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Weihnachtskonzert des Freundeskreises Saarpfälzische Musiktage e.V. in der Schlosskirche Blieskastel am 26.Dezember 2019

Weihnachtskonzert des Freundeskreises Saarpfälzische Musiktage e.V. in der Schlosskirche Blieskastel am 26.Dezember 2019
2. Januar 2020

Es hat sich in den letzten Jahren in Blieskastel eine Tradition entwickelt, am 2. Weihnachtsfeiertag eine dem Fest angemessene Konzertveranstaltung unter der organisatorischen Zuständigkeit des Freundeskreises zu terminieren.
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So begrüßte Wolfgang Wendel als Vertreter des Freundeskreises und aktives Mitglied der Schola Cantorum die Besucher.
Was liegt näher als federführend das Ensemble zu präsentieren, das an der Schlosskirche beheimatet ist und das schon etliche Weihnachtskonzerte bestritten hat, weil es über das notwendige Repertoir und langjährige Erfahrung verfügt.
Die Schola Cantorum wurde 1989 von Christian von Blohn ins Leben gerufen und hat noch heute einige Gründungsmitsänger in ihren Reihen. Natürlich ergab sich in diesem Zeitraum mancher personelle Wandel, wenngleich die Gesamtzahl derSänger nie mehr als 12 betrug (diesmal durch kurzfristige Erkrankung leider nicht vollzählig).


Insbesondere in der jeweiligen Leitung waren mehrfach Veränderungen erforderlich. So hat seit einem Jahr Dr.Matthias Leiner die Verantwortung übernommen. Er ist ja auch seit 2016 Organist an der Schlosskirche. Obwohl er kein Berufsmusiker ist, trägt das Repertoir der Schola bereits deutlich seine Hand-bzw. Notenschrift. Das kam auch den Konzertbesuchern zu Ohren, stammten doch einige Bearbeitungen bekannter Lieder aus seiner Feder. Natürlich liegt es nahe, auch gregorianische Gesänge beizubehalten (rorate caeli, puer natus est, viderunt omnes). Die deutschen Lieder bzw. ihre Bearbeitungen für drei Stimmen stammen z.T. aus traditionellen Quellen und ähneln dem alpenländischen Dreigesang. Das zauberhafte französische Wiegenlied „Il est né“ wurde diesmal von der Solotrompete des jungen Musikers Benedikt Kilburg begleitet. Er war ein weiterer Mitgestalter des Konzertes, der begeistern konnte, auch in den Instrumentalblöcken mit der Orgel, gespielt von Matthias Leiner.


Damit wären wir bei den Gästen vom Zupforchester Niederwürzbach unter der Leitung von Dr. Christine Eckstein-Puhl. Sie waren zum ersten mal Mitwirkende beim Weihnachtskonzert in der Schlosskirche. Schon davor galten sie als kompetente Interpreten der seltenen Gattung Zupfmusik, weshalb der Veranstalter sehr froh war, dass die ca 20 Musiker- auch allesamt Laien- ihre Teilnahme zusagten. Ihr Programm bestand zum Teil aus klassischer Literatur (Vivaldi), z.T. aus Kompositionen speziell fürZupforchester. Einen weihnachtlichen Klang aus Zupfinstrumenten herauszuhören fällt uns früheren bayerischen Zuhörern nicht schwer, zumal wenn die Vorträge so klar strukturiert und harmonisch gelingen.
Bleibt noch zu erwähnen, dass Thomas Schmitt (ebenfalls Mitglied der Schola) mit zwei Wortbeiträgen die Zuhörer zum Nachdenken anregen konnte.


Ein gemeinsames Lied (Zu Bethlehem geboren) bezog alle Anwesenden in der stimmungsvoll beleuchteten Kirche mit ein.
Zwar waren nicht alle Bänke restlos besetzt, doch die meisten Besucher sind treue Stammgäste und immer gespannt, was sich gegenüber dem Vorjahr verändert hat. Mit lang anhaltendem Beifall bedankten sie sich bei den Mitwirkenden und Organisatoren und bestätigten damit auch, dass die Mischung aus traditionellem a-capella-Gesang, Orchestermusik und solistischen Beiträgen ihren Geschmack getroffen hatte. Die obligatorische Zugabe bestand aus der Wiederholung des Schlussliedes „Hört die Engelchöre singen“, bei dem Solisten, Orchester und Schola gemeinsam den Schlussakkord setzten.




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