnen und Sänger die Toccata in G-Dur von Théodore Dubois zu hören. Danach erfolgte die Begleitung des Chores zu Beginn des Konzertes beim „Lobgesang des Jean Racine“ (Op. 11) von Fauré und anschließend die Pavane in fis-Moll (Op. 50), ebenfalls von Fauré. Eine spannende Klangwelt erzeugten Philipp Schneider und Sebastian Brand mit Querflöte und Klavier. Absoluter Höhepunkt war dann die Aufführung des „Requiems“ mit dem eingangs beschriebenen Ende. Danach dankten die Besucher stehend mit langanhaltendem Beifall den Akteuren des Konzertes für ein, sowohl für den Chor als auch für die Besucher sicher nachhaltiges musikalisches Erlebnis.






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